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Immaterielles Weltkulturerbe Japan

In der Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit erfasst die UNESCO die Immateriellen Kulturgüter aller Nationen und Kulturen. Im Englischen ist sie unter dem Begriff Intangible Cultural Heritage of Humanity zu finden.
Im Gegensatz zu Bauten oder natürlichen Landschaften umfasst dieses Programm der UNESCO keine gegenständlichen oder greifbaren Dinge. Die Konvention von 2003 wurde zur Erhaltung von Kultur und Traditionen, die bis in die heutige Zeit praktiziert werden, beschlossen. 2008 wurden die ersten Immateriellen Kulturgüter der Liste offiziell hinzugefügt.
Zu diesen Immateriellen Kulturgütern gehören traditionelle Bräuche, Musik, Tänze, Handwerke, Sprachen und Dialekte sowie mündliche Erzählungen.

Um in die Liste aufgenommen zu werden, müssen die Kulturgüter folgende Kriterien erfüllen:

Tradition und Gegenwärtigkeit
Bei dem Immateriellen Kulturgut handelt es sich nicht nur um alte Traditionen, sondern auch um zeitgenössische Praktiken die verschiedene Kulturgruppen ausüben.
Einschließen
Es ist nicht wichtig, ob ein Immaterielles Kulturgut spezifisch für eine Kultur ist, sondern ob dieses zur Identität und zum Zugehörigkeitsgefühl der Gemeinschaft beiträgt.
Repräsentant
Unentbehrlich ist die Weitergabe des Wissen und der Praktik des Immateriellen Kulturguts durch ausübende Repräsentanten von Generation zu Generation oder an andere Gemeinschaften. So ist ihr zukünftiges Fortbestehen sichergestellt.
Gemeinschaftsbasiert
Ein Immaterielles Kulturgut muss von der es ausübenden Gemeinschaft als Erbe ihrer Kultur  wahrgenommen werden.

In Japan gehören inzwischen 21 Kulturgüter zum Immateriellen Weltkulturerbe.
Deutschland ist erst vor kurzem der Konvention beigetreten, sodass es noch keine von der UNESCO anerkannte Immaterielle Kulturgüter aufweist. (Stand: Frühjahr 2013)