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Der Sanin-Kaigan-Nationalpark

Karte Sanin-Kaigan-Nationalpark

Der Sanin-Kaigan-Nationalpark in Japan erstreckt sich etwa 110 km entlang der Küste des Japanischen Meers von Tottori bis Kyotango im Norden Honshus und ist circa 88 km² groß. Seine Geodiversität mit kleinen Inseln, Buchten, magmatischen Felsformationen, Höhlen und verschiedenen Gesteinsschichten machen ihn zu einem lebendigen Museum für Landschaft und Geologie, in dem sich die geologische Entwicklung der letzten 40 Millionen Jahre und die Ablösung der Insel Japan vom asiatischen Kontinent ablesen lässt. Die Region mit gemäßigtem bis subtropischem Klima ist seit vielen tausend Jahren bewohnt und Besucher können japanische Kultur und Geschichte in Verbindung mit dieser ursprünglichen Landschaft erleben. Der Sanin-Kaigan-Geopark, größtenteils vom Sanin-Kaigan-Nationalpark, gehört seit 2010 zum Netzwerk der UNESCO-Geoparks.

Highlights

Tottori-Sakyu

Sanddünen von Tottori

Mit einer Länge von 16 km und einer Breite von 2 km sind die Dünen von Tottori die größten Dünen in Japan. Der vom Fluss Sendaigawa und der Brandung des Japanischen Meeres antransportierte Sand wird vom Wind zu hohen Dünen aufgeweht. In den Dünen lassen sich einzigartige Formationen wie die 47 m hohe Umanose („Horseback“) Düne, die vom Wind geformten, rippenartigen Fumon Muster oder die große Suribachi Senke bewundern.

Uradome-Kaigan

An der zerklüfteten und abwechslungsreichen Küste von Uradome mit ihren vielen kleinen Inseln und ungewöhnlichen Felsformationen finden sich glasklares Wasser und Badebuchten mit weißen Sandstränden. Ausgeschilderte Wanderwege bieten Gelegenheit, die Landschaft und die vorbeiziehenden Kreuzfahrtschiffe auf sich wirken zu lassen. Der Region zwischen den Fischerdörfern Tajiri und Iwamoto/Otani wurde der Staus eines Meeresschutzgebietes zuerkannt.

Takenohama

Der Strand von Takenohama wird bereits seit Jahrhunderten wegen seines weißen Sandes und flachen Wassers mit hoher Wasserqualität sowie seiner geringen Gezeitenströmung zum Baden genutzt. Takenohama wurde vom japanischen Um­welt­mi­ni­ste­ri­um als schönster Strand Japans ausgezeichnet.

Tajima-Kaigan

Die Tajima Küste erstreckt sich über etwa 50 Kilometer von der Tsuiyama Küste in Toyo'oka City bis zur Igumi Küste in Hamasaka Town. Hier reicht das Chugoku Gebirge bis direkt ans Japanische Meer und die markante, zerklüftete Felsenküste mit den durch die Meereserosion geformten Felsformationen und Brandungshöhlen ist eines der Wahrzeichen des Sanin-Kaigan-Nationalparks.

Genbudo

Die auf einem Hügel gelegenen Basalthöhlen von Genbudo sind ein echtes Naturwunder, auch wenn die eigentlichen Höhlen durch Minentätigkeit von Menschenhand entstanden sind. Die Gesteinsformationen entstanden durch einen Vulkanausbruch vor ungefähr 1,6 Millionen Jahren, das flüssige Magma erstarrte zu bizarr geformtem Basaltgestein. Besonders im Winter, wenn Schnee und Eis die Szenerie bedecken, bieten die meterlangen, eckigen Basaltsäulen einen einzigartigen Anblick.

Tango Sakyu

Die Tango Sakyu Dünen erstrecken sich über etwa sieben Kilometer von der Mündung des Flusses Kizu bis zur Kumihama Bucht entlang der Küste des Japanischen Meeres. Am Eingang zur Bucht liegt die Shotenkyo Sandbank mit ihrer einzigartigen Vegetation, die sich nur in Küstengebieten finden lässt.

Flora und Fauna

Die zerklüftete Küste des Nationalparks bietet optimale Brutgelegenheiten für die Japanmöwe, die nur in den Küstenbereichen des Japanischen und des Gelben Meers vorkommt. Auch die Japanische Schwalbe brütet hier. Der schon als ausgestorben geltende Schwarzschnabelstorch (Ciconia boyciana) konnte wieder angesiedelt werden. Die Vegetation des Küstenstreifens zeichnet sich durch typischen Küstenbewuchs wie die Japanische Schwarzkiefer (Pinus thunbergii), Robinien (Robinia Pseudoacacia), die japanische Lorbeerart Tabunoki (Machilus thunbergii) und die Gelbe Eiche (Quercus muehlenbergii) aus. Doch auch sehr seltene Pflanzen wie der Blauweiderich (Pseudolysimachion ornatum) und der Japanische Hahnenfuß (Ranunculus nipponicus) lassen sich im Nationalpark entdecken. Die Dünen sind geprägt von sogenannter Spülsaumvegetation (Cakiletalia maritimae) und bieten Lebensraum für besonders widerstandsfähige Pflanzen wie das salztolerante Riedgras (Carex kobomugu).

Freizeitmöglichkeiten

Wer den Aktivurlaub mit Wanderungen, Bergtouren und Tauchausflügen sucht kommt im Sanin-Kaigan-Nationalpark ebenso auf seine Kosten wie der Badeurlauber, der die schönen Strände und heißen Quellen der Region genießen will. Am besten lassen sich die eindrucksvolle Landschaft und die Badestrände im Sommer und im Herbst genießen, die hervorragende lokale Küche mit Krabben und Hummer stehen Besuchern natürlich das ganze Jahr zur Verfügung.