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Der Ogasawara-Nationalpark

„Galapagos in Fernosten“

Karte Ogasawara-Nationalpark

Der Ogasawara-Nationalpark wurde 1972 aufgrund seiner endemischen Natur über die Vulkaninseln Mukojima, Chichijima, Hahajima und den Kazanretto-In­seln gegründet. Etwa 1000 Kilometer in süd-östlicher Richtung von Tokyo ent­fernt, gilt diese Inselgruppe auch als „Galapagosinseln von Japan“. Bei Besu­chern ist der Ogasawara-Nationalpark im Vergleich zu anderen Nationalparks besonders wegen seiner nahezu unbewohnten und unberührten Natur ge­schätzt. 2011 wurde der Park aufgrund der vom Aussterben bedrohten Arten auf die Liste des Weltkulturerbe gesetzt. Vielfältige Vegetation, jedoch keine Land­tiere, leben im subtropischen Klima der Bonin-Inseln im Gebiet Kanto.

Highlights

Mikazuki yama

Mikazuki yama ist ein Berg auf der Insel Chichijima, der an der westlichen Küste der Insel liegt. Da er von einem Becken umge­ben ist, sind kleine Hügel und Steilhänge bis zu 300 Metern Höhe charakteristisch.

Küste Miyanohama

Die malerische Natur der Küste Miyanohama ist bekannt für sein weit ausgedehntes Korallenriff mit zahlreichen Fisch­schwär­men, klarem Wasser und artenreicher Vegation hinter feinen Sandstränden. Ebenfalls auf der Insel Chichijima aber im Norden gelegen, gelangt man nur zu Fuß zur anderen Küstenseite.

Minami Jima

Die südlichste Insel Minami Jima der Ogasawara-Inselgruppe ist eine komplett unbewohnte Insel von 3,4 Quadratkilometern Grö­ße etwa 60 Kilometer von Iwo Jima entfernt. Auf die Liste der Weltnaturerbe gesetzt, gelangt man nur durch geschulte Guides dorthin. Unberührte Flora und Fauma und atemberaubende Naturphänomene stellen ein Paradies in Japan dar.

Chihiro Iwa

Die Klippen von Chihiro Iwa sind ebenfalls einen Besuch unbedingt wert. Felsige Steilhänge erlauben einen tiefen Blick auf die raue See rund um die Insel. Ein fast vegetationslose Region bietet einen Kontrast zur tropischen Vegetation der Umgebung.

Steilküste

Sekimon

Die Region Sekimon ist ein urwaldähnliches Gebiet im Herzen Hahajimas, die genau wie Minami Jima nur durch eine geführte Tour begangen werden darf. Etliche Baumfarne und andere endemische Arten machen eine Wanderung durch diese Hoch­ebe­ne zu einem unbedingten Highlight. Vom Plateau aus, kann man einen sehr guten Blick auf die Küste und kleine Häfen erhaschen.

Minamizaki

Der Südzipfel der Halbinsel Minamizaki ist ebenfalls Teil des Naturschutzgebietes. Per Wanderung kann man den Berg Kofuji, die Sandstrände oder die charakteristische Vegetation besichtigen. Ein Vogelschutzgebiet sowie versteckte Bunkeranlagen aus Kriegszeiten durchziehen die Insel.

Flora und Fauna

Aufgrund der isolierten Lage, sind etwa 40% der Pflanzenarten endemisch. Neben feuchten Böden, die tropische Vegetation mit Bäumen bis zu 15 Metern beherbergen, sind ebenfalls trockene Regionen mit ausschließlich kleinerem Buschwerk zu finden. Im zentralen Sekimon-Gebiet besteht sogar ein Urwald. Die Vegetation umfasst über 400 Arten. Vorherschende sind unter an­de­rem shimahozakiran (Malaxis boninensis, Weichwurz), die auf allen Inseln zu finden ist, oder die endemische Art von Hahajima Ogasawaraguwa (Morus boninensis, Hydrach-Baum).

Bei den Pflanzenarten sind vor allem Vögel, Insekten, Schnecken, Wale, Fische und Korallen zu finden. Das einzige Säugertier im Ogasawara-Nationalpark ist der Flughund (bonin flying fox) und der auf Hahajima lebende endemische Honeyeater (Honig­fresser) ist typisch für die Region.

Freizeitmöglichkeiten

Die atemberaubende Region ist besonders geeignet für ausgedehnte Wanderungen und Trecking-Touren. An den Küsten sind ebenfalls Tauchen und Schnorcheln sehr gefragt. Auch Walbeobachtungen oder Delphinschwimmen werden von Orga­ni­sa­ti­o­nen angeboten. Menschenleere Regionen locken Naturbegeisterte und Wasserratten. Ein gutes Angebot an Hotels und Unter­künften ist ebenfalls vorhanden.