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Takeshi Kitano

Japanischer Schauspieler und Regisseur

Takeshi Kitano wurde am 18. Januar 1947 in Tokyo geboren und ist heute vor allem in der Medien- und Unterhaltungsbranche tätig. So ist Kitano Regisseur, Schauspieler, Dichter, Moderator und auch Comedian. Wer bei dem Namen Takeshi an Takeshis Castle denkt, der liegt gar nicht so falsch, denn mit unter anderem dieser Gameshow ist er auch in Deutschland bekannt ge­wor­den.

Sein Leben

Geboren wurde Kitano in Adachi, einem Arbeiterviertel am Stadtrand von Tokyo. Er war das vierte und jüngste Kind der Familie. Kitano und seine Geschwister hatten keine leichte Kindheit. Der Vater Kikujiro gab sein Geld, was er als Anstreicher verdiente meist für Alkohol und zum Spielen aus. Seine Mutter Saki wollte ihren Kindern eine gute Ausbildung ermöglichen und arbeitete dafür hart. Dank ihr schaffte es Kitano auf die Meiji-Universität. Diese verließ er aber, als er von zu Hause wegrannte.

In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, träume der junge Kitano davon Komiker zu werden. Nach verschiedenen Kleinjobs, wie zum Beispiel Kellner, ging er nach Asakusa. Dort wurde ihm von einem Striplokal ein Job als Fahrstuhljunge angeboten. Später dann wurde er von seinem Meister Fukami Senzaburo gelehrt und kam so auch zu ein paar Auftritten, die jedoch nicht sonderlich erfolgreich verliefen. Während diesen lernte er den Komiker Kaneko Kiyoshi kennen und zusammen bildeteten sie ein Komikerduo. Sie nannten sich The two beats.

Nicht lange hat es gedauert, bis die zwei Erfolg hatten. Kitanos aggressiver und sozialkritischer Humor kam besonders bei der Jugend gut an. Als seinem Partner sein Humor jedoch zu provokant wurde, trennten sie sich voneinander, doch Kitano führte seine Karriere als erfolgreicher Solokünstler weiter.

Als Kitano in einer Fernsehshow einen Gastauftritt hatte, lernte er seine spätere Frau Mikiko kennen, die ebenfalls Komikern war. Sie heirateten 1978.

In den nächsten Jahren hatte Kitano auch im Fernsehen und im Radio Erfolg. So zum Beispiel mit seiner Fernsehshow „Ore-tachi hyokinzoku“ ( Wir sind eine Komikerfamilie) oder mit seiner wöchentlichen Radioshow „All night nippon“.

In den folgenden Jahren, 1981 und 1982 wurden seine beiden Kinder, ein Sohn und eine Tochter geboren. In dieser Zeit wurde auch sein schauspielerisches Talent entdeckt. So erhielt Kitano einige Nebenrollen.

1986 kam es zu einem Eklat. Eine Zeitschrift zeigte Kitano mit einer jungen Frau und behauptete, es sei seine Geliebte. Aus Wut überfiel Kitano, mitsamt seinen Anhängern die Redaktion der Zeitung und wurde daraufhin festgenommen, kam aber mit einer Geldstrafe davon. Nachdem dies fast seine Ehe zerstört hat, entfernte sich Kitano für einige Monate aus dem öffentlichen Leben.

1994 hatte Kitano nach den Dreharbeiten zu dem Film Minna Yatteruka – Getting any einen schweren Motorradunfall. Er fiel zwei Tage lang ins Koma und konnte sich danach nicht mehr an den Unfall erinnern. Es wurde auch spekuliert, ob es wirklich ein Un­fall war oder ein Suizidversuch, den Kitano in Erwägung zog. Dies wurde nie ganz klar herausgestellt. Seitdem ist jedoch seine rechte Gesichtshälfte gelähmt.

Zwischen 1990 und 1995 wurde Kitano sechs mal in Folge zum Fernsehstar des Jahres und 1995 zum beliebtisten Mann Ja­pans gewählt. Erst 1997 kam sein großer Durchbruch außerhalb Japans, als sein Film Hana-Bi bei den Internationalen Film­fest­spie­len von Venedig den Goldenen Löwen gewann.

2000 erschien eine englischsprachige Dokumentation mit dem Titel „Scenes by the Sea: Takeshi Kitano“ über sein Leben und Werk. Doch schon 1998 wurde bereits eine französischsprache Doku über den Mann gedreht.

Im Mai 2012 löste Kitano eine Debatte aus, als er Barack Obamas Forderung nach gleichgeschlechtlicher Ehe mit dem Kom­men­tar untermalte, dass am Ende auch zoophile Ehen akzeptiert werden würden. Nach der Kritik von Bürgerrechtlern fügte er hinzu, dass es sich um ein Missverständnis handle.