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Soichiro Honda

Gründer von Honda Japan

Honda Sōichirō ist bekannt als japanischer Unternehmer, der 1948 die Honda Corporation gründete, eines der weltweit be­kann­tes­ten Unternehmen für erstklassige Motorräder, Autos und Bootsmotoren.

Honda wurde am 17. November 1906 in Komyo, im Landkreis Iwata geboren. Seine Eltern waren Gihei Honda, der als Schmied arbeitete, und Mika Honda. Seine Kindheit war bestimmt durch ein nicht gerade wohlhabendes, aber für seine Interessen of­fe­nes Elternhaus. Sōichirō konnte sich nie richtig für die Schule begeistern, half lieber seinem Vater in der Werkstatt beim Re­pa­rie­ren von Fahrrädern. Trotzdem machte er 1922 seinen Schulabschluss und begann mit 16 Jahren eine Ausbildung als Auto­me­cha­niker in Tokyo. Motoren und Autos hatten ihn fasziniert, seitdem er in jungen Jahren sein erstes Auto gesehen hatte. Ein Eindruck, der ihn sein ganzes Leben begleitete und ein Grundstein für seinen späteren Erfolg in der Autoindustrie legte.

1928 kehrte Honda in seine Heimatstadt zurück und gründete mit Unterstützung seiner Familie seine eigene Autowerkstatt. In dieser reparierte Honda Sōichirō nicht nur Autos, sondern rüstete sie als Rennwagen her und fuhr selber Rennen. Er hatte ei­ni­ge Erfolge, verletzte sich aber 1936 schwer und beendete seine Laufbahn als Rennfahrer daraufhin auf Wunsch seiner Frau. Auf der Suche nach immer neuen Herausforderungen und Gebieten für seinen Erfindergeist, gründete er 1937 ein Unternehmen, das Kolbenringe herstellte, Tokai Seiki Heavy Industry, das er 1948 an Toyota verkaufte. Der Erfinder und Unternehmer in Honda hatte größere Pläne. Während des Krieges stellte er hölzerne Flugzeugpropeller für das japanische Militär her und erfand dabei eine spezielle Fertigungsmaschine. 1948 gründete er die Honda Corporation, die am Anfang nur Motorräder produzierte, ihn in den 50er-Jahren aber in Japan zu einem bekannten Unternehmer machte. Das erfolgreiche Konzept bewährte sich und schon kurze Zeit später konnte Honda weltweit mit den höchsten Verkaufszahlen aufwarten. Ab 1963 entwickelte und produzierte das Unternehmen auch Autos. Spezielle Rennwagen erzielten zwischen 1987 und 1991 fünf Mal in Folge den ersten Platz bei den Formel 1 Weltmeisterschaften.

Sōichirō war an den Entwicklungen der einzelnen Autotypen immer maßgeblich beteiligt. Sie waren Ausdruck seiner Ideen, sei­nes Verständnisses für Technik, seines Erfindergeistes und seines Blicks für Design und besondere Details. Die aus­ge­zeich­ne­te Qualität der japanischen Automobile und Motorräder, ihre innovativen Extras und der erschwingliche Preis brachten Honda den weltweiten Erfolg. Dieser stand bis 1973, dem Jahr Hondas Pensionierung, in direkter Verbindung zu Sōichirō Honda, des­sen Lebensinhalt Motoren, Innovationen und die Weiterentwicklung der Technik waren.

Sōichirō galt als willensstarke Persönlichkeit, die gewohnt war, Ideen zu entwickeln und auch durchzusetzen. Trotz seines im­mer­wäh­ren­den Einsatzes in seinem Unternehmen widmete er sich mit viel Zeit seiner Familie, seiner Frau, einem Sohn und zwei Töchtern, wie er es aus dem eigenen Elternhaus gewohnt war. Das Familienleben gab ihm die Kraft und Inspiration zu neuen Ideen und Entwicklungen und die Ausdauer kleinere Rückschläge zu verkraften. Auch legte Honda Sōichirō nicht nur bei seinen Automodellen und Motorrädern Wert auf ausdrucksstarkes Design, auch er selbst war eine elegante Erscheinung und kleidete sich gern nach der neuesten Mode.

Im Jahr 1973 wurde der Unternehmer pensioniert und zog sich als Präsident der Honda Corporation zurück. Aber auch danach widmete er dem Unternehmen viel Zeit, vor allem aber der „Honda-Stiftung“, die sich um eine verträgliche Beziehung zwischen Umwelt und Technik kümmerte; ein Thema, das Sōichirō Honda in Japan schon viele Jahre sehr am Herzen lag. Honda verstarb am 5. August 1991 an einem Leberleiden in einem Krankenhaus in Tokyo. Mit Honda Japan hinterließ er ein weltweit er­folg­rei­ches Unternehmen. Seinen Erfolg beschreibt er selbst markant mit einem seiner bekanntesten Zitate: „Erfolg ist das eine Pro­zent deiner Arbeit, das aus 99 Prozent Fehlern entsteht.&ldduo;