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Hayao Miyazaki

Animationsfilm-Regisseur, Gründer Studio Ghibli

Miyazaki Hayao ist der Gründer des Erfolgsstudios Ghibli, das zahlreiche bekannte Anime veröffentlichte. Er ist Mangaka, Re­gis­seur, Drehbuchautor und Produzent. Seine Filme und Manga sind auf der ganzen Welt bekannt und alle seine Werke sind im Ghibli Museum in Japan ausgestellt.

Miyazaki und seine Vision

Hayao Miyazaki wurde am 5. Januar 1941 in Tokyo geboren. Er kam aufgrund des Berufs seines Vaters als Flugzeugbauers schon früh in Kontakt mit den Maschinen. Daraus hat sich eine Liebe zu Flugzeugen und Luftschiffen entwickelt, die er in seinen Filmen gerne zur Schau stellt. In seiner Kindheit lebte er in der Stadt Utsunomiya, welche 100 km nördlich von Tokyo liegt, da die Familie nur so den heftigen Attacken der Alliierten in Japan entfliehen konnte. Als Kind hat er viele Erfahrungen in der Natur sam­meln können, was ihn nach seiner Schulzeit zu einem Studium in Ökonomie und Politikwissenschaften brachte. Während des Studiums wurde sich Miyazaki bewusst, was der Mensch mit dem Ökosystem der Welt anstellt.

1963 fing er an, bei Studio Toei zu arbeiten, wo er unter anderem an der Umsetzung des Anime „Heidi“ beteiligt war. Er war als Zeichner angestellt und lernte dort seinen späteren Geschäftspartner Isao Takahata, den Altmeister des japanischen Trickfilms, kennen, der ihm seine Unterstützung anbot. Sie beschlossen ein eigenes Studio zu gründen. Dies war jedoch erst durch den Erfolg „Das Schloss des Cagliostro“ möglich. Dieser Film machte Miyazaki und Ghibli 1979 bekannt. Danach folgte sein erstes großes Werk.

Der Manga „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ verhalf ihm 1982 zu großer Popularität. In dieser Geschichte brachte er seine typischen Merkmale zu tragen. Diese waren Luftschiffe, eine Welt, die sich aufgrund der Menschen gegen diese richtet und ein junges Mädchen, das den Helden der Geschichte darstellt. Miyazaki wollte schon früh zeigen, dass der Mensch die Erde durch sein Verhalten auf lange Sicht zerstören wird. Zwei Jahre später wurde der Manga verfilmt und brachte genug Kapital für Hayao Miyazaki, um Studio Ghibli zu gründen. Hayao Miyazaki und Studio Ghibli verzaubern seitdem die Welt mit ihren Filmen. Das Studio vertreibt die Werke von Miyazaki, aber auch anderer erfolgreicher Künstler und Filme seines Sohnes Goro. Der Name leitet sich von einer arabischen Bezeichnung für Wüstenwind „gibli&ldquo ab, nachdem mehrere italienische Flugzeuge benannt wurden. Miyazaki meinte, er wolle durch das Studio frischen Wind in die Anime-Szene bringen.

Der erste Film des neuen Studios war „Das Schloss im Himmel“, welches die Geschichte zweier Kinder erzählt, die die flie­gen­de Stadt Laputa suchen. Dabei wird auf das Werk „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift angespielt. Weitere Filme waren „Die letzten Glühwürmchen“ und „Mein Nachbar Totoro“, das extrem erfolgreich ist. „Kikis kleines Lieferservie‘, die Geschichte um eine junge Hexe mit einer Katze, kam 1989 in die Kinos und war ein großer Erfolg und nicht so schwermütig wie die anderen Filme. „Porco Rosso“ kam 1992 heraus. 1997 wurde sein bis dahin erfolgreischtes Werk „Prinzessin Mononoke“ veröffentlicht. Dieses erlangte weltweiten Ruhm und greift die typischen Symbole von Miyazaki auf. Der Kampf der Natur gegen die Menschen, die die Natur ausbeuten und selbst vor Gottheiten wie dem Waldgott nicht Halt machen, zeigt Miyazakis Ansicht von dem Pro­blem des Menschen in einem Ökosystem. 2001 kam das größte Werk des Studios, „Chihiros Reise ins Zauberland“, in die Kinos und gilt heute noch als der meistausgezeichneste Trickfilm der Welt. Auch die beiden folgenden Filme „Das wandelnde Schloss“ (2004) und „Ponyo“ (2008) waren sehr erfolgreich.

Miyazaki erhielt mehrere Nominierung und Awards, galt 2005 als einer der einflussreichsten Menschen der Welt und wurde als Person mit besonderen kulturellen Verdiensten für Japan ausgezeichnet.