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Tauchen in Okinawa

Hammerhaie Seeanemonen und Clownfische Schwarmfische

Okinawa ist schon länger ein Geheimtipp unter Tauchern. Temperaturen von durchschnittlich 16°C im Winter erlauben ganzjährige Tauchgänge.

In der Region Okinawa gibt es interessante Tauchspots: Auf der Hauptinsel Okinawa gibt es beispielsweise den „Zampa Point“, an dem es besonders viele Höhlen gibt oder die „Ginowan Gardens“, die ihren Namen von der dort angesiedelten Vielfalt an Korallen haben. Des Weiteren gibt es das Schiffs­wrack der „USS Emmons“, welches ein Überbleibsel des Zweiten Weltkriegs darstellt. Eine besonders imposante Höhle ist die „Manza Dream Hole“.
Die Kerama-Inseln bieten, mit einer Tauchtiefe zwischen fünf und 35 Metern, Möglichkeiten für Taucher aller Kompetenzstufen. Hier finden sich ebenfalls zahlreiche Höhlen. Weißer Sandboden und glasklares Wasser führen dazu, dass man beim Tauchen eine besonders gute Sicht hat.
Der „Devils Palace“ auf einer der Miyako-Inseln ist ein weiterer Spot, an dem es vor allem Höhlen zu sehen gibt: Unterwasserhöhlen verschiedener Größe erinnern an einen Palast und geben dem Ort seinen Namen. Der Spot „Tori­ike“ besteht aus vielen unterirdisch verbundenen Seen, die ein Höhlensystem bilden, welches außerdem mit dem Meer verbunden ist. Auf dieser Insel­grup­pe befindet sich mit „Yabiji“ darüber hinaus das größte Korallenriff Japans.

Beim Tauchen in der Region Okinawa sieht man eine große Bandbreite an Meeresbewohnern und geologische Formationen. Zu den heimischen Tier­ar­ten zählen beispielsweise Meeresschildkröten, Hammerhaie, Weißspitzen-Riffhaie, Aale, Rochen, und eine große Artenvielfalt an Fischen. Besonders eindrucksvoll beim Tauchen ist die Begegnung mit Fischschwärmen. Des Weiteren gibt es in der Region eine große Anzahl an Korallenarten, die an vielen Stellen Korallenriffe bilden. Unter Wasser gibt es außerdem zahlreiche Höhlen, Höhlensysteme und Felsspalten zu sehen.
Außerdem gibt es zahlreiche interessante Tauchspots auf den Yaeyama-In­seln, die sich durch eine Vielfalt an Meeresbewohnern auszeichnen.

Zum Tauchen Okinawa aufzusuchen ist nur eine von vielen Möglichkeiten für Wassersport. Wer keine Lizenz zum Tauchen besitzt, kann in den flacheren Gewässern Okinawas Schnorcheln. Zudem laden die großen Vorkommen an Thunfisch, Goldmakrelen und Marlin zum Sportfischen ein. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Region im Kajak oder Bananenboot zu erkunden oder sie beim Fallschirmsegeln von oben zu betrachten. Andere mögliche Wassersportmöglichkeiten sind Windsurfen, Kitesurfen, Rafting, Segeln, Wasser-Ski und natürlich Schwimmen.

Yonaguni — das Machu Picchu Okinawas

Unterwasser Gesteinsstufen Gesteinsformation

Ein besonderer Ort zum Tauchen ist das Yonaguni-Monument in der Nähe der Insel Yonaguni. Im Jahr 1985 entdeckte der Japaner Kihachiro Aratake, der selbst Besitzer einer Tauchstation war das Monument bei einem seiner Tauchgänge zur Suche neuer Tauchareale. Nach und nach erkundete er die Steinformation, die heute ein wichtiger Tauchspot in der Region ist. Ins­ge­samt umfasst die Fläche des Yonaguni-Monument 5 km² und befindet sich in 5 bis 90 Metern Tiefe. Es handelt sich im Wesentlichen um einen rie­si­gen rechteckigen Gesteinsblock, dessen Oberfläche 150 mal 200 Meter misst. Um das Plateau herum laufen treppenartige Gesteinsstufen nach oben hin zu und geben dem Gebilde ein pyramidenartiges Aussehen. Au­ßer­dem gibt es Kanäle, die von senkrechten Wänden gesäumt werden. Die Win­kel und Pro­portionen sind relativ exakt.

Nach der Entdeckung der Unterwasserruine wurde sie genauestens un­ter­sucht und es entfachte sich eine bis in die heutige Zeit andauernde Kon­tro­ver­se darüber, ob die Formation natürlichen oder künstlichen Ursprungs ist. Von Kihachiro Aratake entdeckte Schriftzeichen, die ungewöhnliche Exaktheit der Winkel und Abmessungen, gerade Linien, sowie Hohlräume im Inneren, die auf ein Säulensystem hindeuten, weisen da­rauf hin, dass das Monument möglicherweise von Menschen geschaffen wurde. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, muss es von einer technologisch äußerst hoch entwickelten Kultur vor 8000 bis 13000 Jahren erbaut worden sein, da die Fläche zu die­sem Zeitpunkt nicht mit Wasser bedeckt war. Einige Wissenschaftler halten das Monument sogar für das älteste vom Menschen erschaffene Bauwerk der Geschichte. Andere Experten vertreten die Meinung, dass es auf vollkommen natürliche Art und Weise entstanden ist. Es handelt sich demnach um eine Erosionsplattform, die durch die Brandung entstand. Nach dem Ansteigen des Meeresspiegels behielt sie ihre Form bei, da sie nun nicht mehr der Brandung ausgesetzt war. Die Stufenbildung und die Kanäle seien durch Erosion zu erklären, so die Wissenschaftler, die das Yonaguni-Monument als natürliches Gebilde einstufen.

Schwarmfische

Ein eigenes Bild können sich Taucher machen, indem sie sich das Yonaguni-Monument aus nächster Nähe ansehen. Man kann dabei die eindrucksvolle Felsformation betrachten und ihren Aufbau erkunden. Außerdem gibt es auch in dieser Gegend eine große Artenvielfalt. Hammerhaie, Zwerg-Seepferdchen, Feuer-Schwertgrundel und zahlreiche Korallenarten sind nur einige Beispiele dafür. Zum Tauchen in der Nähe des Yonaguni Monuments sind fort­ge­schrit­te­ne Kenntnisse im Tauchen nötig, da oft starke Strömungen auftreten und sehr tiefe Bereiche gibt.