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Shinji Kagawa

Fußballspieler

Fußballer aus Fernost sind in der letzten Zeit in der Bundesliga sehr beliebt. Dieser Trend wurde auch und insbesondere durch einen Mann geprägt, der kurioserweise mittlerweile gar nicht mehr in der Bundesliga tätig ist: Shinji Kagawa. Kaum ein an­de­rer Fußballer aus Japan hat in derartig kurzer Zeit den Sprung aus dem eigenen Land in die Bundesliga und mittlerweile sogar in die Premier Leaque geschafft!

Die Anfänge

Geboren wurde Kagawa am 17.03.1989 in Kobe, Präfektur Hyogo, Japan. Schon von klein auf begann Shinji Kagawa Fußball zu spielen. Bereits im frühen Jugendalter wechselte er zum Verein FC Miyagi Barcelona, wo er bis 2003 im Junior Youth und an­schlie­ßend im Youth-Team spielte. 2007 debütierte er für den Club Cerezo Osaka in der J-Leaque Division 1, nachdem er ein Jahr lang hauptsächlich in der Jugendmannschaft des Klubs gespielt hatte. Im Jahr 2006 wurde er auch erstmalig für Japans U-20 Nationalmannschaft nominiert. 2008 folgte die Nominierung in die japanische Olympia-Auswahl, jedoch wurde Japan Gruppenletzter und schied aus. Im Vereinsfußball lief es indes wesentlich besser und so hatte er bereits im zweiten Jahr bei Cerezo Osaka 35 Kurzeinsätze, in denen er fünf Mal treffen konnte. 2009 gelang ihm mit Osaka der Aufstieg in die erste Liga. Insgesamt bestritt er 125 Spiele für den Verein und erzielte 55 Tore, was für einen offensiven Mittelfeldspieler fast schon eine Traumquote darstellt.

Wechsel in die Bundesliga!

Im Auftrag der Spieleragentur von Thomas Kroth wurde Kagawa zu Tests bei Borussia Dortmund, FC Schalke 04 und Bayer 04 Leverkusen eingeladen. Borussia Dortmund nahm den 172 cm großen Kagawa schlussendlich für drei Jahre unter Vertrag und überwies eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von schlappen 350000 Euro nach Osaka. Seinen ersten internationalen Dop­pelpack erzielte Kagawa im Europa-Leaque-Spiel gegen FK Quarabag Agdam aus Aserbaidschan und machte dort erst­ma­lig richtig auf sich aufmerksam. Der erste Bundesligadoppelpack sollte indes nicht lange auf sich warten und diese Treffer hat­ten es auch kräftig in sich: Ausgerechnet im großen Revierderby erzielte Kagawa für Borussia Dortmund gegen den Erzrivalen aus Schalke das 1:0 und 2:0, am Ende gewann der BVB mit 3:1. Kagawa wurde zum Star.

International musste Kagawa indes fünf Spiele auf den nächsten Treffer warten bis er, bei seiner Körpergröße eher un­ge­wöhn­lich, das 1:0 für den BVB im Spiel gegen Karpaty Lwiw ausgerechnet per Kopf erzielte. Am Ende dieser Saison 2010/2011 wurde er mit Borussia Dortmund gleich auf Anhieb deutscher Meister. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits zehn A-Länderspiele für Ja­pan bestritten und sein Marktwert sollte noch weiter steigen.

Er wurde für die WM 2010 nominiert, konnte jedoch aufgrund einer Verletzung nicht alle Vorbereitungsspiele bestreiten und ent­schied sich folglich, seine WM-Teilnahme abzusagen. Da der Verband ihn jedoch für zu wichtig für den Kader befand, wurde er als Reservist nominiert. Bei der WM stand Kagawa jedoch nicht im Aufgebot.

In der Saison 2011/2012 war für Kagawa der Höhepunkt seiner Bundesliga-Karriere gekommen, was zu diesem Zeitpunkt je­doch noch keiner ahnen konnte. Er gewann mit dem BVB sowohl den DFB-Pokal als auch erneut die deutsche Meisterschaft. Da sein Vertrag bis zum 30.06.2013 lief, wollte der BVB gerne mit dem technisch hochbegabten Mittelfeldmann verlängern, doch Kagawa lehnte ab, da er ein Angebot von den Red Devils aus England, Manchester United, vorliegen hatte. Für satte 15 Mil­li­o­nen Euro wechselte er in der Sommerpause 2012/2013 nach England.

Bei Manchester United erhielt er einen Vertrag bis 2016 und erzielte gleich im zweiten Spiel im heimischen Old-Trafford-Stadion sein erstes Premier Leaque Tor für United.
Obgleich viele Fußballexperten Zweifel hatten, dass der eher zierliche Mittelfeldmann in der hart umkämpften und körper­be­ton­ten Premier Leaque zurechtkommen würde, läuft es für Kagawa dort sehr gut und es ist davon auszugehen, dass United der nächste Schritt in Kagawas großartiger Karriere sein wird.