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Japan Studienreisen

Der Akan-Nationalpark

Wildes Paradies im Osten Hokkaidos

Der Akan-Nationalpark, Hokkaidos ältester Nationalpark, liegt im östlichen In­land der Insel und ist mit seinen 905 km² Fläche einer der größten japa­ni­schen Nationalparks. Starke Temperaturschwankungen zwischen Sommer (30°C) und Winter (-30°C) sind unter anderem der Grund für die vielfältige Landschaft, die den Akan-Nationalpark auszeichnet und die ein Wechselspiel von subarktischen Urwäldern, Vulkanen und Kraterseen bildet.
Hokkaido ist eine der vier Hauptinseln Japans und liegt im Norden des Lan­des. Es ist besonders wegen seiner unberührten Vegetation, heißer Quellen und einer reichhaltigen Fauna zu empfehlen.

Karte

Highlights

Kawayu Onsen

Kawayu Onsen ist eine heiße Quelle, die dem Berg Io entspringt. Das Ressort, durch das sie fließt, ist umgeben von Misch­wäl­dern und die Wanderwege entlang des Wassers führen durch eine sich je nach Jahreszeit ändernde Landschaft. Im Fluss kann man sich bei einem heißen Fußbad kostenlos aufwärmen.
Die kleine Stadt verfügt zudem über ein Sumo Museum, welches dem erfolgreichsten Sumosportler und Sohn der Stadt, Taiho Koki, gewidmet ist.

Shiretoko Iosan

Der Schwefelberg Io ist ein aktiver Vulkan. Durch die über 1500 kleinen Krater an der kargen, rötlich-braunen Oberfläche ent­la­den sich regelmäßig vulkanische Gase und Wasserdampf in Gestalt von weißem Rauch.

Der Einfluss der vulkanischen Gase auf die Umgebung ist so groß, dass einzig alpine Gewächse wie Zwergpinien und Rho­do­den­dren in einiger Entfernung am Fuße des Berges wachsen.

Tsutsujigahara

Der Berg Tsutsujigahara ist mit einer einzigartigen Vielfalt an Vegetation bewachsen, darunter auch Hochgebirgspflanzen, ob­wohl er sich nur 140 m über dem Meeresspiegel befindet. Angelegte Wanderwege führen zur Kawayu-Ebene (mit 100 ha Fläche die größte ihrer Art), die in den Monaten Juni bis Juli über und über mit weißen Blüten bedeckt ist.

Mashu-ko

Masshu-See

Der Mashu-See ist durch die umliegenden Klippen und Wälder beinahe un­zu­gänglich, dennoch kann man ihn von ver­schie­de­nen Aussichts­platt­for­men optimal betrachten. Sein Wasser zählt zu den klarsten der Welt, die Sicht ist hier 20–40 m tief.
Meistens liegt eine dichte Nebeldecke über dem Kessel, dennoch wech­selt der See je nach Jahreszeit seine Farben in den schillerndsten Blau- und Grün­tö­nen.

Kussharo-ko

Kussharo-See

Der Kussharo-See zählt zu den berühmtesten Kraterseen der Welt und ist umgeben von heißen Quellen, so dass er auch im Winter nur selten gefriert und Lebensraum für zahllose Schwäne bietet. Gefriert er den­noch einmal komplett, kann man hier bizarre Figuren und Muster aus Eis be­ob­achten.

Bihoro Toge

Dieser Gebirgspass bietet einen fantastischen Blick auf Kussharo-See und einen weiten Blick über den Krater bis zum Io, der Wakoto-Halbinsel und den Shiretoko-Bergen.
Der Pass war darüber hinaus Schauplatz zahlreicher Filme.

Mokoto-yama

Der Mokotoyama ist ein Vulkan, der bis zur Bildung des Kussharo-Kra­ter­sees aktiv war. Die höchste Spitze des Berges ist ca. 1000 m über dem Meeresspiegel und bietet Kletterern einen atemberaubenden Blick bis zum Shiretoko-Gebirge. Hier wachsen zahllose Kirschbäume, die spät im Jahr blühen und Wanderern dann ein einzigartiges Naturschauspiel bieten.

Wakoto-Halbinsel

Als ein Überrest eines Vulkans und durch die Krater an der Oberfläche, die nach wie vor heiße Dämpfe ausstoßen, ist der Bo­den der Insel stark erwärmt und gefriert auch im Winter nicht. Er ist das ideale Winterquartier der japanischen Zikade, einer ge­schützten Art, deren Brummen man das ganze Jahr hören kann.
Um die Insel herum kann man beobachten, wie heiße Gase in großen Blasen an die grüne Wasseroberfläche treten.

Nishibetsudake

Der Berg Nishibetsudake erhebt sich knapp 800 m über dem Meeresspiegel im Osten des Kussharo-Sees und ist leicht und angenehm zu besteigen. Er gilt als exzellenter Aussichtspunkt zum Mashu-See und ist übersät mit alpinem Bewuchs.

Fauna und Flora

Die extremen Temperaturunterschiede ermöglichen hier das Gedeihen von nahezu 800 verschiedenen Pflanzenarten und 24 Säugetierarten. Ein großer Teil des Bewuchses besteht aus weiten Nadel- oder Laub­wäl­dern wie der Ezo-Pinie, der Sachalin-Tanne, weißen Birken und alpinem Heidekraut wie der Miqueliana, einem Beerengewächs.
Berühmt jedoch ist der Akan-Nationalpark für Marimo (Aegagropila, auch „Algenkugel“), eine Algenart, die aufgrund ihres runden Wuchses ein be­sonders beliebtes Aquariengewächs ist.

Der Park bietet Lebensraum für eine Vielzahl an Tierarten. Braunbären, Wildvögel und bedrohte Spezies wie der Riesenfischuhu (Bubo blakistoni) leben hier, sowie der Rotlachs (Oncorhynchus nerka), von dem vielerorts behauptet wird, er sei der schmack­hafteste seiner Art.

Freizeitmöglichkeiten

Frühling–Herbst: besonders Kletterern, Wanderern, Tauchen; Badeurlaubern und für Kanufahrten zu empfehlen. Die Laub­fär­bung ist im Herbst besonders schön.
Winter: zu empfehlen sind Wanderungen und die heißen Quellen, die einen mit ca. 40°C wieder aufwärmen.
Beliebt sind Eisfischen, Eislaufen oder eine Schneemobilfahrt, wenn die Seen komplett zugefroren sind.