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Takauji Ashikaga

Japanischer Schogun

Der Shōgun Ashikaga Takauji war der Gründer des Ashikaga-Shōgunats und gilt als der Begründer der Muromachi-Zeit in Ja­pan. Diese wurde nach dem Stadtteil Muromachi in Kyoto genannt, da dies der Regierungssitz der Familie Ashikaga war.

Das Leben des Ashikaga Takauji

Takauji Ashiakaga wurde im Jahr 1305 in der heutigen Tochigi Provinz in der Kanto Ebene geboren. Er gehörte zur Familie der Samurai aus der Linie des Seiwa-Genji, einem Familienzweig der mächtigen und lange herrschenden Minamoto. Die Linie stammt von dem 56. Tennō Japans (Seiwa) ab, der von 858 bis 876 regierte. Seine Mutter entstammte jedoch der Hōjō-Linie.

1333 war das Kamakura-Shōgunat in Japan an der Macht. Ashikaga war zu dieser Zeit ein mächtiger Grundbesitzer der zur Zer­schlagung der anwährenden Genko-Rebellion nach Kyoto geschickt wurde. In einem desilluionierten Zustand über die der­zei­ti­ge Regierung schloss er sich dem aus dem Exil zurückgekehrtem Go-Daigo an, der zuvor auf die Insel Oki verbannt wurde. Takauji verbündete sich mit Go-Daigo, der wieder als Kaiser fungieren wollte und konnte mit Hilfe von Ashikaga und Nitta Yoshi­sada das Kamakura-Shōgunat zerschlagen. Die beteiligen Hōjō, einer der damals mächtigsten Clans wurde zerstört und somit war der Weg für Go-Daigo wieder frei. Er nahm seinen Platz als Tennō wieder ein und Ashikaga stand unter ihm.
Die Samurai, die in Clans zusammenlebten, wurden immer unzufriedener mit der damaligen Situation, da Go-Daigo wieder die Verhältnisse der Heian-Zeit anstrebte, die große Zeit der Tennō. Ashikaga wurde darauf aufmerksam und in seiner Voraussicht und Klugheit warnte er ihn. Go-Daigo ignorierte ihn jedoch. Ashikaga konnte viele Samurai zu seiner Sache ziehen und somit eine Samurai-Rebellion verhindern, die dem Reich nicht gut getan hätte.

1335 versuchte ein Abkömmling der Hōjō, Hōjō Tokiyuki, das Kamakura-Shōgunat wieder herzustellen und startete die Naka­sen­dai-Rebellion, die Verwirrungen und Panik in der Restauration sähte. Ashikaga musste nicht nur auf dem Schlachtfeld, son­dern auch als Hintermann in der Politik diese Rebellion niederschlagen. Nachdem er Hōjō Tokiyuki besiegt hatte, besetzte er selbst Kamakura mithilfe seiner Samurai und nannte sich Shōgun. Er lehnte sich somit gegen den Sohn des Go-Daigo, Prinz Moriyoshi auf und wurde im Land als Verräter bezeichnet. Er verteilte ohne Genehmigung Länderein und ließ seine Gefolgsleute solche erhalten.
Kaiser Go-Daigo, erbost von Ashikagas Verhalten, sandte Nitta Yoshisada aus, mit dem Ashikaga Takauji einst Seite an Seite für die Sache des Kaisers kämpfte. Die Schlacht bei Hakone Take no Shita war ein Sieg für Ashikaga und er konnte bis nach Kyoto marschieren und es auch erobern. Nach Neugruppierungen der Armeen von Yoshisada und Kusunoki Masashige, die gegen Kyoto marschierten und zu stark für Ashikaga gewesen wären, musste der Samurai nach Kyushu fliehen. Dort fand er zu neuer Stärke und konnte wieder gegen Kyoto marschieren. An der entscheidenden Schlacht am Minato konnte Ashikaga Yoshisada und Masahige besiegen, worauf der letztere Seppuku, den rituellen Selbstmord, beging. Nach der Schlacht übernahm Ashikaga Takauji Kyoto und setzte den Gegen-Kaiser Komyo auf den Thron, der daraufhin von Ashikaga unterstützt wurde. 1338 erhielt Ashikaga Takauji den offizielen Titel „Shōgun“. Nach der Besetzung von Kyoto fing die turbulente Zeit der Nord- und Südhöfe an, die mit dem Anfang der Sengoku Jidai, der Zeit der streitenden Reiche, endete.

Am 7. Juni 1358 erkrankte Takauji und starb. Er ließ sein Reich jedoch nicht in den Händen seines einstigen Kaisers Go-Daigo, dessen Nachfahren von Yoshino aus gegen Kyoto wetterten, sondern setzte seinen Sohn als Nachfolger ein. Sein Enkel Ashi­kaga Yoshimitsu konnte den Konflikt des gespaltenen Kaiserhauses lösen und so konnte Japan bis 1477 von den Ashikagas und dem Tennō geschützt werden. In dieser wuchs die Kultur in Japan und ausländische Händler fanden immer mehr Wege in das Inselreich.