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UNESCO Weltkulturerbe & Weltnaturerbe in Japan

Kaiserstadt Nara

Kofukuji Tempel

Kaiserstadt Nara

Der Kofukuji-Tempel ist ein buddhistischer Tempel in der japanischen Stadt Nara, der vermutlich im Jahre 669 vom Fujiwara Clan in einem Bezirk von Kyoto errichtet und im Jahre 710 in die damalige Hauptstadt Nara verlegt und wiederaufgebaut wurde. Der Kofukuji liegt in unmittelbarer Nähe des heiligen Shinto-Schreins Kasuga-Taisha.

Das UNESCO Weltkulturerbe Japan Kofukuji wurde im Jahre 1998 in die UNESCO Liste als Weltkulturerbe der „Historischen Monumente der Stadt Nara“ aufgenommen. Mit ihren Hallen und den beiden Pagoden zählt die Tempelanlage zu den Haupttempeln des Hosso-shu, einer frühen Schule des japanischen Buddhismus, die auf der chinesische Schule des Faxiang basiert.

Die historischen Monumente des alten Nara zeichnen sich in Folge der damaligen kulturellen Beziehungen Japans mit China und Korea für zahlreiche wegweisende Entwicklungen im Bereich der Architektur und Kunst verantwortlich. Das ursprünglich in einem Bezirk Kyotos errichtete UNESCO Weltkulturerbe Japan Kofukuji wurde im Jahre 710 durch die Verlegung der Landeshauptstadt nach Nara dort wieder aufgebaut. Im 11. Jahrhundert gewann der Kofukuji immer mehr an Bedeutung im religiösen Leben Japans und konnte dadurch verschiedene große Tempel in seinen Macht­be­reich vereinigen. Im 12. Jahrhundert verlor der Tempel immer mehr an Einfluss und somit auch einen Großteil seiner zahlreichen Gönner. Im Jahre 1180 wurde er schließlich gleich zu Beginn des fünf Jahre andauernden Gempei-Kriegs vollständig zerstört.
Fünfstöckige Pagode Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung des Fujiwara-Clans wurde der Kofukuji nach dem Krieg wieder aufgebaut. Vom 13. bis 16. Jahr­hundert übernahm der Kofukuji-Tempel die Funktion des Schutztempels der Provinz Yamato und war in dieser Rolle in viele kriegerische Auseinander­set­zun­gen verwickelt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verlor der Tem­pel durch die Erhebung des Shintoismus zur Staatsreligion enorm an Bedeutung und wurde schließlich sogar enteignet. Nach vielen leidvollen Jahren wurde der Kofukuji letztlich in den Status eines der drei Haupt­tempel des Hosso-shu Buddhismus erhoben.

Das UNESCO Weltkulturerbe Japan Kofukuji zählte zu den vier großen Tempel der Nara-Zeit im achten Jahrhundert und zu den sieben großen Tempeln der von dem Ende des 8. Jahrhunderts bis zum Ende des 12. Jahrhunderts andauern­den Heian-Zeit. Von den ursprünglich 175 Gebäuden seiner Anfangszeit existieren heute nur noch zwei Pagoden und einige Hallen, darunter die drei Haupthallen. Weitere Gebäude der Anlage sind das Nationale Museum und die Nati­o­nale Schatzkammer. Die Tempelanlage liegt auf dem Gebiet des Nara-Parks. Der Park bietet mit den dort frei lebenden Sikahirschen, dem Wahrzeichen der Stadt Nara, eine besondere Attraktion.
Die Gojunoto ist eine fünfstöckige Pagode, die sich im Osten der Anlage befindet. Mit fünfzig Metern ist sie die zweit­höchste Pagode Japans. Das Bauwerk beherbergt vier Buddha-Triaden, die um die zentrale Säule gruppiert sind. Die Buddha-Triaden stellen die vier Buddhas Yakushi (Heilender Buddha), Shaka (Historischer Buddha), Amida (Buddha des unendlichen Lebens) und Miroku (Buddha der Zukunft) mit jeweils zwei Begleitern dar. Die im Westen der Anlage gele­gene dreistöckige Pagode Sajunoto wurde im Jahre 1143 erbaut und zum Ende des selbigen Jahrhunderts restauriert. Das Bauwerk zählt zu den schönsten Pagoden des Landes und beinhaltet vier Holzgemälde, die wiederum jeweils tausend kleine Bilder der in der fünfstöckigen Pagode ausgestellten Buddhas darstellen.
Statue des Yakushiji-Buddha Weitere Anziehungspunkte des Tempels sind die drei goldenen Haupthallen. Die älteste Halle ist die sogenannte Chukondo, die zentrale Haupthalle. Diese Halle wird zur Zeit restauriert und soll voraussichtlich im Jahre 2018 wieder­eröffnet werden. Die vielfältigen Reliquien der zentralen Halle werden bis dahin in der etwas nördlicher gelegenen Karikondo, der temporären Halle, gelagert. Das charakteristische Merkmal der nördlichen Haupthalle Hokuendo ist ihre achteckige Form. In dieser Halle werden Statuen des Buddhas der Zukunft Miroku, zweier Gründer der Hosso-shu Schule und der vier Himmelskönige ausgestellt. Die östliche Halle Tokondo gilt als nationales Kulturgut und zeigt unter anderem ein großes Bild des heilenden Buddhas Yakushi sowie Statuen der drei Bosatsus Nikko, Gakko und Monju. In der südlichen Halle Nanendo sind die Statuen der sechs Gründungsväter der Hosso-shu Schule zu finden.
Sowohl die Nationale Schatzkammer, in der japanischen Sprache „Kokuhonkan“ genannt, als auch das Nationale Museum beherbergen überaus wertvolle Kunstschätze. Im Kohuhonkan befinden sich fünf aus der Frühzeit des Buddhismus stammende Statuen, darunter die des Kriegsgottes Ashura, sowie ein bronzener Buddhakopf. Darüber hinaus werden hier auch Beispiele des damaligen Kunsthandwerks sowie Bücher, Gemälde und historische Dokumente aus dieser Zeit zur Schau gestellt.

Südliche Achteckige Halle Panorama Tempelkomplex

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Eine Übersicht der Weltkulturerbestätten in Japan

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