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UNESCO Weltkulturerbe & Weltnaturerbe in Japan

Kaiserstadt Nara

Kasuga-Taisha Schrein

Kaiserstadt Nara

Die Adelsfamilie Fujiwara erbaute 768 in der Kaiserstadt Nara den Shinto-Schrein Kasuga-Taisha zu Ehren ihrer Ahnengötter. Während der Tagund­nacht­gleiche erstrahlt der Schrein im Licht der zu ihm gehörenden un­zähl­i­gen Laternen und bietet einen unvergesslichen Anblick.

Durch eine mit tausenden von Stein- und Bronzelaternen gesäumten Allee gelangt man zu dem eigentlichen Schrein. Im Innern des Kasuga-Taisha setzt sich die Laternenfülle fort. Durch die eigenwillige Konstruktion des Daches wurde die Kasuga-Architektur begründet, was die Einzigartigkeit dieser Stätte noch mehr hervorhebt. Zu Recht wurde sie 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe Kasuga-Taisha ernannt.

Shintoistisch gesehen sind die Hirsche in Japan heilige Tiere. Überall im Nara-Park und auch in der Stadt selbst begegnet man zahmen Hirschen und Rehen. Der Legende nach wurde im Wald um Nara ein weißes Reh gefunden und aus Ehrfurcht vor ihm der Kasuga-Taisha errichtet. Offiziell wurde der Kasuga-Taisha von der Adelsfamilie Fujiwara 768 erbaut, aber es wird auch eine frühere Zeit, nämlich um 710 zu Beginn der Nara-Zeit in Betracht gezogen. Ein bedeutender Staatsmann und Mitglied der Fujiwara-Familie erhielt für seine Verdienste Privatland, das also nicht dem Tenno gehörte, auf dem er einen Schrein erbauen wollte. Vier Götter sollen zu Hilfe geeilt sein, auf dieser Legende beruht auch die Viererteilung der Haupthalle. Der Hauptschrein wurde auf dem Berg Mikasa errichtet, aber später in zwei Schritten an dessen Fuß verlegt. Auf dem Fundament des ursprünglichen Schreins wurde ein Nebenschrein gebaut, das Hauptgebäude befand sich seitdem am Fuße der heiligen Berge Kasugayama und Mikasayama. Während der Heian-Periode erlebte der Shinto-Schrein seine Blütezeit. Als erbliche Regenten des Tenno baute die Fujiwara-Familie ihre Machtposition aus, damals ließen sie den Kofuku-ji, den buddhistische Haustempel der Familie, mit in den Schrein einbinden. Bis zur Edo-Zeit war die Familie als religiöse Stütze die wichtigste des Hofes. Der Kasuga-Taisha zählte damals zu den drei wichtigsten Schreinen Japans. Nach Shinto-Regeln muss der Schrein alle 20 Jahre zerstört und neu aufgebaut werden, dies geschah 20mal, der heutige, das UNESCO Weltkulturerbe Kasuga-Taisha, stammt aus dem Jahr 1863.

Haupttor des Schreins von Innen Laternengesäumter Weg Bronzelaternen Eingangstor

Das UNESCO Weltkulturerbe Kasuga-Taisha liegt im Nara-Park, in dem man immer wieder den zahmen Hirschen und Rehen begegnen kann. Der Schrein liegt tief im Wald, abgeschieden von den anderen Tempelanlagen im Park. Man erreicht ihn über eine kiesbedeckte Allee, die von 2000 Stein- und 1000 Bronzelaternen eingesäumt ist. Es ist charakteristisch für die Shinto-Schreine, sie in die Natur einzubinden. Während der Zeit für den langen Weg über die Allee soll der Geist vor dem Eintritt zum Schrein frei und offen gemacht werden. Die Laternenflut setzt sich im Innern des Schreins fort, sie sind alle von Gläubigen gespendet, die sich dadurch von den Göttern Schutz erhoffen. Die Gebäude des Schreins sind zinnoberrot und geben in dem umliegenden Wald ein elegantes Bild ab. Durch die Torii, die prunkvollen Tore, gelangt man in das Innere des Schreins. Die Torii sollen das Verlassen der endlichen Welt und den Eintritt in die unendliche Welt der Götter symbolisieren. Der Haupteingang zum Kasuga-Taisha be­findet sich im Süden, gleich zu Beginn kommt man an einem Brunnen vor­bei, in dem man sich die Hände reinigen soll. Die Pracht des Haupttores steht im Gegensatz zu der Schlichtheit der bescheidenen viergeteilten Haupthalle, in der die vier Ahnengötter der Fujiwara-Familie eingeschreint sind. Zu jedem dieser Schreine gehört ein heiliger Baum, ihn erkennt man an dem um seinen Stamm gebundenen Strohseil. Das Hauptgebäude ist ganz dicht von Nebengebäuden umringt, fast schon umzingelt. Im Innern, in den Korridoren und offenen Gängen sind überall Laternen platziert, die eine Opfergabe der Gläubigen sind.
Nördlich des Haupttors ist die Homotsu, die Schatzkammer, gelegen. In ihr befinden sich u.a. Shinto-Insignien und Utensilien, die man zu Auffüh­run­gen der traditionellen No-Schauspiele benötigt.
Ein eingezäunter Stein direkt vor dem Schrein selbst soll eine Kenn­zeich­nung für die Götter sein. Jedes Jahr im September verlassen sie nach der Legende ihre Hausschreine, um sich am Kasuga-Taisha zu treffen. Um das Verfehlen des Ziels zu vermeiden, wenn sie vom Himmel herabsteigen, wurde der Stein als Markierung hinterlassen. Damit er nicht durch Be­sucher zerstört wird oder die Sicht versperrt werden kann, hat man ihn eingezäunt.
Zum Frühlingsfest, das in den etwa 30 Gebäuden rund um die Haupthalle stattfindet, erscheint jedes Jahr ein kaiserlicher Bote mit einer Votivgabe, einer Dankesgabe für den gewährten Schutz. Diese Zeremonie wird von traditioneller Musik und Tänzen begleitet.
Am 2. bis 4. Februar und am 14. und 15. August, den Laternenfesten, werden die etwa 10000 Laternen angezündet und ihr Schein lässt die Hänge des Kasugayama leuchten.

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