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Kaiserstadt Nara

Todaiji (Großer Ost) Tempel

Kaiserstadt Nara

Der Todai-ji Tempel in der japanischen Stadt Nara wurde im Jahr 745 im Auf­trag von Kaiser Shomu erbaut. Der buddhistische Tempel sollte den Zweck haben die Bevölkerung vor Katastrophen zu schützen. Der Todai-ji war das Zentrum eines Netzwerks von Tempeln, die damals in allen Provinzen er­rich­tet worden sind.

Die Haupthalle des Todai-ji Tempels ist das größte Gebäude der Welt, das ausschließlich aus Holz besteht. Im Inneren des Tempels befindet sich die größte Buddha-Statue der Welt. Im Jahr 1998 ist die Anlage gemeinsam mit anderen Baudenkmälern der alten Kaiserzeit in Japan zum UNESCO-Welt­kulturerbe erhoben worden.

Die Geschichte des Tempels reicht bis ins Jahr 735 zurück, als etwa ein Drittel der Bevölkerung Japans an den Pocken gestorben ist. Um die Bevölkerung in Zukunft vor ähnlichen Krankheitsepidemien und anderen Katastrophen zu schüt­zen, hat Kaiser Shomu in jeder Provinz buddhistische Klöster und Tempel errichten lassen. Als Zentrum dieser Ein­rich­tungen war der Todai-ji vorgesehen, der 10 Jahre später fertig gestellt wurde. Weitere sechs Jahre später, im Jahr 751 wurde die riesige Buddha-Figur fertig gestellt. Tausende Arbeiter waren notwendig, um die aus fast 500 Tonnen Kupfer bestehende Statue zu errichten. Bei der Einweihung der Statue im Jahr 752 waren mehr als 10000 Gäste an­wesend. Es war ein für die damalige Zeit gigantisches Fest. Im Lauf der Jahre wurden an der Statue immer wieder Änderungen vorgenommen. Zwei Mal ist die Halle des Tempels von einem Feuer zerstört worden, aber wieder auf­gebaut worden. Heute ist der Tempel nicht nur eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Japans. Am Gelände finden auch immer wieder Konzerte statt. So war das Gelände des Todai-ji im Jahr 1994 Schauplatz des Konzerts ‚The Great Music Experience‘ mit vielen internationalen Stars. Vier Jahre später ist der Tempel zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben worden.

Todaiji-Hauptgebäude Frontansicht Auf der Südseite des Tempels findet der Besucher das Nandaimon-Tor. Es ist eines der größten Tore Japans. Fast 30 Meter breit wird von 18 Säulen ge­stützt. Auf der linken Seite bewacht eine Statue der Gottheit Agyo mit weit geöff­netem Mund das Tor. Die Statue des Gottes Ungyo auf der rech­ten Seite hat den Mund hingegen geschlossen. Errichtet wurde dieses Tor erst im Jahr 1199. Das ursprüngliche Tor wurde mehr als 100 Jahre davor von einem Taifun zerstört. In der Zwischenzeit gab es an dieser Stelle gar kein Tor.

Hinter dem Tor befindet sich die große Buddha-Halle. Die heutige Halle wur­de 1709 wieder aufgebaut, nachdem ein Brand die alte zerstört hatte. Die Halle ist aus Holz gebaut, es handelt sich um das größte Holzgebäude der Welt. Dieser Umstand hat dazu beigetragen, dass der Todai-ji zum UNESCO-Welt­kul­tur­erbe erhoben wurde. In der Halle befindet sich die gigantische Buddha-Statue, bestehend aus fast 500 Tonnen Kupfer und Bronze. Gewacht wird Buddha von zwei Holzstatuen. In der Mitte der Halle befindet sich ein kleines Loch. Wer durchschlüpft, bleibt gesund, sagt die Legende.

Hokke-do ist eine weitere Halle auf dem Gelände des Tempels. Dieses Gebäude soll bereits vor dem Jahr 745, in dem der eigentliche Tempel errichtet wurde, existiert haben. In der Halle sieht der Besucher eine 3,6 Meter hohe Statue, umringt von zahlreichen kleineren Statuen in Form eines Mandalas.

Außerdem befindet sich am Gelände die Halle Nigatsu-do. Jedes Jahr am 12. und am 13. März findet in der Halle eine öffentliche Zeremonie statt, zu der Schaulustige aus Japan und Touristen aus aller Welt kommen. Mönche gehen in der Dunkelheit mit einer Fackel zum Brunnen, um heiliges Wasser zu schöpfen. Dieses Wasser wird in der Tempelanlage das ganze Jahr lang als Weihwasser verwendet.

Hauptgebäude des Todaiji Naras großer Buddha Innenansicht Tempel

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