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Kaiserstadt Nara

Gangoji Tempel

Kaiserstadt Nara

Der Gango-ji gilt als der älteste buddhistische Tempel Japans, in welchem auch der Buddhismus gegründet wurde und er zählt zu den 7 großen Tem­pelanlagen Naras.
Die Tempelanlage wurde zuerst im 6. Jahrhundert in Asuka errichtet und war dazumal unter dem Namen Asuka-dera bekannt.

Im Jahre 1998 ernannte die UNESCO den Gango-ji Tempel zum Welt­kultur­erbe Japans.
Bei kaum einem anderen Tempel sind der Eingang, die Pagode ebenso wie die Seitengebäude so gut erhalten und die alte Holzbauweise übt einen besonderen Charme aus. Sowohl das Gebäude Gokurakubo und die 16-Ellen-Shaka-Buddha Statuen als auch der Zen-Raum zählen zu Japans nationalen Kulturgütern. Zudem wurde der Buddhismus im Gango-ji Tempel gegründet.

Der Gango-ji trug ursprünglich den Namen Hoko-ji und er wurde von 593 bis 596 erbaut. Den Auftrag zum Bau dieser Tempelanlage erteilte Soga no Umako. Zu jener Zeit war der Tempel auch unter dem Namen Asuka-dera, bekannt, da er sich im alten Hauptstadtgebiet Asuka befand. Von 605 bis 606 wurde sowohl der 16-Ellen-Shaka-Buddha aus Kupfer als auch der 16-Ellen-Shaka-Buddha, welcher gestickt wurde, fertiggestellt und in der Kondo positioniert. Diese beiden 16-Ellen Shaka-Buddhas stellten das Hauptgnadenbild, auch Honzon genannt, dar.
Die kupferne Statue, welche 16 Fuß hoch war, konnte nur sehr schwer in der Goldenen Halle des Gango-ji Tempels aufgestellt werden, da das Tor der Halle nicht so hoch war. Allerdings schaffte es Kuratsukuri-no-Tori, welcher die Statue anfertigte, die Statue in der Halle zu platzieren.
Zwischen 716 und 718 befahl der einstige Kaiser Gensho, den Tempel nach Nara, auch unter Heijo-kyo bekannt, zu verlegen. Yakushi-ji erfüllte den kaiserlichen Befehl und der Tempel wurde verlegt. Der Tempel wurde in Shin-Gango-ji, auch Neuer Gango-ji genannt, und in Hon-Gango-ji umbenannt. Im Jahre 765 wurde der steuerfreie Landbesitz von ca. 23,4 km² vom Tempel aus kontrolliert.
Im Jahre 780 brannten sowohl Pagode als auch Kondo ab und im Jahre 887 ging der Tempel erneut in Flammen auf. er wurde allerdings erneut aufgebaut. Der Hon-Gango-ji, der Große Buddha der Asuka-Daibutsu, überstand beide Brände im Wesentlichen. Sowohl zur als auch nach der Zeit der Nara war der Shin-Gango-ji auf Grund seiner Vielzahl an Gebäuden in aller Munde. Ein Brand im Jahre 1451 zerstörte viele Gebäude der Tempelanlage. Jedoch die Halle Zenshitsu-do litt keinen erheblichen Schaden und ist auch heute noch gut erhalten. Die Haupthalle besteht seit mehr als 1200 Jahren und die Dachziegel sind Originale.

Heute sind sowohl die wertvollen Statuen des stehenden Kannon mit den elf Köpfen als auch der Medizin-Buddha, der auch Yakushi genannt wird, gut erhalten.
Da Asuka im 2. Weltkrieg Schaden erlitt und teilweise abbrannte, wurde die Tempelanlage erneut aufgebaut. Einige dieser Bauten wurden aus Stahlbeton hergestellt.
Zur heutigen Gango-ji Tempelanlage zählen 3 geschichtsträchtige Stätten, darunter auch das bestens erhaltene.
Fudo-myoo, der auch unter dem Namen unbeweglich leuchtender König bekannt ist, wird immer mit Grimmiger Mine und strengen Gesichtszügen dargestellt. In seiner rechten hand befindet sich ein Schwert, die linke Hand trägt ein Seit, welches er dazu verwendet, die Dämonen zu fangen. Fudo-myoo ist in den Abbildungen sehr oft von Flammen umzingelt. Die esoterische Seite des Buddhismus versteht unter dieser Abbildung, dass es sich hierbei um einen Verbündeten handelt, der gegen das Böse kämpft.
Dem Gango-ji Tempel wird nachgesagt, dass hier der Buddhismus gegründet wurde. Zudem ist diese Tempelanlage Zentrum der Asuka-Kultur, welche ihren Ursprung in China hatte.

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