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UNESCO Weltkulturerbe & Weltnaturerbe in Japan

Zedernwald von Yakushima

Yakushima

Auf der Granitinsel Yakushima befindet sich ein Zedernwald (Cupressus japonica), der einem Märchen entsprungen scheint. Der immergrüne Baum aus der Familie der Zypressengewächse erreicht eine Höhe bis zu 40 Metern. Die Insel selbst misst 500 Quadratkilometer und hat nur knapp 15000 Einwohner.

Der hier wuchernde Zedernwald wurde 1993 zum Weltnaturerbe erklärt. Die Besonderheiten der Geschichte und die aktuellen Erscheinungsformen von Flora und Fauna der Insel Yakushima sind herausragend. So gibt es einen Wandel der Klimazonen auf diesem Archipel von subtropisch bis hin zum alpinen Klima. Das liegt an der zum einen wärmeren Küstenregion der Insel und die bis auf 2000 Meter ansteigende Bergregion. Der Zedernwald von Yakushima befindet sich in der mittleren, warm-gemäßigten Zone.

Die knapp 2000 Meter hohen Berggipfel auf Yakushima sind nicht nur für die ganze asiatische Inselgruppe eine Be­son­der­heit, sondern historisch bedeutsam für das ganze östliche Asien. Das gleiche gilt für die uralten Zedern, auf Japanisch „Yakusugi“. Biogeografisch finden sich Spuren sowohl für holarktische also auch päläografische bio­geo­lo­gische Merkmale auf der Insel. Während die paläarktischen Regionen zeitlich den älteren Abschnitt der Tertiärzeit spiegeln, zeigen sich die holarktischen Merkmale in dem Auftreten von Kieferngewächsen, hier den Zedern.
So stellt die Insel ein außergewöhnliches Zeugnis dar nicht nur für die Entwicklung unserer Landmassen, sondern auch in der Entwicklung einer frühen Welt von Flora und Fauna.

Der Zedernwald mit seinen jahrtausendealten Bäumen ist im regnerischen Klima der Insel gut aufgehoben und zeigt sich den Besuchern in einzelnen Exemplaren von mächtiger Größe mit ausladendem Wurzelwerk was sich oftmals eindrucksvoll oberirdisch verzweigt.

Die Regenfälle im Jahr von bis zu 10 Liter Regen pro Quadratmeter tun den Bäumen gut, wenn er auch dem Besucher die Region einen Dauerregen beschert. Die Botaniker haben Zedern in der Region gesichtet, deren Alter auf 3000 Jah­re geschätzt wird. Die gesamte Insel bietet 1900 verschiedenen Pflanzenarten einen Lebensraum.

Der Zedernwald bringt auch eine besonderen Pflanzentyp hervor, der typisch für Regenwälder ist oder für Wälder, die sich in einer starken Nebelzone befinden. Es handelt sich dabei um Epiphyten, das sind Pflanzen, die parasitengleich auf anderen Wirtspflanzen sitzen. Doch sie ernähren sich nicht wie bei Parasiten üblich, von der Wirtspflanze, sondern von Nährstoffen aus Luft und Regen sowie von angewehtem Kompost. So finden sich am Fuß der Zedern viele leuch­tende Akzente aus Farnen, Flechten und Moosen.

Auch wenn die Zeder ein beliebtes japanisches Bauholz war, entschied man sich in den 60er Jahren dafür, ein Drittel dieses Zedernwaldes aufgrund dort wachsender jahrtausendealter Bäume 1993 zum Nationalpark zu erklären. Die Entwicklung in diese geschützte Zone ist das gewachsene Ergebnis der Entwicklung des Naturschutzes in Japan. So kam es vor der Ernennung zum Weltnaturerbe zur Errichtung von Nationalparks und verschiedenen gesetzlichen Ver­besserungen im Bereich Naturschutz. Zum Beispiel wurden südliche und westliche Teile der Küste bereits 1980 zum Biosphären Reservaten erklärt. So ist auch die Erklärung des Zedernwaldes von Yakushima zum Weltnaturerbe das Ergebnis eines langjährigen Prozesses.

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Eine Übersicht der Weltkulturerbestätten in Japan

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