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Itsukushima Schrein

Itsukushima Schrein

Der Itsukushima-Schrein befindet sich auf der japanischen Insel Miyajima, die 20 km von der Stadt Hiroshima entfernt liegt. Im 6. Jahrhundert wird der Schrein vom japanischen Künstler Saeki Kuramoto errichtet. Seitdem finden dort religiöse Zeremonien statt, in denen Shinto-Gottheiten (sog. „Kami“) verehrt werden.

Die Hauptgebäude des Itsukushima-Schreins befinden sich auf erhöhten Plattformen, die im Meer vor der Insel Miyajima erbaut wurden. Bei starker Flut gewinnt man deshalb den optischen Eindruck, dass der Schrein auf dem Wasser schwimmt. Architektonisch-künstlerische Schönheit und die einzigartige Bauweise sorgten dafür, dass der Itsukushima-Schrein und sein „Torii“, die seit jeher Wahrzeichen Japans sind, im Jahr 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe Japan erklärt wurden.

Geschichte des Itsukushima-Schreins

Im Jahre 593 errichtete der Künstler Saeki Kuramoto den Itsukushima-Schrein auf Miyajima. Seit antiken Zeiten suchten Gläubige auf der Insel nach spirituellen Erfahrungen, denn die abgeschiedene und paradiesisch-schöne Naturumgebung Miyajimas, die von Bergen und Urwald geprägt ist, eignet sich zur Naturverehrung und spirituellen Suche besonders gut. 881 berichtet das Nihon Koki über den Itsukushima-Schrein zum ersten Mal schriftlich. Auch der buddhistische Reisemönch Kukai Kobodaishi berichtet in etwa zur selben Zeit von Miyajima, wo er eine Vielzahl an spirituellen Wesenheiten auffindet. In Folge wird auch der japanische Adel auf den Itsukushima-Schrein aufmerksam und setzt ihn für seine Zwecke ein. Die Öffentlichkeit wird jedoch ausgeschlossen. In der Ära des Kriegsheeren Taira-no-Kiyomori, der vor seinen Feldzügen häufiger spirituellen Rat ersuchte, wird der Schrein ausgebaut und erhält die heutige Form. Seine Popularität lässt Besucherzahlen anwachsen, und auch der Kaiser selbst erscheint häufiger. Zu dieser Zeit wird der traditionelle Bugaku Tanz aufgeführt, für den extra eine Bühne erbaut wird. Bis zum 16. Jh. wird der Schrein jedoch mehrmals durch Feuer und Stürme beschädigt und muss häufig neu restauriert werden. Im 16. Jh. wüten in Japan Bürgerkriege und der Itsukushima-Schrein gerät in Vergessenheit, doch als diese vorüber sind, wird dort durch Toyotomi Hideyoshi eine buddhistische Bibliothek errichtet und der Schrein gewinnt wieder an Ansehen. Miyajima wird im 17. Jh. für gewöhnliche Menschen zugänglich und etabliert sich als Szene-Ort Japans. Das „Torii“ (roter Torbogen) wird im 19. Jh. errichtet und verschönert den Schrein nochmals ungemein. 1996 wird der Itsukushima-Schrein zum „UNESCO Weltkulturerbe Japan“ erklärt. Acht Jahre später zerstört ein Taifun das Dach und der Schrein wird erst ein Jahr später wieder eröffnet, doch die Restaurierungen gehen weiter.

Sehenswürdigkeiten: Itsukushima-Schrein auf der Insel Miyajima

Der Itsukushima-Schrein besteht aus mehreren Gebäuden. Im Jahre 1571 wurde der Hauptschrein (Itchiju Ryonagare Stil) vom Architekten Mori Motonari errichtet. Zwischen den Schreingebäuden, den Bühnen, dem roten Torii und den Naturpanoramen herrscht ein dramatischer Kontrast, der jeden in Staunen versetzt. Es gibt zwei Ansichten weshalb der Itsukushima-Schrein im Meer und nicht auf dem Festland von Miyajima errichtet wurde: Zum einem ist der Schrein der Kami-Göttin des Meeres geweiht, zum anderen scheint der Schrein im Meer den buddhistischen Glauben von der Reinheit des Wassers widerzuspiegeln, welches den Geist des Verstobenen reinigt und über das Meer ins Paradies­land trägt.

Vor dem Hauptschrein befindet sich die 554 Quadratmeter große Hirabutai (breite Bühne). Sie besitzt einen Steg, der bei Festspielen als Abfahrt und Ankunft der Schreingottheiten genutzt wird. Mitten auf der Hauptbühne steht die Takabutai (Hochbühne) – die kleinste Bugaku-Tanz Bühne Japans. Eine weitere Bühne ist die Noh Butai. Ihr Fußboden wurde als Einteiler direkt über dem Meer errichtet, so dass der Klang der Instrumente und Gesänge, einen beson­de­ren mystisch-anhauchenden Ton erhält.

Das 16 Meter hohe zinnoberrotfarbende Torii wurde vor dem Itsukushima-Schrein im Meer errichtet. Es symbolisiert ein Eintrittstor – den Übergang vom Profanen ins Spirituelle. Der Bau des Torii dauerte fast ein ganzes Jahr (17. Oktober 1874 - Juli 1875), wobei dazu ausschließlich wasserfestes Edelholz verwendet wurde. Neben dem Itsukushima-Schrein, ist das Torii ein weiteres UNESCO Weltkulturerbe Japan auf der Insel Miyajima.

Die Pagode des Schreins (chinesischer Stil) hat fünf Etagen, die im Inneren eine Vielzahl an guterhaltenen künstle­rischen Darstellungen von Heiligen, Buddha-Bildern, verschiedene Paradiesvögel, Drachen, Arabesken und einen Phönix haben. Der Turm ist sowohl was die Sicherheit als auch die Schönheit angeht ein architektonisches Meister­stück.

Itsukushima-Schrein AußenansichtItsukushima-Schrein InnenansichtSchwimmendes Torii

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