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UNESCO Weltkulturerbe & Weltnaturerbe in Japan

Atombombenkuppel

Atombombenkuppel

Das Friedensdenkmal in der japanischen Küstenstadt Hiroshima ist das Gebäude der ehemaligen, japanischen Industrie- und Handelskammer aus dem Jahr 1915, welches am 6. August 1945 durch den Abwurf einer US-amerikanischen Atombombe völlig zerstört wurde. Die sich im Friedens­park befindliche Gebäudereste wurden im Dezember 1996 gegen den Willen der USA und Chinas zum UNESCO Weltkulturerbe Japan erklärt.

Bei der Hiroshima Atombombe handelt es sich um die erste jemals gegen Menschen in einem Krieg eingesetzte Atombombe. Sämtliche Personen im Gebäude der damaligen Industrie- und Handelskammer kamen dabei ums Leben. Insgesamt kostete der Abwurf der Atombombe „Little Boy“, welche in 580 Metern Höhe über Hiroshima zur Zündung gebracht wurde, 70000 bis 80000 Japaner sofort das Leben, je nach Schätzungen ließen, einschließlich der an den Spätfolgen zu Tode ge­kom­men Personen, bis 1946 bis zu 170000 Menschen ihr Leben. Zugleich war es auch das erste Mal, dass ein de­mo­kra­tisch­es Land wie die USA von einem Verteidigungskrieg in einen totalen Krieg abglitt.

Wie es zu den Atombomben-Zündungen kam…

1942 begannen die USA mit dem Manhattan Projekt unter der wissenschaftlichen Leitung von Robert Oppenheimer, welches die Lieferung von atomaren Sprengköpfen an die US-Streitkräfte zum Ziel hatte. Zu seiner Zeit war es mit einem Aufwand von rund 2 Milliarden US-Dollar eines der größten Projekte und zugleich eine Reaktion auf die schon laufenden Entwicklungen an Uran-Bomben durch die Nationalsozialisten in Deutschland. Im Frühjahr 1945 wurde die erste von drei Bomben, die Trinity-Bombe, fertiggestellt. Während die Trinity Plutonium-Bombe am 16. Juli mittels einer erfolgreichen Zündung getestet wurde, waren die Bauteile der zweiten und dritten Bombe, Little Boy und Fat Boy, bereits auf den Weg in den Südpazifik zur Insel Tinian. Erst wurde eine Zündung in einer deutschen Großstadt in Er­wä­gung gezogen, was jedoch dank der deutschen Kapitulation und des damit verbundenen Kriegsendes in Europa hinfällig wurde.

Jetzt sollten die Bomben im Krieg gegen Japan eingesetzt werden. Am 6. August 1945 tranportierte der Lang­strecken­bomber Enola Gray die erste Bombe, Little Boy, über Iwo Jima kommend, nach Hiroshima, wo sie um 8.15 Uhr ab­ge­worfen wurde, um eine Minute später zu zünden. Zusammen mit der zweiten Bombe, Fat Boy, welche am 9. August um 11.02 Uhr über Nagasaki abgeworfen und gezündet wurde, sind es die einzigen jemals gegen Menschen ein­ge­setzt­en Atomsprengköpfe. Schätzungen zufolge kosteten beide Bomben ca. 250000 Menschen das Leben. Japan kapitulierte nach der Zündung der zweiten Bombe bedingungslos. Die hohe Zahl an Todesopfern unter der Zivil­be­völ­ke­rung ist bis heute noch umstritten und wird von den Gegnern als Völkermord eingestuft. Befürworter rechtfertigen die beiden Bombenabwürfe mit Millionen von dadurch geretteten Menschenleben.

Der Friedensgedenkpark mit der Atombombenkuppel als Weltkulturerbe der UNESCO

Das vom tschechischen Architekten Jan Letzel entworfene und 1915 fertiggestellte Gebäude der japanischen Industrie- und Handelskammer, welches auf einer Insel des Flusses Ota liegt, brannte bei der Explosion der Atom­bom­be völlig aus, jedoch blieben die Gebäudestrukturen erhalten. So auch eine Kuppeldach-Konstruktion am Gebäude, welche aufgrund der großen Hitzeeinwirkungen von bis zu 1 Million Grad Celsius verschmolzen war. Diese Kuppel wird seither immer wieder konserviert und steht für die 80-prozentige Zerstörung der Stadt, welche großenteils aus Holz­ge­bäuden bestand. Wegen der Kuppel-Konstruktion hat das Mahnmal auch den Beinamen „Atombombenkuppel“. Während die Stadt Hiroshima neu aufgebaut wurde, beließ man die Insel weitgehend wie unmittelbar nach der Ex­plo­si­on. Sie bildet heute den Friedensgedenkpark.

Auf der Insel finden noch weitere Gedenkstätten und Mahnmale ihren Platz: ein Friedensmuseum, eine Gedenkstätte für getötete, koreanische Zwangsarbeiter, ein Kinder-Friedensdenkmal sowie eine Flamme, welche erst erlöschen soll, wenn die letzte Atomwaffe weltweit vernichtet ist. Bei dem Friedensmuseum sowie dem Atombombenkuppel Mahnmal trifft Japan immer wieder die Kritik, dass hauptsächlich der eigenen Opfer des Krieges gedacht wird. Am 6. August jedes Jahres seit 1947 wird in Hiroshima eine große Gedenkfeier veranstaltet, bei der Japan immer wieder seine Haltung gegen Nuklearwaffen bestärkt. Selbst weltweite Friedensinitiativen, darunter auch die sogenannten Oster­märsche, beruhen auf den damaligen Zündungen der beiden Atombomben.

Atombombendom HiroshimaCenotaph in HiroshimaKranichdenkmal

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