BCT-Touristik

Japan Studienreisen

Reisebericht Japan Live - September 2016

Tag 1& Tag 2 - Anreise

Sa, 17. Sep. 2016
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Japan Live zum Sumo-Turnier im September 2016

Bereits im Frankfurter Flughafen fand sich ein Großteil unserer lustigen Truppe mitsamt Reiseleiter zusammen und man hatte hier bereits die Möglichkeit sich ein wenig kennen zu lernen, bevor es zu dem knapp elf stündigen Flug nach Osaka ging. In Japan selbst stieß dann auch der Rest der Gruppe hinzu und wir konnten zu einem leichten Programm aufbrechen. Um uns mit der direkten Umgebung vertraut zu machen, sahen wir uns erst mal in Kyotos beeindruckenden Hauptbahnhof um. Direkt beim Hotel gelegen sollte er Ausgangspunkt für kommende Tagestrips aber auch wichtige Anlaufstelle für abendliche Spaziergänge werden.

Nach dieser Einführung in das moderne Gebäude fuhren wir auch schon mit der Bahn zum Fushimi Inari Taisha, einem Shinto Schrein der vor allem durch seine roten Torii bekannt geworden ist. Die alten Hallen und der mystische Wald waren ein netter Kontrast zum aus Stahl und Glas gebauten Bahnhof, auch wenn es hier nicht weniger geschäftig zuging.

Es war zwar anstrengend den ersten Tag durchzustehen, aber umso wichtiger, da man direkt in den neuen Rhythmus kommen muss. Wir wollten ja schließlich das Beste aus den kommenden zwei Wochen machen.

Tag 3Kaiserstadt Kyoto

Mo, 19. Sep. 2016
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Golden erstrahlt der Kinkaku-ji

Am dritten Tag machten wir uns auf die ehemalige Kaiserstadt Kyoto zu erkunden. Der erste Anlaufspunkt war der schlicht gestaltete Kaiserpalast, der vor allem durch seinen wunderschönen Garten bestach. Von hier aus machten wir einen kleinen Spaziergang durch das angrenzende Wohnviertel, bis wir das Nishijin-Textilzentrum erreichten, wo wir uns nicht nur über Seide informieren konnten, sondern auch eine Kimono-Modenschau zu sehen bekamen. Besonders beeindruckend war es, den angestellten beim Weben und Bemalen der Stoffe zusehen zu können. Nach der Modenschau ging es mit dem Bus weiter zum Goldenen Pavillon. Das nahezu komplett mit Plattgold überzogene Gebäude steht in mitten einer schönen Tempelanlage und ist eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt. Dementsprechend war leider auch der Andrang. Um nach dem Gewusel rund um den Goldenen Pavillon etwas zur Ruhe kommen zu können ging es weiter zum Ryoan-ji, einem Zen-Tempel der berühmt ist für seinen Trockensteingarten. Ein schöner Abschlussspaziergang beendete den Tag.

Tag 4Kaiserstadt Kyoto

Di, 20. Sep. 2016
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Protz und Prunk im sonst so schlichten Japan

Auch diesen Tag widmeten wir ganz der Kaiserstadt Kyoto. Trotz mäßigen Wetters (ein Taifun sollte an diesem Tag die Kansai-Region besuchen) machten wir uns auf eine alte Schlossanlage namens Nijo-jo zu erkunden. Über den Nachtigallenboden wandelnd erfuhren wir hier viel über die Feudalzeit Japans und lernten zum ersten Mal die drei Reichseiniger kennen, die uns immer wieder begegnen sollten. Mit der U-Bahn ging es danach weiter in den Osten der Stadt, wo wir Tempel und Schreine besichtigen und in die Tiefen der japanischen Mythologie und Religion eintauchten. Leider tauchten wir nach dem vorzüglichen Mittagessen auch in die Wasser des Taifuns ein, aber dies hatte auch Vorteile: so hatten wir unseren ausgiebigen Nachmittagsspaziergang hoch zum Tempel des reinen Wassers ganz für uns. Gottseidank brachte der Taifun nur Regen und keinen Sturm und so konnten wir abends noch die Gion Corner Show, eine Vorführung verschiedener traditioneller Künste besuchen.

Tag 5Hiroshima

Mi, 21. Sep. 2016
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Auf der heiligen Insel

Nach dem Sturm folgt bekanntlich Sonnenschein und so ging es am nächsten Tag bei gutem Wetter mit dem Schnellzug nach Miyajima und Hiroshima. Vormittags erkundeten wir die heilige Insel mit ihrem berühmten roten Tor im Wasser und den vielen wilden Hirschen. Vorsicht: Immer auf die 10.000 Yen Scheine achten! Diese sind das bevorzugte Mittagessen der Hirsche. Wir hingegen hielten Vorlieb mit den schmackhaften frischen Austern, die vor der Insel gezüchtet werden.

Am Nachmittag ging es dann mit dem Schnellboot in den Friedenspark von Hiroshima, wo wir erfuhren wie es zum Abwurf der Atombombe kam und mit welchen Folgewirkungen die Stadt und ihre Bewohner zu kämpfen hatten. Ein wahrlich trauriger aber gerade deshalb sehenswerter Ort.

Tag 6Nara

Do, 22. Sep. 2016
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Unsere Gruppe vor dem Todai-ji

Noch bevor Kyoto Hauptstadt wurde, war Nara Sitz des Kaisers und da ging es bei unserem Tagesausflug hin. Geprägt war der Tag von alten Tempelbauten und Hirschen, die wieder nach unseren Süßigkeiten und Yen-Scheinen trachteten. Besonders beeindruckend war der Todai-ji, das größte Holzgebäude der Welt, und der darin sitzende riesige Bronzebuddha. Abends zogen einige von aus dem Hotel ins Ryokan um, wo wir die letzte Nacht in Kyoto mit einem heißen Bad zelebrierten, bevor wir uns in unsere auf Tatami-Matten ausgebreiteten Futons kuschelten.

Tag 7Himeji

Fr, 23. Sep. 2016
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Im Koko-en

Den letzten Tag in der Kansai-Region widmeten wir der Burg des weißen Reihers in Himeji. Majestätisch steht sie dort im Zentrum der Stadt und war, wenn auch gut besucht, wirklich einen Besuch wert. An Modellen konnte man sehr gut verstehen, wie sehr die traditionelle japanische Architektur auf Steckmechanismen aufbaut, was das Gebäude noch eindrucksvoller macht. Am Nachmittag besuchten wir eine schöne Gartenanlage neben der Burg, wo wir uns zu einer Schale Macha in einem Teehaus einfanden. Danach wurde noch eine schnelle Bentobox gekauft und schon ging es im Shinkansen auf nach Tokyo.

Tag 8Sumo in Tokyo

Sa, 24. Sep. 2016
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Wunderbare Kontraste in Japans Hauptstadt

Die größte Metropolregion der Welt empfing uns wie erwartet: geschäftig. Schon am Morgen war im ehemaligen Ausgehviertel Asakusa mit seinen roten Donnertor einiges los und so nahmen wir schnell das Boot zum Hamarikyu Garten, wo wir einen Teil der Skyline in direktem Kontrast zur grünen Gartenanlage betrachten konnten.

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Im darauffolgenden Besuch des Edo-Tokyo-Museums informierten wir uns über die Geschichte der Stadt anhand anschaulicher Ausstellungsstücke, Modellen und Nachbauten, bevor es dann in die direkt danebengelegene Sumo-Arena ging. Einige von uns waren zunächst etwas skeptisch, doch wurden wir alle schnell von der einzigartigen Stimmung gepackt. Wie der Rest des Publikums fieberten auch wir mit, als die Kolosse aufeinander trafen und wenn sich jemand fragte wie man es schafft zu solcher Masse zu kommen, bekamen wir beim gemeinsamen Abendessen die Antwort: Chanko-Nabe, das Leibgericht der Ringer.

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Sumoringen

Tag 9Tokyo

So, 25. Sep. 2016
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Rock n Roll!

An diesem Tag sollten wir Tokyo in all seinen Facetten kennenlernen: Vom Uenopark ausgehend, wo wir uns mit der Rückseite des Wirtschaftsaufschwungs befassten, über die edle Ginza Einkaufsstrasse, ging es zum Jugendviertel Shibuya, mit seiner berühmten Kreuzung. Noch ausgeflippter wurde es allerdings in Harajuku, wo Jugendliche und Junggebliebene ihre Outfits präsentieren. Da das Wetter und die Zeit mitspielten machten wir vor unserem Besuch im Meiji-Schrein noch einen kleinen Ausflug durch einen Park, wo wir sehen konnten, dass die sonst so ruhigen und disziplinierten Japaner auch anders können: von Rock n Roll Tänzern bis hin zu Trommelkreisen, war hier alles vertreten.

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Stadt soweit das Auge reicht - bis hin zum Fuji

Zum krönenden Abschluss ging es an diesem Tag noch hoch auf das Rathaus im Stadtteil Shinjuku, von wo aus wir zusahen, wie um uns herum die Lichter angeknipst wurden.

Tag 10Nikko

Mo, 26. Sep. 2016
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Die heilige Brücke von Nikko

Raus aus der Stadt und hoch in die Berge nach Nikko ging es an diesem Tag. Eigentlich nur ein kleines Örtchen zieht es durch seine Tempel und Grabanlagen Touristen aus Japan und der ganzen Welt an. In starkem Kontrast zur sonst so schlichten traditionellen Architektur stand hier die Grabanlage des dritten Reichseinigers, mit Gold und Schnitzereien an denen man sich kaum satt sehen konnte. Auch der Besuch in einem Tempel der noch restauriert wurde lohnte sich, da man hier mal „hinter die Kulissen“ schauen konnte. Wir werden diese gigantischen Holzbauwerke restauriert? Wie wird der Lack aufgetragen? Wie das Dach gedeckt? All das konnte man ganz gut in Nikko nachvollziehen.

Tag 11Kanazawa

Di, 27. Sep. 2016
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Herrliches Wetter in Kanazawa

Heute ging es gewohnt früh los zu einem Ausflug in das weit entfernte Kanazawa. Die am japanischen Meer gelegene Stadt bestach durch schöne Gartenanlagen, dem 21st Century Art Museum, einem vorzüglichen Mittagessen und alten Samuraihäusern. Auch der Bahnhof mit seinem markanten Tor bleibt in Erinnerung. Hin und zurück ging es mit dem Shinkansen, den wir, wie schon zuvor, mit unserem Japan Railpass nutzten.

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Und genauso herrliches Essen

Tag 12Yokohama

Mi, 28. Sep. 2016
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Yokohamas Skyline

Auch zur Metropolregion Tokyos gehörend besuchten wir an diesem Tag Yokohama. Eine kurze Hafenrundfahrt ermöglichte uns einen ausgezeichneten Blick auf die Minato Mirai Hafencity, mit Riesenrad und dem fast 300 Meter hohen Landmarktower, einst das höchste Gebäude Japans. Nach einem Spaziergang entlang des Wassers ging es in die Chinatown, wo wir viel über die in Japan lebenden Minderheiten erfuhren und gemeinsam zu Mittag aßen. Am Nachmittag besuchten wir noch den Sankei-en Garten, einer Anlage die Gartenbauelemente und traditionelle Architektur vereint.

Tag 13Hakone & Kamakura

Do, 29. Sep. 2016
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Der Fuji will sich einfach nicht zeigen

Leider hatte der Wettergott auch an diesem Tag kein Erbarmen mit uns. Wir brachen früh morgens mit dem Bus auf, um uns das dampfende Schwefeltal Owakudani anzusehen, doch war der Nebel so dicht, dass wir lediglich über die Nase erfahren konnten welch vulkanische Aktivitäten unter unseren Füßen brodelte. Auch die Bootsfahr auf dem Ashi-See und der Blick auf den Fuji fielen somit ins Wasser. Also ging es weiter nach Kamakura, wo uns der große Buddha entgegen lächelte und unsere Stimmung hob. Unsere Reise neigte sich schließlich dem Ende zu, da lohnt es sich nicht verhangenen Bergen nachzutrauern. Wir wurden schließlich bei der Heimfahrt noch mit einer wunderschönen abendlichen Skyline Yokohamas und Tokyos entlohnt.

Tag 14Tokyo

Fr, 30. Sep. 2016
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Auf dem Fischmarkt

Unser letzter Programmpunkt bestand an diesem Morgen mit dem Besuch des Tsukiji Fischmarkts, dem größten Fischmarkt der Welt. Auch wenn wir aufgrund der Touristenöffnungszeiten erst um 10 Uhr dort waren, lohnte sich der Besuch. Noch immer war es geschäftig, noch immer gab es einiges zu sehen.

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Es gibt viel zu tun

Bis zum Abend konnten wir unser eigenes Programm gestalten und die letzten Stunden in dieser schönen Stadt genießen. Beim gemeinsamen Abschiedsessen ließen wir nochmal alle unsere Erfahrungen Revue passieren und waren uns einig, dass sich der Trip gelohnt hatte.

Tag 15Rückflug

Sa,  1. Okt. 2016
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Tokyo Bay Panorama

Manche von uns blieben noch ein paar Tage in Tokyo oder reisten in andere Teile des Landes. Diejenigen die vom Flughafen Haneda zurück flogen, fuhren mit dem Taxi. Abreisende von Narita wurden vom Reiseleiter zum Flughafen gebracht und dort verabschiedet.