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Japan Studienreisen

Zen-Reise Japan – 14 Tage

Reise Programm

Mönchsstatue

1. Tag: Konnichiwa – Ins Land der aufgehenden Sonne

Ihr Flug bringt Sie von Deutschland nach Japan. Stimmen Sie sich auf eine spannende Zen-Reise in eine fremde Welt ein. Japan ist ein Land der Wi­der­sprüche und der Harmonien. Die Dynamik der Großstädte und die Naturbezogenheit des Zen-Buddhismus stehen sich gegenüber und bedingen einander.

2. Tag: Von Osaka nach Kyoto – Moderne trifft Tradition und Spiritualität

Ihr erster Tag in Japan führt Sie vom Flughafen in Osaka nach Kyoto. Dort besuchen Sie den Tempel Shunko-in und die ausgedehnte Klosteranlage Myoshin-ji.

Nach der Ankunft auf dem auf einer künstlichen Insel von dem italienischen Stararchitekten Renzo Piano konzipierten hypermodernen Kansai International Airport nahe der boomenden Metropole Osaka fahren Sie in das nur hundert Kilo­meter entfernte spirituelle Herz Japans nach Kyoto.

Der Shunko-in gehört zum Myoshin-ji, dem Zentrum der größten unter den fünfzehn Zweigen des japanischen Rinzai-Zen. Es wurde 1590 von Horio Yoshiharu gegründet. Hier finden sich viele wichtige historische Objekte, die von der reichen religiösen und künstlerischen Atmosphäre Japans im 16. Jahr­hundert zeugen.

Klosteranlage Myoshinji

Die im Nordwesten von Kyoto gelegene Klosteranlage Myoshin-ji ist Bezugspunkt für 3500 Tempel und 19 Klöster und vereinigt allein 47 Zweig-Tempel innerhalb ihrer Mauern.

Ursprünglich von Kaiser Hanazono als Palast errichtet, wurde die Anlage 1342 unter Zen-Meister Kanzan Egen Zenji zu einer der größten Tempelanlagen Kyotos. Während des Onin-Krieges (1467–1477) zu großen Teilen zerstört, bebaute Zen-Meister Sekko Soshin Zenji (1408–1486) das Areal neu und stellte seine alte Bedeutung wieder her.

Besondere Beachtung verdienen die Gartenanlagen. Im Hatto-Gebäude finden sich das berühmte, diagonal 12,5 m umfassende Drachengemälde von Kano Tan’yu aus dem 17. Jahr­hundert sowie die älteste erhaltene Glocke Japans, Ojikicho, von 698.

Der Hojo mit der Statue des Buddha Amida wurde 1654 erbaut. Hier residiert der Kancho, der Erzabt der Myoshin-ji-Linie der Rinzai-shu.

In unmittelbarer Nähe findet sich die Hanazono-Universität, die einzige Universität der Rinzai-Zen-Schule.

3. Tag: Kyoto – Tempel und Gärten als Leitbilder der Gestaltung

Morgens erhalten Sie eine Einführung in die Zen-Meditation. Anschließend besuchen Sie zwei der bekanntesten Tempel Japans: den Ryoan-ji und den Kinkaku-ji. Am Nachmittag haben Sie Gelegenheit, die Grundzüge der japanischen Kalligrafie kennenzulernen.

Über sieben Jahrhunderte lang hat der Zen-Buddhismus das japanische Leben in all seinen Aspekten durchdrungen. Erfahren Sie durch Mediationsübungen Ruhe und Energie.

Ryoanji – Tempel des Drachen

Der „Tempel des zur Ruhe gekommenen Drachen“ gehört zur Rinzai-Zen-Schule und ist mit dem Myoshin-ji verbunden. Er wurde 1450 von Hosokawa Katsumoto in der Muromachi-Zeit erbaut und 1499 geweiht. Zum Tempel gehört einer der berühmtesten Zen-Gärten Japans.

Der Hojo-Teien, ein „hiraniwa“ (flacher Garten) wurde im Kare-san-sui-Stil angelegt. Schlichtheit und Strenge entsprechen den Lehren des Zen. Auf einer Fläche von 30 mal 10 Metern aus feinem Kies sind 15 Steine in fünf bemoosten Gruppen scheinbar zufällig platziert. Von der Terrasse des Tempels kann man sich in den Anblick des Steingartens versenken.

Kinkakuji – Der Goldene Tempel

Einen anderen Aspekt des Zen verkörpert der Kinkaku-ji, der „Goldene Pavillon“, der von einem „tsukiyama“, einem Hügelgarten, umgeben wird. Die Prinzipien der Religion finden sich in den traditionellen Regeln der Anlage von Landschaftsgärten wieder.

Der ehemalige Shogun Yoshimitsu übernahm 1394 einen heruntergekommenen Palast des Saionji-Clans, um sich einen Alterssitz zu errichten. Besondere Aufmerksamkeit widmete er dabei einem Pavillon, dem Kinkaku-ji, der später der ganzen Anlage seinen Namen gab und ursprünglich als Reliquien-Halle diente. Die oberen Stockwerke des Gebäudes sind vollständig mit Blattgold überzogen.

Kalligrafie

Am Nachmittag werden Sie in die Grundzüge der Kalligrafie eingeführt. Auch diese wird von der Praxis des Zen bestimmt: Die Konzentration auf das Wesentliche, die Klarheit der Aussage, das Streben nach Harmonie finden sich genauso wie die Achtung vor dem Material.

4. Tag: Religion und Handwerk

Okunoin, Koyasan

Folgen Sie morgens der Einladung zu Meditation und leichten Yoga­übun­gen. Tagsüber besuchen Sie den Tempel Sanjusangen-do, das zum Museum umgestaltete Haus des Töpfers Kawai Kanjiro und den spektakulär über der Stadt thronenden Tempel Kiyomizu-dera. Nachmittags haben Sie Gelegenheit, den Professor und Zen-Meister Jeff Shore zu Gespräch und Meditation zu treffen.

Finden Sie zu innerer Ruhe. Nutzen Sie die Möglichkeit zur Kontemplation. Einfache Yoga- und Meditationsübungen helfen Ihnen zur Einkehr.

Tempel der Tausendarmigen Kannon

Mit dem Sanjusangen-do lernen Sie eine andere Schule des Buddhismus kennen. Der Rengeo-in, wie er eigentlich heißt, wurde 1164 unter dem Heerführer Taira no Kiyomori, der die erste von Samurai dominierte Regierung Japans etablierte, auf Anordnung des 77. Tenno von Japan fertiggestellt. 1249 brannte das Gebäude nieder. Die Haupthalle, heute der längste Holzbau Japans, wurde 1266 neu errichtet.

Der Tempel gehört zur Tendai-shu. Der Name Sanjusangen-do rührt von den 33 Unterteilungen der Tempelhalle her. 33 Formen kann auch Kannon, die buddhistische Göttin des Mitgefühls, deren Ver­ehrung der Tempel dient, annehmen. Die große, aus der Kamakura-Zeit stammende Statue gehört zu den Nationalschätzen des Landes und wird von insgesamt 1001 verschiedenen lebensgroßen plastischen Dar­stel­lungen der Göttin flankiert. 124 der aus japanischer Zypresse gefertigten und vergoldeten Kannonfiguren stammen aus dem ursprünglichen Tempel, alle weiteren aus dem 13. Jahr­hundert. Vor den Skulpturen stehen 28 Wächterdarstellungen und die bekannten Statuen von Raijin, dem Gott des Donners, und Fujin, dem Gott des Windes.

Töpfereihandwerk

Kawai Kanjiro (1890–1966) war ein japanischer Töpfer, dessen Arbeiten viele Keramiker inspiriert haben. Sein Haus wurde restauriert und beherbergt heute ein Museum für Keramik und Kunsthandwerk. Im Hof befinden sich die alte Töpferwerkstatt und der imposante Brennofen.

Tempel des reinen Wassers

Der Kiyomizu-dera im Osten Kyotos stammt aus dem Jahr 1633. Der Name Kyo Mizu (reines Wasser) geht auf den Wasserfall der Tempelanlage zurück. Sprichwörtlich bekannt ist die Terrasse des Tempels: „Die Terrasse des Kiyomizu hinunterspringen“ bedeutet soviel wie: „Sich zu einem Entschluss durchringen“. Früher glaubte man, dass ein Sprung von der Terrasse die Erfüllung aller Wünsche mit sich brächte. Heute ist das Springen verboten. Dennoch kann ein Besuch der Tempelanlage Ihnen Glück bringen: Neben dem Abhang findet sich der legendäre Otowa-no-taki, ein Wasserfall. Wer von ihm trinkt, dem sind Erfolg, Gesundheit und ein langes Leben sicher.

Nachmittags treffen Sie den 1953 geborenen Professor Jeff Shore, der an der Hanazono-Universität in Kyoto lehrt und von Rinzai-Zenmeister Keido Fukushima, dem Abt des Klosters Tofuku-ji, unterwiesen wurde.

5. Tag: Vom Geburtsort des Reiki bis zur Entspannung im Onsen

Mit einer Meditation und leichten Yogaübungen beginnen Sie den Tag, der Sie zum Kurama-Tempel führen und Ihnen ein Bad in einem in der Nähe gelegenen Onsen schenken wird.

Spüren Sie, wie Körper und Geist sich bei den morgendlichen Übungen entspannen und gleichzeitig kräftigen.

Der Kurama-yama gilt als heiliger Berg. Sie finden dort über zwanzig Tempel und Schreine.

Der Kurama-Tempel wurde erstmals 770 erbaut und fiel mehrfach Feuer zum Opfer. Das heutige Gebäude stammt von 1971. Im 8. Jahr­hundert gehörte der Tempel zur Tendai-Schule. Seit 1949 ist er das Zentrum der Kurama-Kokyo-Schule, einem unabhängigen Zweig des Buddhismus, der die Natur in den Mittelpunkt stellt.

Der Tendai-Buddhist Mikao Usui soll um 1922 während einer 21 Tage währenden Meditation auf dem Berg Kurama ein Erleuchtungserlebnis gehabt haben, das es ihm ermöglichte, Reiki, eine ganzheitliche Heils- und Lebenslehre, zu entwickeln.

Das Onsen, ein Bad im heißen Quellwasser, spielt eine bedeutende Rolle in der japanischen Kultur. Es dient der Entspannung und Reinigung. Onsen finden sich in ganz Japan, da das Land auf vulkanisch aktivem Areal liegt. Das mineralreiche Wasser gilt als gesundheitsfördernd.

6. Tag: Arashiyama – Geheimnisvolles Japan: Von wilden Affen über den ersten der fünf Berge zu einer Schale Tee

Bambushain, Arashiyama

Begrüßen Sie den Morgen mit einer Meditation und leichten Yogaübungen. Ein Ausflug nach Arashiyama führt Sie an den westlichen Stadtrand von Kyoto. Anschließend besuchen Sie den Tempel Tenryu-ji. Nachmittags erwartet Sie eine Einführung in die Teezeremonie im Shunko-in.

Geprägt durch die Arashi-Berge, den Fluss Oi und seine berühmten Bambushaine, ist Arashiyama von eindrucksvoller Schönheit. Seit der Heian-Zeit (794–1185) ist das Gebiet ein beliebtes Ausflugsziel. Im Iwatayama Monkey Park können Sie frei lebende Affen beobachten, die sich auch füttern lassen.

Genießen Sie die Aussicht von der romantischen Togetsukyo (der „Brücke des Mondübergangs“) auf den Fluss und die üppig bewaldeten Hügel.

In der Nähe befindet sich der Tenryu-ji, der 1339 unter der Leitung des Zenmeisters und Begründers der Teezeremonie Muso Soseki (auch Muso Kokushi genannt) erbaut wurde. Er ist der älteste der Gozan (fünf Berge) von Kyoto und gehörte damit im japanischen Mittelalter zu den bedeutendsten Zenklöstern.

Hinter dem Hojo befindet sich der Sogenchi-Garten, den Muso Soseki im Stil des chisenkaiyu-shiki zusammen mit dem Tempel anlegte. Auf Wunsch des Meisters Bokuo Roshi baute der Gartenarchitekt Sone Zoen 1968 einen neuen Garten vor dem Hojo, in dessen Zentrum der Weltenberg Horai steht.

Im Teehaus des Shunko-in erleben Sie eine Einführung in die Teezeremonie, die durch Muso Soseki etabliert wurde. Teeweg und Zen sind eng miteinander verbunden. Stille, Reinheit, Harmonie und Respekt sind die vier Prinzipien, die für beide essentiell sind.

7. Tag: Uraltes, ewig junges Japan

Stimmen Sie sich morgens mit Yogaübungen und einer Meditation auf den neuen Tag ein. Heute erwartet Sie ein Besuch des Klosters Tofuku-ji, dem sich ein Spaziergang zum Schrein Fushimi Inari anschließt.

Der Tofuku-ji wurde 1236 von Kujo Michiie, einem hohen Beamten, errichtet. Vorbild waren die prachtvollen Tempel von Nara, nach denen der Tempel auch benannt ist: 'To' nach dem Todai-ji mit der größten Buddhastatue und 'Fuku' nach dem Kofuku-ji, einem äußerst einflussreichen und mächtigen Tempel.

Mehrfach durch Feuer vernichtet, wurde die Anlage immer wieder neu errichtet. Die neuesten Bauten stammen von 1934.

Weltbekannt ist das 22 Meter hohe San-mon des Tofuku-ji. Es gilt als ältestes Torgebäude der Zen-Architektur.

Die Gasse der Torii

Der Fushimi Inari Schrein (Oinarisan) zählt zu den ältesten Shinto-Schreinen Kyotos. Seine Entstehung ist sa­gen­um­wo­ben. Der Hügel soll einst dem Hata-Klan gehört haben. Im Jahre 711 kam es zu einer mythischen Begegnung. Der Legende nach fand Hata-no-iroka auf der Jagd einige Reiskuchen, von denen er einen mit einem Pfeil durchbohrte. Dieser verwandelte sich in einen Schwan und flog davon. Der Hata-Klan verlor an Macht. Hata-no-iroka begab sich auf die Suche nach dem Schwan. Die Fundstelle wurde zum Ort der Verehrung geistiger Wesenheiten (Kami) und führte zur Entstehung des Fushimi Inari-Schreins, dessen erster Oberpriester Hata-no-iroka wurde.

Tausende orangeroter, aus Spenden errichteter Torii führen zum Allerheiligsten des Schreins, einem Spiegel.

Zahlreiche Feste werden vom Fushimi Inari Schrein ausgerichtet und jährlich von Tausenden besucht.

Der Fushimi Inari (Oinarisan) zählt zu den ältesten Shinto-Schreinen Kyotos. Seine Entstehung ist sa­gen­um­wo­ben. Der Hügel soll einst dem Hata-Klan gehört haben. Im Jahre 711 kam es zu einer mythischen Begegnung. Der Legende nach fand Hata-no-iroka auf der Jagd einige Reiskuchen, von denen er einen mit einem Pfeil durchbohrte. Dieser verwandelte sich in einen Schwan und flog davon. Der Hata-Klan verlor an Macht. Hata-no-iroka begab sich auf die Suche nach dem Schwan. Die Fundstelle wurde zum Ort der Verehrung von Gottheiten (Kami) und führte zur Entstehung des Schreins, dessen erster Oberpriester Hata-no-iroka wurde.

Tausende orangeroter, aus Spenden errichteter Torii führen zum Allerheiligsten des Schreins, in dem ein nicht sichtbarer Spiegel verwahrt wird.

8. Tag: Heilige Berge – zum Koyasan

Ausblick vom Koya-san

Vorbereitet durch die morgendlichen Yoga- und Meditationsübungen geht es heute zum Koya-san. Dort besuchen Sie den Okuno-in, den stimmungsvollsten Friedhof Japans, und können nachmittags auf einer kleinen Wanderung die Berge erkunden.

Der Koya-san ist das Zentrum der buddhistischen Shingon-Schule. Im 9. Jahr­hundert wurde er durch den Mönch und Gelehrten Kukai erschlossen, der später den Ehrennamen Kobo Daishi erhielt.

Heute befinden sich hier 117 Tempel, darunter viele eindrucksvolle Pa­go­den, eine Universität sowie der Friedhof Okuno-in mit dem Mausoleum Kobo Daishis. Insbesondere die Kompon-Daito-Pagode ist erwähnenswert, da sie nach den Lehren der Shingon-Schule den Mittelpunkt eines Mandalas bildet, das ganz Japan umfasst.

Der Okuno-in ist eine riesige Nekropole, die bis in die Gegenwart zur Bestattung genutzt wird. Neben historischen Gräbern wie dem Mausoleum finden sich viele eindrucksvolle und auch kurios anmutende moderne Grabstätten. Die im Wald gelegene Stätte ist mit tausenden Steinlaternen geschmückt, die der Legende nach niemals verlöschen.

Als Souvenirs werden Talismane und kleine Stempel (goshuin) angeboten.

Der Koya-san ist ein Anziehungspunkt für viele Gläubige und Pilger. Genießen Sie die Wanderung durch den geheimnisvollen Wald und das Panorama der Bergwelt.

9. Tag: Zen-Gärten – Orte voll Kraft und Harmonie

Erleben Sie ein Morgengebet im Tempel, bevor Sie die Tempelanlage mit ihren wunderschönen klassischen Gärten besichtigen.

819 soll der legendäre Mönch Kukai auf dem Koya-san die Inspirationen erhalten haben, die zur Gründung der Shingon-Schule führten. Im 9. Jahr­hundert wurden nur wenige Gebäude errichtet. Immer wieder kam es zu Bränden, die große Teile der hölzernen Anlage vernichteten. Es verblieben nur wenige Mönche in den damals schwer zugänglichen Bergen. Am Ende der Heian-Zeit setzten sich viele bedeutende und mächtige Per­sön­lich­kei­ten für den Aufbau des religiösen Machtzentrums ein. Um den Kongobu-Tempel herum bildete sich eine be­ein­dru­cken­de Tempelsiedlung. Heute leben und arbeiten hier circa 600 Priester.

Der Kongobu-ji (Diamant-Gipfel-Tempel) ist neben dem To-ji in Kyoto der wichtigste Tempel der Shingon-Schule. Im Danjogaran finden Sie viele beeindruckende Pagoden.

Die Anlage von Gärten ist ein integraler Bestandteil der buddhistischen Kultur. Banryutei, der Steingarten im Inneren des Kongobuji, ist ein moderner Garten, dessen Anlage 1984 abgeschlossen wurde, und mit circa 2340 Quadratmetern der größte Steingarten Japans überhaupt.

10. Tag: Pure Schönheit: Nihon sanmeien und Nihon sankei (Okayama)

Korakuen-Garten, Okayama

Nach der Teilnahme an der Morgenandacht im Tempel fahren Sie mit dem Zug nach Okayama und besuchen dort den Koraku-en, einen der schöns­ten Gärten Japans. Dem schließt sich die Zugfahrt nach Miyajima an, diese heilige Insel wird zu den Nihon sankei, den drei schönsten Land­schaf­ten Japans gezählt.

Okayama ist heute ein blühendes Industrie- und Handelszentrum am Asahi-Fluss. 1889 gegründet wurde die Stadt am Ende des 2. Weltkriegs weitgehend zerstört.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehört, neben der rekonstruierten Burg, die wegen ihrer Schwarzfärbung auch Krähenburg genannt wird, der Koraku-en.

Die Anlage des Koraku-en wurde durch den Fürsten Ikeda Tsunamasa 1686 veranlasst. Die Arbeiten dauerten vierzehn Jahre. Der Garten folgt dem Konzept des Wandelgartens der Enshu-Schule.

Bäche und Teiche, die aus dem Wasser des Asahigawa gespeist werden, wechseln sich mit künstlichen Anhöhen, Rasenflächen und integrierten Gebäuden ab. Außergewöhnlich ist die klassische No-Bühne.

Der Koraku-en gehört zu den Nihon Sanmeien, den drei berühmten Gärten Japans. Er vereint in exemplarischer Weise die hierzu erforderlichen Kriterien: Abgeschiedenheit und Weitläufigkeit; Tradition und Kunstfertigkeit sowie Panoramablick und Wasser.

Genießen Sie nach diesen wundervollen Eindrücken die Fahrt vorbei an Hiroshima zur heiligen Insel Miyajima.

11. Tag: Miyajima – eine Insel für Götter und Menschen

Heute erwartet Sie eine Begegnung mit einem Kleinod japanischer Lebens- und Religionskultur: Sie erleben die Insel Miyajima, besuchen den Tempel Daisho-in und den heiligen Berg Misen.

Miyajima, ursprünglich Itsukushima, die Schrein-Insel, liegt direkt vor der Küste Honshus in der Seto-Inlandsee. Seit jeher gilt der Ort als heilig.

Berühmtes rotes Torii auf Miyajima

Die Grundform des Itsukushima-Schreins wurde 593 errichtet. Das bis heute erhaltene Schema stammt aus dem 12. Jahr­hundert. Die Pavillons ruhen vor der Insel auf erhöhtem Boden, dessen Stützpfeiler bei Flut von Wasser bedeckt sind, so dass der gesamte Gebäudekomplex zu schwim­men scheint. Ein 280 Meter langer, überdachter Korridor verbindet die Bauten. Diese architektonische Konstruktion im Stil des „Shinden Zukuri“ mitten im Wasser ist einzigartig. Die zinnoberrote Lackierung steht in Kontrast und Harmonie zum Grün der Berge und zum Blau des Meeres.

Davor erhebt sich eines der berühmtesten Wahrzeichen Japans: Das 1875 errichtete, sechzehn Meter hohe, hölzerne Torii.

Der zu Füßen des heiligen Berges Misen liegende Daisho-in wurde 806 von Kukai (Kobo Daishi) gegründet. Er war insbesondere in der Zeit der Verbindung von Buddhismus und Shintoismus von großer Bedeutung. Der mit zahlreichen buddhistischen Statuen geschmückte Tempel stellte das Zentrum aller religiösen Zeremonien im Itsukushima-Schrein dar.

Inmitten der Insel erhebt sich der 535 Meter hohe Misen. Der heilige Berg ist vollständig bewaldet und wird von Affen, den Japanmakaken, bevölkert. Zum Gipfel gelangt man auf einem Pfad vom Daisho-in-Tempel aus oder mit einer Seilbahn.

Kukai soll sich zur asketischen Übung im Herbst 806 für einhundert Tage auf den Berg zurückgezogen haben. In der „Halle des nie verlöschenden Feuers“ wird die von ihm entzündete Flamme bewahrt.

Viele traditionelle Feste finden auf Miyajima statt. Als Souvenir der Insel sind Shamoji, hölzerne Reislöffel, beliebt.

12. Tag: „1000 Kraniche“ in Hiroshima

Heute lernen Sie Hiroshima, den Friedenspark und das Friedensmuseum kennen. Dem schließt sich die Fahrt nach Osaka an. Ein Spaziergang durch die bunt beleuchteten Straßen der Metropole beschließt den Tag.

Hiroshima, die Millionenstadt am Meer, wurde weltweit durch den Atombombenabwurf am 6. August 1945 bekannt, bei dem etwa 170000 Menschen umkamen. Mehr als vier Jahre war die Stadt nicht bewohnbar. Sie wurde völlig neu konzipiert und aufgebaut: als Stadt des Friedens.

Die Ursprünge Hiroshimas reichen bis ins 13. Jahr­hundert zurück. Mächtige Familien wie die Aki-Takeda, die Mori und die Asano beherrschten die Stadt im Wechsel bis zur Meiji-Restauration. Im 19. Jahr­hundert entwickelte sich Hiroshima zu einer bedeutenden Industriestadt.

An den 6. August 1945 erinnern der Atombombendom, das Friedensmuseum und der Friedensgedenkpark, der in der Nähe des Epizentrums angelegt wurde. Hier finden sich viele kleinere Denkmäler. Am bekanntesten ist der von Tange Kenzo geschaffene bogenförmige Kenotaph mit einer Flamme, die erst erlöschen soll, wenn es keine Atomwaffen mehr gibt.

Das Friedensmuseum wurde 1955 eröffnet. Es erinnert an die Opfer, darunter die Schülerin Sadako Sasaki (1943–1955), die mit dem Falten von Kranichen gegen ihre Leukämie-Erkrankung ankämpfte. Die Origamifiguren wurden später zum Symbol der weltweiten Friedensbewegung.

Am Nachmittag führt uns eine Fahrt mit dem berühmten japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen dann nach Osaka.

Verbringen Sie den Abend in der dynamischen Metropole Osaka. Eindrucksvoll ist der beleuchtete Tsutenkaku, ein 1956 nach dem Vorbild des Eiffelturms errichteter Sendeturm mit mehreren Aussichtsetagen.

Wenn sich die Möglichkeit bietet, sollten Sie einen Besuch in einem klassischen japanischen Theater, wie dem Bunraku- oder dem Kabuki-Theater in Erwägung ziehen.

13. Tag: Osaka – Beeindruckende Größe

Es erwartet Sie ein Besuch in einem der größten Aquarien der Welt. Nachmittags besichtigen Sie den Tempel von Noritake Roshi und am Abend das in den Himmel ragende Umeda Sky Building.

Das Aquarium KAIYUKAN, 1990 eröffnet, zählt mit einem Volumen von 11000 Tonnen Wasser zu den größten Innenaquarien der ganzen Welt. Es ist nach der Gaia-Hypothese, die die Erde mit ihren Lebewesen als ein einziges Lebewesen betrachtet, aufgebaut.

In vierzehn Großaquarien wird die natürliche Umwelt aus zehn exemplarischen Gebieten rund um den Pazifischen Ozean simuliert. Das Herz der Ausstellung bildet ein riesiges Aquarium mit 5400 Tonnen Wasser, in dem ein Walhai, der größte Fisch der Welt, lebt.

Mit dem Tempel des Zenmeisters und Lehrers Noritake Kotoku Roshi besuchen Sie anschließend einen Ort, der Tradition und Gegenwart verbindet. Noritake Roshi blickt auf eine umfangreiche Lehrtätigkeit in Amerika und Europa zurück.

Das Umeda Sky Building ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Es wurde von Hiroshi Hara entworfen und 1993 fertiggestellt. Der Komplex besteht aus zwei insgesamt 173 Meter hohen Türmen, die in vierzig Etagen unterteilt und deren oberste Stockwerke verbunden sind. Das 1988 konzipierte „City of Air“-Projekt sah ursprünglich vier Türme vor.

Von der Aussichtsplattform im obersten Stockwerk werfen Sie einen Blick auf die glitzernde, bis zum Horizont reichende Metropole.

Osaka gilt als die Küche der Nation. Genießen Sie an Ihrem letzten Abend in Japan die kulinarische Vielfalt. Die besten Restaurants finden Sie im Zentrum der Stadt. Beliebt sind auch die zahllosen Izakayas, Bars, in denen Kleinigkeiten in vielen Varianten angeboten werden.

Okunoin, Koyasan

14. Tag: Sayonara – Abschied vom Reich der Mitte

Der Tag der Abreise ist gekommen. Schweren Herzens müssen Sie heute Abschied von Japan nehmen, wenn Sie vom Kansai International Airport zurück nach Frankfurt fliegen.

Eine interessante, aufregende Reise liegt hinter Ihnen. Viele Eindrücke gilt es zu verarbeiten. Zwei Kulturen, zwei Welten.

Freuen Sie sich auf die Heimat. Und besuchen Sie Japan bald wieder.