BCT-Touristik

Japan Studienreisen

Auf den Spuren der Ainu – 18 Tage

Reise Programm

Auf den Spuren der Ainu - 18 Tage

Tag 1: Auf Nach Japan

Ihr Flugzeug startet am Abend von Frankfurt und Sie erreichen Tokyo am Folgetag. (Zeituntersch. +7h)

Tag 2: Start in Japans Norden

Sie erreichen am Nachmittag Tokyo und fliegen von hier aus weiter nach Sapporo, in die Hauptstadt der japanischen Insel und Provinz Hokkaido. Nach Ihrer Ankunft in Sapporo am Abend erfolgt der Bustransfer zu Ihrem Hotel.

Tag 3: Sapporo – Hokkaidos Metropole

Sapporo ist keine sehr alte Stadt. Noch in den 1950er war sie nur die zweitgrößte Stadt der Insel Hokkaido und hat heute beachtliche 1,8 Mio. Einwohner. Die Straßen im Schachbrettmuster machen die Orientierung leicht und so sollte man hier auch seine Freizeit nutzen, um diese wunderschöne Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Wir beginnen den Tag mit einem Morgenspaziergang. Auf dem Nijo-Fischmarkt herrscht bereits reges Treiben und man hat hier gleich den besten Überblick, was für leckere Sachen man hier so aus dem Meer holt. Wer direkt probieren möchte, kann dies an einer der kleinen Sushi-Restaurants tun, denn frischer als hier in Japan bekommt man Sushi so schnell nicht wieder.

Der anschließende Stadtrundgang führt uns vorbei am 1878 errichteten Uhrenturm, dem Wahrzeichen dieser jungen Stadt, zur Odori. Die Odori in deren Mitte sich eine herrliche Parkanlage befindet, die im Frühjahr mit einer Fülle von prächtigen Blumen bepflanzt wird, während hier im Winter die riesigen, kunstvollen Schnee- und Eisskulpturen des Sapporo Snow Festivals zu bewundern sind. Ebenfalls auf der Odori befindet sich der Sapporo Tower, von dessen Aussichtsplattform auf 90 m Höhe man einen atemberaubenden Panoramablick über Stadt bis zu den Bergen hat.

Moderne Götter und moderne Getränke

Südwestlich der Odori liegt der wunderschöne, kleine Wald des Maruyama-Parks mit seinen vielen Zedern. Mitten in dem herrlichen Wald treffen wir auf die Schreinanlage des Hokkaidojinja, der 1869 vom Kaiser Meiji, dem Kaiser der japanischen Modernisierungsphase, persönlich eingeweiht wurden. Seine Schutzgottheiten bewahren seitdem die Insel Hokkaido vor Unheil.

Sapporo hat als moderne Stadt natürlich viel von befreundeten Nationen übernommen. So hat hier das Brauhandwerk Tradition und wir werden uns anschauen, wie in der Brauerei von „Sapporo Beer“ eines der beliebtesten Getränke in Japan entsteht. Natürlich gehört zu einem solchen Besuch auch eine Kostprobe.

Tag 4: Yoichi und Otaru – Die Vorzeit

Hier auf der Insel Hokkaido lebt eines der Urvölker, die Japan einst besiedelten. Die Ainu, sind heute sehr selten anzutreffen. Ihre Bräuche und Traditionen gehen zurück auf die Völker der Jomon-Zeit (ca. 10000 – 300 v. Chr.).

Wir reisen am Morgen nach Yoichi, einen kleinen Ort außerhalb von Sapporo. Hier wurde 1950 eine Höhle entdeckt, die 1500 Jahre alt ist und damit aus Jomon-Zeit stammt, die hier im Volk der Ainu weitaus länger erhalten blieb als auf den restlichen Inseln Japans. Die Felsmalereien der Fugoppe-Grotte, sind einzigartig und werden heute mit aufwendigen Mitteln geschützt, da Sie seit der Öffnung der Höhle der Erosion ausgesetzt sind.

Leben und Arbeiten im Japan des 19. Jh.

Nach dieser Reise in die ferne Vergangenheit machen wir uns auf ins nahe gelegene Otaru. Diese kleine Fischerei- und Hafenstadt war noch bis in die 1950er die größte und bedeutendste Stadt Hokkaidos. Hier waren Glasindustrie, Fischerei und Fernhandel angesiedelt. Wir bewegen uns entlang des Kanals von Otaru vorbei an den alten Waren- und Handelshäusern. Wir treffen auf gemütliche kleine Restaurants, Geschäfte, Museen und Künstler, die hier ihre Werke präsentieren. Wenige Minuten von Otaru entfernt liegt das Hering Mansion. Es ist das Anwesen eines reichen Fischers, der das Gebäude zum Wohnen und Arbeiten im 19. Jh. erbauen ließ. Wir erfahren hier viel über das Leben und die Arbeit der Fischer, die hier in der einst wichtigsten Stadt Hokkaidos lebten und wirkten.

Ursprung der japanischen Nudeln

Der Abend führt uns in das Ausgehviertel von Sapporo – Susukino. Mit ca. 5000 Restaurants, Bars, Karaoke- und Pachinko-Hallen ist es das größte Ausgeh- und Vergnügungsviertel Japans nördlich von Tokyo. Eine kleine Gasse namens Ramen Yokocho bietet hier zudem das Paradies für Liebhaber japanischer Nudelgerichte. Die zahlreichen Restaurants bieten ausschließlich die leckeren Ramen an, Nudeln, die der Legende nach aus Hokkaido stammen und hier in verschiedenen leckeren Suppen serviert werden.

Tag 5: Der Shikotsu-Toya-Nationalpark

Benannt nach seinen zwei herrlichen Kraterseen, bietet der Shikotsu-Toya-Nationalpark eine einzigartige Natur­land­schaft, die auf der Welt ihres gleichen sucht. Zuerst fahren wir mit dem regelmäßig verkehrenden Ausflugsboot hinaus auf das Wasser des klaren Shikotsu Kratersees. Vor etwa 50000 Jahren formte sich dieser See, als die Caldera des riesigen Vulkans beim erlöschen zusammenbrach und sich mit Regenwasser füllte. In der näheren Umgebung des Shikotsu-Sees findet sich noch ein anderes Naturschauspiel, der Moos-Canyon. Es handelt sich um zwei Schluchten, deren Hänge mit sattem, leuchtend grünem Moos bewachsen sind. Hier werden wir eine kleine Wanderung machen, denn so lernt man auch Japans landschaftliche Schönheit kennen.

Zu Gast bei den Ainu

Ainu Vorführung

Die schon erwähnten Ainu, die einst den Norden Japans besiedelten, werden wir heute noch in Poroto Kotan besuchen, wo man in einem Freilichtmuseum ein Dorf dieses stolzen Volkes nachgebildet hat. Ihr Siedlungsgebiet beschränkte sich nicht nur auf den Hokkaido und Nordhonshu, sondern es zog sich bis zur Insel Sachalin und zu den Kurilen im heutigen Russland. Hier in Poroto Kotan erfährt man alles über ihre naturverbundene Kultur und das Personal des Museums lässt Sie auch gern teilhaben an den traditionellen Zeremonien und Tänzen der Ainu.

Am Abend erreichen wir Noboribetsu Onsen, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen.

Tag 6: Onsen – Japanische Badekultur

Was wäre eine Reise nach Japan in ein altes Vulkangebiet voller natürlicher heißer Quellen, wenn man diese nicht auch nutzen würde?

Nach alter Tradition geht man in das nach Geschlechtern getrennte Bad, entledigt sich komplett aller Kleidung und wäscht sich gründlich vom Kopf bis zu den Zehen. Das geht im Sitzen vor einer tiefer angebrachten Dusche. So kann man sich auch die Zeit für mehr Gründlichkeit nehmen und muss nicht lange stehen. Das gehört in Japan zur Etikette und ist aus Gründen der Reinlichkeit auch für Gäste Pflicht.

Danach hat man eine Vielfalt von Bädern zur Auswahl, denn egal ob es draußen oder drinnen sein soll, ob man lieber den modernen Whirlpool oder lieber das traditionelle japanische heiße Bad möchte, alles ist vorhanden. Zuletzt noch kurz gefragt welche Mineralien gut für das individuelle Wohl sind und schon kann es mit der Entspannung im passenden Bad losgehen.

Wer vielleicht noch die Sauna nutzen möchte wird hier ebenfalls fündig. Mit einem frischen Grüntee kann man seinem Körper ebenfalls etwas Gutes tun und ganz entspannt in einen japanischen Yukata gekleidet geht man dazu in den Ruheraum nebenan.

Tag 7: Hakodate – Wo die Moderne Einzug hielt

Hafen Hakodate

Die gemütliche, alte Hafenstadt Hakodate war einst Schauplatz der Schlacht um Ezo, wie sich die Insel Hokkaido bis 1869 nannte.

Wir erreichen die Stadt am Morgen und begeben uns zum nahegelegenen Wochenmarkt. Neben Fisch bekommt man hier natürlich auch frisches Obst und Gemüse und so beginnt der Tag mit einem gesunden Snack.

Unser Stadtrundgang führt uns zuerst zum Motomachi-Bezirk, dem Hafen­viertel von Hakodate. Die Stadt hatte einen der ersten Häfen der noch vor Beginn der Meiji-Restauration (ab 1868) für den internationalen Handel und Schiffe aus Übersee geöffnet war. So verwundert auch die prächtige westliche Architektur nicht und die sich in der beeindruckenden russisch-orthodoxen Kirche und dem Gebäude des alten britischen Konsulates wiederspiegelt.

Meerenge von Tsugaru von unten und oben

Hakodates Hafenviertel liegt direkt am Fuß des Mt. Hakone. Nach einer kurzen Seilbahnfahrt haben wir auf 334 m Höhe eine beeindruckende Aussicht auf die Stadt und die Bucht vor Hakodate.

Nachdem wir schon einen Blick hinaus auf das Meer gewagt haben, begeben wir uns am späten Nachmittag auf die andere Seite der Meerenge von Tsugaru. Zwei Stunden dauert die Fahrt mit dem Zug nach Aomori. Dabei fährt man durch den Seikan-Tunnel, der Hokkaido mit der Hauptinsel Honshu verbindet. 17 Jahre dauerte der Bau und nun ist dieser Tunnel mit 54 km der längste Tunnel der Welt und hat den zweitlängsten, unter Wasser liegenden Abschnitt eines Tunnels weltweit.

Tag 8: Osore-zan – Heiligtum der Toten

Der 879 m hohe Berg Ozore-zan ist einer der drei heiligsten Orte Japans neben dem Berg Hiei-zan und dem Koya-san. Da die Aufgabe des Totenkultes in Japan der Buddhismus übernimmt, ist es vorrangig ein buddhistisches Heiligtum, aber jedes Jahr trifft man hier auf Schamanen der alten Naturreligion Nordjapans, die hier versuchen mit den Verstorbenen in Kontakt zu treten. Insbesondere die Eltern verstorbener Kinder nehmen diese Gelegenheit in Anspruch. Davon zeugen die vielen Statuen des Jizo Bosatsu, eines Heiligen, der sich entschieden hat nicht ins Nirwana zu gehen. Er hilft stattdessen den verstorbenen Kindern mit seinem Mönchsstock unbeschadet einen Fluss zu überqueren, der zwischen zwei der vielen Höllen fließt, in denen man laut den buddhistischen Lehren nach dem Tod gerichtet wird. Da sich die Seelen der Verstorbenen den Legenden nach, hier am Osore-zan versammeln, wollen wir während unserer Wanderung diesem Berg die Ehre erweisen und ihm mit Respekt begegnen.

Heiligtum am ehrwürdigen Feuerberg

Nahe des Osore-zan liegt in der Caldera eines alten Vulkans der See Usori, ein schwefeliger Kratersee. In seiner näheren Umgebung findet sich der Bodaiji-Tempel, ein buddhistisches Heiligtum, gelegen in einer einzigartigen Naturlandschaft. Genießen Sie die Stille und Anmut des Tempels auf unserem Spaziergang.

Am Abend kehren wir nach Aomori zurück.

Tag 9: Aomori und die japanische Vorzeit

Die Stadt Aomori ist in ganz Japan berühmt für riesige, saftige und wohlschmeckende Äpfel. Bei einem Rundgang durch die moderne Stadt werden uns diese daher sehr häufig begegnen.

Nach einem kurzen Rundgang durch die Stadt wartet die Sannai Maruyama Ausgrabungsstätte auf uns. Hier hat sich die Jomon-Kultur wieder einmal verewigt, die uns auf dieser Reise schon einmal begegnet ist. Das Wort „Jomon“ bedeutet wörtlich übersetzt „Schnurmuster“ und bezieht sich auf die charakteristischen Verzierungen der Keramik dieser Kultur. Das Freilichtmuseum der Ausgrabungsstätte entführt uns in die alte Zeit um 10000 – 300 v. Chr., die Zeit der Jäger und Sammler. Wir sehen die Häuser, in denen man wohnte, die Kleidung, die man trug und auch die Werkzeuge, mit denen man in dieser Zeit arbeitete.

Kunst der Moderne

Im Kunstmuseum der Stadt lernen wir noch kennen, was die moderne Ästhetik in dieser Region ausmacht. Neben Gemälden namhafter Künstler wie Chagall, gehören zu den Ausstellungsstücken auch besondere Exponate der japanischen Popkultur, wie die beeindruckende 8,50 m hohe Hundestatue des Aomori-ken. Die Räume sind zum Großteil unterirdisch gebaut, so dass man das Gefühl hat, als suche man in einer archäologischen Ausgrabungsstätte nach Zeugen der japanischen Moderne.

Nebuta – Fest mit Tradition

Am Abend zurück in Aomori werden wir die Festumzüge des Nebuta-Festivals besuchen, einem der drei großen Feste, die jährlich in Nordjapan stattfinden. Kunstvoll geschmückte Umzugswagen aus japanischem Papier gehören ebenso zu dem Spektakel wie Straßenkünstler und Feuerwerk. Die Stimmung auf einem solchen Fest in Japan wird Ihnen dieses Erlebnis unvergesslich machen.

Tag 10: Hirosaki – Die Zeit der Fürsten

Die Stadt Hirosaki, eine alte Fürstenresidenzstadt, liegt südwestlich von Aomori. Charakteristisch für eine Burgstadt in Japan ist natürlich eine Burg und genau diese werden wir zuerst besuchen. Der Tsugaru-Clan ließ sich im 17. Jh. hier diese Burg errichten, von der noch der Hauptturm, die massiven Mauern und einige Ecktürme erhalten sind. Zur Anlage der Burg gehört in Japan auch ein entsprechender Garten, den wir nach der Besichtigung der Burg besuchen werden.

Die nächste Station ist das Samurai-Viertel der Stadt. Nicht nur die Häuser von Samurai sind hier als begehbare Ausstellungsstücke zu finden. Eines der Häuser war die Residenz eines hier ansässigen Kaufmanns, die als Wohn- und Geschäftsraum diente.

Gärten japanischer Geschäftsleute

In der Umgebung der Burg wartet aber noch ein weiteres Highlight auf uns. Ein reicher Geschäftsmann namens Fujita Kenichi hatte hier einst ein größeres Anwesen, das zu einem herrlichen, japanischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde. Der Garten teilt sich in einen unteren Garten mit einem traditionellen japanischen Haus und einen oberen Garten mit einem Haus für die japanische Teezeremonie. Die Anlage ist eine prächtige Anlage mit Teichen Brücken und Hügeln, die einen harmonischen japanischen Landschaftsgarten zur Entspannung formen.

Neputa – Feiern in Japans Norden

Am Abend besuchen wir die Festumzüge des Neputa-Festivals. Ähnlich dem Nebuta-Festival in Aomori unterscheidet es sich im Namen durch das „p“, aber auch hier erwarten uns bei einer unverwechselbar guten Stimmung, prächtige beleuchtete Festwagen mit Motiven, die sehr an die Zeit der Samurai erinnert.

Tag 11: Sendai – Stadt von Fürst Date Masamune

Nach einer rasanten Fahrt mit Japans berühmten Expresszug, dem Shinkansen, erreichen wir Sendai. Die Millionenstadt war früher der Sitz von Fürst Date Masamune, einem der mächtigsten Herrscher und Generäle des 16./17. Jahrhunderts.

Hier in Sendai findet heute das Tanabata-Fest statt, das dritte große Festival Nordjapans. Es ist ein Sternenfest in Gedenken an ein legendäres Liebespaar, das sich nur einmal im Jahr trifft, symbolisiert durch zwei Sterne am Himmel. Prächtige, bunt geschmückte Festwagen fahren den ganzen Tag die Straßen entlang und werden von traditionellen Tänzern begleitet. Auch verschiedene andere Aufführungen von Straßenkünstlern und Feuerwerk lassen das Fest zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Im Gedenken an den Daimyo

Am frühen Abend unterbrechen wir den Festbesuch kurz, um der letzten Ruhestätte von Fürst Date Masamune einen Besuch abzustatten, dem Zuihoden-Mausoleum. Als einem der mächtigsten Landesfürsten der Edo-Zeit, hat man ihm hier eine mit prachtvollen Schnitzereien verzierte Gedenkstätte errichtet, die Sie faszinieren wird.

Tag 12: Hiraizumi – Domäne des Fujiwara-Clans

Heute erwartet uns ein Ausflug der Extraklasse in Japans einzigartige Naturlandschaft. Der wunderschöne Ort Hiraizumi, umgeben von Wäldern und traumhaften Schluchten, war einst die Domäne des Fujiwara-Clans. Über viele Jahrhunderte hinweg lenkte diese einflussreiche Aristokratenfamilie durch Regenten die Politik des Landes anstelle unmündiger Kaiser. Die Stadt war mit dem Fujiwara-Clan reich geworden und gelangte im 12. Jh. zu einer ungeahnte Blüte, denn es war das Zentrum des japanischen Goldhandels.

Tempel in Gold

Vom Glanz dieser Tage zeugt heute noch einer der Haustempel der Fujiwara-Familie, der Chusonji-Tempel. Wir erreichen die Anlage, die der buddhistischen Tendai-Schule angehört auf idyllischen Waldwegen. Obwohl viele der Gebäude in der Vergangenheit durch Feuer beschädigt oder gar zerstört wurden, ist eines der wichtigsten Gebäude im Original erhalten. Die 1124 erbaute goldene Halle – Konjikido – erstrahlt noch immer im alten Glanz.

Machtkampf im Kriegeradel Japans

Der Fujiwara-Clan verriet den Bruder des damaligen Shoguns besiegelte damit sein Todesurteil, denn der Shogun ließ ihn hinrichten. Dem Bruder des Shoguns, der durch Verleumdung das Leben verlor, ist hier eine Gedenkstätte errichtet worden, in der sich eine hölzerne Statue des Helden befindet. Die Anhöhe, auf der sich das Denkmal befindet, bietet uns einen beeindruckenden Panoramablick über die Landschaft von Hiraizumi.

Wie man in Japan wandert…

Auf der anschließenden Wanderung durch die malerische Genbikei-Schlucht bei Ichinoseki probieren wir eine einzigartige Form der Verpflegung aus. Über den Fluss Iwai, der die Region durchzieht, ist ein spezieller Seilzug zur anderen Seite der Schlucht gespannt, wo Händler Tee und Reiseproviant anbieten. Sie legen etwas Geld in einen Korb, der mit dem Seilzug die Händler erreicht. Nach kurzer Zeit wird Ihnen in Ihrem Korb der Reiseproviant mit dem Seilzug geliefert.

Tag 13: Matsushima – Verträumte Pinieninseln

Von Sendai aus reisen wir heute zu einer der drei schönsten Landschaften Japans, nach Matsushima. Über 200 kleine Inseln liegen hier malerisch über die ganze Bucht verteilt und laden uns zu einer Bootsfahrt ein, um die Schönheit der Bucht aus nächster Nähe sehen zu können.

Heilige Orte Nordjapans

Wenn wir mit dem Schiff wieder im Hafen angelegt haben, gehen wir zur Godaido-Halle direkt neben dem Pier. Hier werden 5 wertvolle Buddhastatuen aufbewahrt, die nur alle 33 Jahre für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Zuletzt war die Halle im Jahr 2006 geöffnet.

Das nächste Highlight ist die Anlage des Zuiganji Zen-Tempels. Der Weg zur Haupthalle ist gesäumt von altehrwürdigen Zedern, durch die man die Meditationshöhlen des Tempels in einer Felswand sehen kann. Der Tempel war erst 1606 von Fürst Date Masamune zum Zen-Tempel umgestaltet worden und bietet eine angenehm entspannte Atmosphäre.

Wo Mönche entspannt spazieren gingen

Ebenso entspannt machen wir dann einen kurzen Spaziergang auf der Insel Oshima, die ausschließlich über eine lange rote Brücke zu erreichen ist. Früher war die Insel ein Rückzugsort für Mönche, heute bietet die bewaldete Insel den besten Platz für einen ruhigen Spaziergang.

Gegrillte Leckereien

Der Abend bringt uns der nordjapanischen Küche näher, denn wir lassen unseren Tag gemeinsam in einem Gyutan-Restaurant Revue passieren. Gyutan, die kulinarische Spezialität Sendais, ist dünn geschnittene, gegrillte Rinderzunge. Eine wahre Gaumenfreude, die man genießen sollte.

Tag 14: Aizu-Wakamatsu – Brautradition

Auf dem Weg nach Süden erreichen wir heute die Stadt Aizu-Wakamatsu, in der einst der mächtige Aizu-Clan Herrschte. Unser erstes Ziel ist die Suehiro Sake-Brauerei. Sie produziert seit dem Jahr 1850 den traditionellen japanischen Reiswein und ist in ganz Japan bekannt für Sake von bester Qualität. Wir bekommen im Museum der Brauerei Einblick in den Brauprozess und auch in die Zutaten und Gerätschaften, die dazu notwendig sind. Danach haben Sie natürlich auch die Gelegenheit, das japanische Nationalgetränk zu probieren.

Garten für die Fürsten

Die Fürsten des Aizu-Clans waren vielbeschäftigte Leute und brauchten selbstverständlich auch ab und zu eine Pause von den Regierungsgeschäften und den Feldzügen. Der beste Platz zum Ausspannen war und ist der Oyakuen-Garten, der nicht nur einen herrlichen Landschaftsgarten beherbergt, sondern ebenso über einen Garten mit medizinischen Kräutern verfügt. Auch lädt hier ein Teehaus zum Verweilen ein. Hier kann man die Schönheit des Gartens ganz entspannt bei einer Tasse Grüntee und einer kleinen japanischen Süßigkeit genießen.

Tag 15: Bandai-Plateau – Erwachter Vulkan

Auch der Norden Japans ist vulkanisch Aktiv und heute wollen wir uns den beeindruckenden Feuerbergen widmen. Wir fahren zum Bandai-Plateau, einer ganz besonderen Naturlandschaft, denn die gesamte Formation ist vulkanischen Ursprungs. 1888 erwachte der Vulkan unerwartet aus seinem Jahrhunderte langen Schlaf und formte mit einem gewaltigen Ausbruch, die herrliche Landschaft, die man heute hier findet. Die Gipfel des Bandai-Plateaus, von denen der Höchste 1819 m hoch ist, sind heute beliebte Ausflugsziele und besonders beliebt bei Skifahrern. Doch nicht nur die Gipfel sind einzigartig schön, sondern auch die vielen Seen, die sich malerisch in die Landschaft fügen, und die Besucher zum Wandern einladen.

Tag 16: Tokyo – Faszinierende Metropole

Der Morgen beginnt besonders schnell, denn es erwartet Sie zuerst eine Fahrt mit dem Shinkansen Superexpresszug. Schnell, bequem und pünktlich läuft die Fahrt ab und so erreichen wir Tokyo ganz entspannt.

Am frühen Nachmittag fahren wir zur Bucht von Tokyo. Die beiden künstlichen Inseln Odaiba und Ariake, bieten den Besuchern mehrere spektakuläre Ansichten von Tokyo. Wir fahren mit der vollautomatischen Bahn Yurikamome bis nach Ariake. Hier befindet sich das Tokyo Big Sight, die riesige Messehalle von Tokyo, mit einer beeindruckenden Architektur, die jedes Jahr Millionen Besucher zu Ihren Messen anzieht.

Vergnügen in der Bucht von Tokyo

Wir gehen über die Traumbrücke, die die Insel Ariake mit der Insel Odaiba, einer vielfältigen Vergnügungsinsel, verbindet. Der Weg führt uns direkt zum Venus Fort. Hier betritt man ein Einkaufs- und Erlebnisparadies, überdacht mit einem blauen Himmel und geht entlang der Geschäftsstraßen, die im Inneren dem Stil der Renaissance im romantischen Venedig entsprechen.

Der letzte Stopp ist das Gebäude des Fernsehsenders Fuji TV. Das futuristische Gebäude, mit der riesigen charakteristischen Kugel, hat im 25. Stock eine Aussichtsplattform, die dem Besucher einen einzigartigen Blick auf Tokyos Skyline bietet. Eine unvergessliche Aussicht.

Tag 17: Tokyo – Von Edo nach Tokyo

Donnertor in Tokio

Japan ist ein sehr junger Nationalstaat und so präsentiert sich auch die Hauptstadt mit dem Charme alter Viertel, aus der Zeit, als Tokyo noch den Namen Edo trug und den modernen Geschäftsvierteln im Lichtermeer der Leuchtreklamen. Asakusa, das Viertel in dem sich unser Hotel befindet, ist eines dieser alten Viertel. Schon vor 200 Jahren war hier ein Vergnügungsviertel mit Theater und vielen Geschäften. Wenn man die Straßen entlang geht und die vielen gemütlichen Einkaufsgassen sieht, erkennt man, dass dieses alte Flair hier immer noch lebendig ist.

Donnertore und barmherzige Göttinnen

Wir erreichen das Donnertor „Kaminarimon“, eines der Wahrzeichen von Asakusa mit einer über 3 Meter hohen roten Laterne. Hat man das Tor passiert, steht man auf der Nakamise, einer kleinen belebte Ladenstraße. Hier verkaufen Händler, genau wie früher, traditionelle japanische Produkte, Leckereien und Souvenirs. Am Ende der Straße erreichen wir ein zweites Tor und betreten die innere Anlage des Asakusa-Kannon-Tempels. Es ist der älteste Tempel Tokyos, der der Göttin der Barmherzigkeit Kannon gewidmet ist.

Ueno – Tokyos Park- und Museumsviertel

Anschließend begeben wir uns nach Ueno, ebenfalls eines der älteren Viertel. Hier befindest sich im Herzen des ältesten öffentlichen Stadtparks, dem Ueno-Park, das Tokyo National Museum, das größte der japanischen Nationalmuseen. Wir erfahren alles über die Japanische Kunst und Kultur, denn prachtvolle Kimonos, Lackarbeiten und beeindruckende Schwertklingen bilden nur einen Bruchteil der faszinierenden Ausstellungsstücke.

Entdeckungstour im jungen Tokyo

Zum Abschluss des Tages geht es in das bunte Jugendviertel Harajuku. Von schrill-bunt bis elegant reicht hier das Angebot der Geschäfte und auch die Restaurants und Cafés zeigen sich lebendig bis entspannt. Alles ist sehr lebensfroh und spiegelt genau die Junge Metropole Tokyo wieder.

Der Nachmittag steht Ihnen dann zur freien Verfügung und Sie können auf eigene Entdeckungstour gehen. Ihr Reiseleiter steht Ihnen gern mit hilfreichen Tipps und Informationen zur Verfügung.

Tag 18: Zurück nach Deutschland

Auf dem heutigen Tagesrückflug nach Deutschland können Sie die tollen Erlebnisse der vergangenen 17 Tage noch einmal Revue passieren lassen.

Am Abend erreicht Ihr Flugzeug Frankfurt.