BCT-Touristik

Japan Studienreisen

Nordjapan Intensiv – 24 Tage

Reise Programm

Nordjapan Intensiv - 24 Tage

Tag 1: Auf nach Japan.

Vom Frankfurter Flughafen treten Sie Ihre Reise Richtung Japan an. Ein Nachtflug über Nagoya oder Tokyo-Haneda bringt Sie nach Memanbetsu im Osten Hokkaidos.

Tag 2: Japans Norden

Vom Flughafen Memanbetsu erfolgt der Transfer zum Hotel in Utoro im Herzen des wunderschönen Shireteko-Nationalparks.

Tag 3: Naturwanderungen

Heute machen Sie sich auf zu Ihren ersten Erkundungen des Shiretoko-Nationalparks, der aufgrund seines einzigartigen Ökosystems von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt wurde. Ihr Weg führt sie zum Fureppe-Wasserfall, welcher im Winter sogar zufriert, und einen Aussichtspunkt auf das Meer bietet. Eine äußerst sehenswerte Wanderroute führt zu den fünf Seen des Parks, die dicht beieinander liegen. Zum Abschluss steht noch ein Besuch im Nationalparkcenter an.

Tag 4: Weltnaturerbe Shiretoko

Auch an diesem Tag widmen Sie sich dem beeindruckenden Nationalpark. Mit einem Boot geht es entlang der Steilküste bis zum Bärenstrand, einem abgeflachten Geröllufer an dem sich die braunen Riesen gerne aufhalten. Nach der Bootsfahrt folgt noch eine Wanderung zum beeindruckenden Oronko-Felsen, von dessen Spitze man eine Rundumsicht der Hafengegend um Utoro genießen kann.

Tag 5: Sanfte Riesen aus der Tiefe

Über den Shiretoko-Toge-Pass fahren Sie heute nach Rausu an der Ostküste der Halbinsel. Von dort geht es mit einem Boot hinaus zur Walbeobachtung. Die sanften Riesen halten sich in den Sommermonaten hier vor der Küste auf und vielleicht möchte einer von ihnen ja Hallo sagen. Im Anschluss geht es mit dem Bus weiter zum klarsten See Japans, dem Mashuko. Auch der noch aktive Schwefelvulkan Iozan steht auf dem Programm, bevor es weiter nach Akanko Onsen geht, wo Sie die kommenden Nächte verbringen werden.

Tag 6: Algenkugeln und tanzende Kraniche

Heute geht es durch den Akan-Nationalpark, der für seine schöne Landschaft und Seen bekannt ist. Darin leben Marimo-Algenkugeln, die auch als Mooskugeln bekannt sind. Desweiteren besichtigen Sie ein Dorf der Ureinwohner Nordjapans. Die Ainu haben eine schwere Zeit hinter sich. Mit der Annexion Hokkaidos durch das japanische Kaiserreich begann ein Zeitalter der systematischen Diskriminierung, die Sie an den Rand der Gesellschaft drängte. Erst 2008 wurden Sie offiziell als indigene Bevölkerung der nördlichen Inseln anerkannt. Im Anschluss geht es weiter zum Kushiro-Nationalpark, wo sich mit tanzenden Kranichen ein besonderes Fotomotiv präsentiert.

Tag 7: Entspannung auf Japanisch

Also Zwischenstopp auf Ihrem Weg nach Sapporo, verbringen Sie eine Nacht im Daisetsusan Nationalpark. Mit der Seilbahn geht es entweder rauf zum Berg Kurotake, dessen Gipfel Sie in einer leichten Wanderung bezwingen oder Sie bleiben im Tal und wandern zu den beiden Wasserfällen Gingan No Taki und Ryusei No Taki. Denn Rest des Tages können Sie dann in einer der zahlreichen heißen Quellen des Ortes Sounkyo verbringen und auf japanische Art entspannen.

Tag 8: Sapporo – Hokkaidos Metropole

Den heutigen Tag nutzen Sie für den Transfer nach Sapporo, Japans fünft größte Stadt und Verwaltungssitz der Präfektur Hokkaido. Sapporo ist keine sehr alte Stadt. Noch in den 1950er war sie nur die zweitgrößte Stadt der Insel Hokkaido und hat heute beachtliche 1,8 Mio. Einwohner. Die Straßen im Schachbrettmuster machen die Orientierung leicht und so sollte man hier auch seine Freizeit nutzen, um diese wunderschöne Stadt auf eigene Faust zu erkunden.

Tag 9: Stadtrundgang und Panoramablick

Wir beginnen den Tag mit einem Stadtrundgang, der uns vorbei am 1878 errichteten Uhrenturm, dem Wahrzeichen dieser jungen Stadt, zum Odori Park führt. Dieser Park wird im Frühjahr mit einer Fülle prächtiger Blumen bepflanzt, während hier im Winter die riesigen, kunstvollen Schnee- und Eisskulpturen des Sapporo Snow Festivals zu bewundern sind. Ganz in der Nähe befindet sich der Sapporo Tower, von dessen Aussichtsplattform auf 90 m Höhe man einen atemberaubenden Panoramablick über Stadt bis zu den Bergen hat.

Moderne Götter und moderne Getränke

Südwestlich des Odori Parks liegt der wunderschöne, kleine Wald des Maruyama-Parks mit seinen vielen Zedern. Mitten in dem herrlichen Wald treffen wir auf die Schreinanlage des Hokkaidojinja, der 1869 vom Kaiser Meiji, dem Kaiser der japanischen Modernisierungsphase, persönlich eingeweiht wurden. Seine Schutzgottheiten bewahren seitdem die Insel Hokkaido vor Unheil.

Sapporo hat als moderne Stadt natürlich viel von befreundeten Nationen übernommen. So hat hier das Brauhandwerk Tradition und wir werden uns anschauen, wie in der Brauerei von „Sapporo Beer“ eines der beliebtesten Getränke in Japan entsteht. Natürlich gehört zu einem solchen Besuch auch eine Kostprobe.

Tag 10: Yoichi und Otaru – Die Vorzeit

Hier auf der Insel Hokkaido lebt eines der Urvölker, die Japan einst besiedelten. Die Ainu, sind heute sehr selten anzutreffen. Ihre Bräuche und Traditionen gehen zurück auf die Völker der Jomon-Zeit (ca. 10000 – 300 v. Chr.).

Wir fahren am Morgen nach Yoichi, einen kleinen Ort außerhalb von Sapporo. Hier wurde 1950 eine Höhle entdeckt, die 1500 Jahre alt ist und damit aus Jomon-Zeit stammt, die hier im Volk der Ainu weitaus länger erhalten blieb als auf den restlichen Inseln Japans. Die Felsmalereien der Fugoppe-Grotte, sind einzigartig und werden heute mit aufwendigen Mitteln geschützt, da Sie seit der Öffnung der Höhle der Erosion ausgesetzt sind.

Leben und Arbeiten im Japan des 19. Jh.

Nach dieser Reise in die ferne Vergangenheit machen wir uns auf ins nahe gelegene Otaru. Diese kleine Fischerei- und Hafenstadt war noch bis in die 1950er die größte und bedeutendste Stadt Hokkaidos. Hier waren Glasindustrie, Fischerei und Fernhandel angesiedelt. Wir bewegen uns entlang des Kanals von Otaru vorbei an den alten Waren- und Handelshäusern. Wir treffen auf gemütliche kleine Restaurants, Geschäfte, Galerien und Künstler, die hier ihre Werke präsentieren. Wenige Minuten von Otaru entfernt liegt das Hering Mansion. Es ist das Anwesen eines reichen Fischers, der das Gebäude zum Wohnen und Arbeiten im 19. Jh. erbauen ließ. Wir erfahren hier viel über das Leben und die Arbeit der Fischer, die hier in der einst wichtigsten Stadt Hokkaidos lebten und wirkten.

Ursprung der japanischen Nudeln

Der Abend führt uns in das Ausgehviertel von Sapporo – Susukino. Mit ca. 5000 Restaurants, Bars, Karaoke- und Pachinko-Hallen ist es das größte Ausgeh- und Vergnügungsviertel Japans nördlich von Tokyo. Eine kleine Gasse namens Ramen Yokocho bietet hier zudem das Paradies für Liebhaber japanischer Nudelgerichte. Die zahlreichen Restaurants bieten ausschließlich die leckeren Ramen an, Nudeln, die der Legende nach aus Hokkaido stammen und hier in verschiedenen leckeren Suppen serviert werden.

Tag 11: Der Shikotsu-Toya-Nationalpark

Benannt nach seinen zwei herrlichen Kraterseen, bietet der Shikotsu-Toya-Nationalpark eine einzigartige Naturlandschaft, die auf der Welt ihres gleichen sucht. Zuerst fahren wir mit dem regelmäßig verkehrenden Ausflugsboot hinaus auf das Wasser des klaren Shikotsu Kratersees. Vor etwa 50000 Jahren formte sich dieser See, als die Caldera des riesigen Vulkans beim Erlöschen zusammenbrach und sich mit Regenwasser füllte.

Zu Gast bei den Ainu

Die schon erwähnten Ainu, die einst den Norden Japans besiedelten, werden wir heute noch in Poroto Kotan besuchen, wo man in einem Freilichtmuseum ein Dorf dieses stolzen Volkes nachgebildet hat. Ihr Siedlungsgebiet beschränkte sich nicht nur auf den Hokkaido und Nordhonshu, sondern es zog sich bis zur Insel Sachalin und zu den Kurilen im heutigen Russland. Hier in Poroto Kotan erfährt man alles über ihre naturverbundene Kultur und das Personal des Museums lässt Sie auch gern teilhaben an den traditionellen Zeremonien und Tänzen der Ainu.

Am Abend erreichen wir Noboribetsu Onsen, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen.

Tag 12: Onsen – Japanische Badekultur

Was wäre eine Reise nach Japan in ein altes Vulkangebiet voller natürlicher heißer Quellen, wenn man diese nicht auch nutzen würde?

Nach alter Tradition geht man in das nach Geschlechtern getrennte Bad, entledigt sich komplett aller Kleidung und wäscht sich gründlich vom Kopf bis zu den Zehen. Das geht im Sitzen vor einer tiefer angebrachten Dusche. So kann man sich auch die Zeit für mehr Gründlichkeit nehmen und muss nicht lange stehen. Das gehört in Japan zur Etikette und ist aus Gründen der Reinlichkeit auch für Gäste Pflicht.

Danach hat man eine Vielfalt von Bädern zur Auswahl, denn egal ob es draußen oder drinnen sein soll, ob man lieber den modernen Whirlpool oder lieber das traditionelle japanische heiße Bad möchte, alles ist vorhanden. Zuletzt noch kurz gefragt welche Mineralien gut für das individuelle Wohl sind und schon kann es mit der Entspannung im passenden Bad losgehen.

Wer vielleicht noch die Sauna nutzen möchte wird hier ebenfalls fündig. Mit einem frischen Grüntee kann man seinem Körper ebenfalls etwas Gutes tun und ganz entspannt in einen japanischen Yukata gekleidet geht man dazu in den Ruheraum nebenan.

Das kochende Tal

Um zu erfahren, wo das Wasser für die Bäder her kommt können Sie heute auch an einer Wanderung in das Höllental teilnehmen. Mit kochenden Schwefelquellen, heißem Vulkansee und dampfenden Bach, der als Fuß-Onsen verwendung findet, macht dieser Ort seinem Namen alle Ehre.

Tag 13: Hakodate – Wo die Moderne Einzug hielt

Die gemütliche, alte Hafenstadt Hakodate war einst Schauplatz der Schlacht um Ezo, wie sich die Insel Hokkaido bis 1869 nannte. Wir erreichen die Stadt am Morgen und begeben uns zur sternförmigen Festung Goryokakku. Als erste Festungsanlage nach westlichem Vorbild in Japan, steht Sie symbolhaft für die Modernisierung des Staates.

Unser Stadtrundgang führt uns danach zum Motomachi-Bezirk, dem Hafenviertel von Hakodate. Die Stadt hatte einen der ersten Häfen der noch vor Beginn der Meiji-Restauration (ab 1868) für den internationalen Handel und Schiffe aus Übersee geöffnet wurde. So verwundert auch die prächtige westliche Architektur nicht und die sich in der beeindruckenden russisch-orthodoxen Kirche und dem Gebäude des alten britischen Konsulates wiederspiegelt.

Eine Seilbahnfahrt auf den nahegelegenen Mt Hakodate bietet einen einzigartigen Blick auf die sanduhrförmige Stadt und die dazugehörige Bucht. Ein gelungener Tagesabschluss auf 334 Metern Höhe.

Tag 14: Auf dem Markt in den Tag

Wie könnte man schöner in den Tag starten als mit einem morgendlichen Besuch des lokalen Markts. Ob Fisch, Meeresfrüchte, Obst oder Gemüse, frischer geht es nicht. Der anschließende Besuch der Soma Händlerresidenz rundet das Programm in Hakodate ab, bevor Sie Hokkaido verlassen.

Meerenge von Tsugaru von unten und oben

Nachdem wir am Abend zuvor schon einen Blick hinaus auf das Meer gewagt haben, begeben wir uns am heute auf die andere Seite der Meerenge von Tsugaru. Zwei Stunden dauert die Fahrt mit dem Zug nach Aomori. Dabei fährt man durch den Seikan-Tunnel, der Hokkaido mit der Hauptinsel Honshu verbindet. 17 Jahre dauerte der Bau und nun ist dieser Tunnel mit 54 km der längste Tunnel der Welt und hat den zweitlängsten, unter Wasser liegenden Abschnitt eines Tunnels weltweit.

Hirosaki – Die Zeit der Fürsten

Auf der anderen Seite erwartet Sie die Stadt Hirosaki, eine alte Fürstenresidenzstadt. Der Tsugaru-Clan ließ sich im 17. Jh. hier eine Burg errichten, von der noch der Hauptturm, die massiven Mauern und einige Ecktürme erhalten sind. Zur Anlage der Burg gehört in Japan auch ein entsprechender Garten, den wir besuchen werden.

Gärten japanischer Geschäftsleute

In der Umgebung der Burg wartet aber noch ein weiteres Highlight auf uns. Ein reicher Geschäftsmann namens Fujita Kenichi hatte hier einst ein größeres Anwesen, das zu einem herrlichen, japanischen Landschaftsgarten umgestaltet wurde. Der Garten teilt sich in einen unteren Garten mit einem traditionellen japanischen Haus und einen oberen Garten mit einem Haus für die japanische Teezeremonie. Die Anlage ist eine prächtige Anlage mit Teichen Brücken und Hügeln, die einen harmonischen japanischen Landschaftsgarten zur Entspannung formen.

Neputa – Feiern in Japans Norden

Am Abend besuchen wir die Neputa-Festumzüge. Namentlich ähnlich dem Nebuta-Festival in Aomori unterscheidet es sich im Namen durch das „p“, aber auch hier erwarten uns bei einer unverwechselbar guten Stimmung, prächtige beleuchtete Festwagen mit Motiven, die sehr an die Zeit der Samurai erinnert.

Tag 15: Aomori und die japanische Vorzeit

Die Stadt Aomori ist in ganz Japan berühmt für riesige, saftige und wohlschmeckende Äpfel. Bei einem Rundgang durch die moderne Stadt werden uns diese daher sehr häufig begegnen.

Nach einem kurzen Rundgang durch die Stadt wartet die Sannai Maruyama Ausgrabungsstätte auf uns. Hier hat sich die Jomon-Kultur wieder einmal verewigt, die uns auf dieser Reise schon einmal begegnet ist. Das Wort „Jomon“ bedeutet wörtlich übersetzt „Schnurmuster“ und bezieht sich auf die charakteristischen Verzierungen der Keramik dieser Kultur. Das Freilichtmuseum der Ausgrabungsstätte entführt uns in die alte Zeit um 10000 – 300 v. Chr., die Zeit der Jäger und Sammler. Wir sehen die Häuser, in denen man wohnte, die Kleidung, die man trug und auch die Werkzeuge, mit denen man in dieser Zeit arbeitete.

Kunst der Moderne

Im Kunstmuseum der Stadt lernen wir noch kennen, was die moderne Ästhetik in dieser Region ausmacht. Neben Gemälden namhafter Künstler wie Chagall, gehören zu den Ausstellungsstücken auch besondere Exponate der japanischen Popkultur, wie die beeindruckende 8,50 m hohe Hundestatue des Aomori-ken. Die Räume sind zum Großteil unterirdisch gebaut, so dass man das Gefühl hat, als suche man in einer archäologischen Ausgrabungsstätte nach Zeugen der japanischen Moderne.

Nebuta – Fest mit Tradition

Am Abend zurück in Aomori werden wir die Festumzüge des Nebuta-Festivals besuchen, einem der drei großen Feste, die jährlich in Nordjapan stattfinden. Kunstvoll geschmückte Umzugswagen aus japanischem Papier gehören ebenso zu dem Spektakel wie Straßenkünstler und Feuerwerk. Die Stimmung auf einem solchen Fest in Japan wird Ihnen dieses Erlebnis unvergesslich machen.

Tag 16: Osore-zan – Heiligtum der Toten

Der 879 m hohe Berg Ozore-zan ist einer der drei heiligsten Orte Japans neben dem Berg Hiei-zan und dem Koya-san. Da die Aufgabe des Totenkultes in Japan der Buddhismus übernimmt, ist es vorrangig ein buddhistisches Heiligtum, aber jedes Jahr trifft man hier auf Schamanen der alten Naturreligion Nordjapans, die versuchen mit den Verstorbenen in Kontakt zu treten. Insbesondere die Eltern verstorbener Kinder nehmen diese Gelegenheit in Anspruch. Davon zeugen die vielen Statuen des Jizo Bosatsu, eines Heiligen, der sich entschieden hat nicht ins Nirwana zu gehen. Er hilft stattdessen den verstorbenen Kindern mit seinem Mönchsstock unbeschadet einen Fluss zu überqueren, der zwischen zwei der vielen Höllen fließt, in denen man laut den buddhistischen Lehren nach dem Tod gerichtet wird. Da sich die Seelen der Verstorbenen den Legenden nach, hier am Osore-zan versammeln, wollen wir während unserer Wanderung diesem Berg die Ehre erweisen und ihm mit Respekt begegnen.

Heiligtum am ehrwürdigen Feuerberg

Nahe des Osore-zan liegt in der Caldera eines alten Vulkans der See Usori, ein schwefeliger Kratersee. In seiner näheren Umgebung findet sich der Bodaiji-Tempel, ein buddhistisches Heiligtum, gelegen in einer einzigartigen Naturlandschaft. Genießen Sie die Stille und Anmut des Tempels auf unserem Spaziergang.

Am Abend kehren wir nach Aomori zurück.

Tag 17: Sendai – Stadt von Fürst Date Masamune

Nach einer rasanten Fahrt mit Japans berühmtem Expresszug, dem Shinkansen, erreichen wir Sendai. Die Millionenstadt war früher der Sitz von Fürst Date Masamune, einem der mächtigsten Herrscher und Generäle des 16./17. Jahrhunderts.

Hier in Sendai findet heute das Tanabata-Fest statt, das dritte große Festival Nordjapans. Es ist ein Sternenfest in Gedenken an ein legendäres Liebespaar, das sich nur einmal im Jahr trifft, symbolisiert durch zwei Sterne am Himmel. Prächtige, bunt geschmückte Festwagen fahren den ganzen Tag die Straßen entlang und werden von traditionellen Tänzern begleitet. Auch verschiedene andere Aufführungen von Straßenkünstlern und Feuerwerk lassen das Fest zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Im Gedenken an den Daimyo

Am frühen Abend unterbrechen wir den Festbesuch kurz, um der letzten Ruhestätte von Fürst Date Masamune einen Besuch abzustatten, dem Zuihoden-Mausoleum. Als einem der mächtigsten Landesfürsten der Edo-Zeit, hat man ihm hier eine mit prachtvollen Schnitzereien verzierte Gedenkstätte errichtet, die Sie faszinieren wird.

Tag 18: Hiraizumi – Domäne des Fujiwara-Clans

Heute erwartet uns ein Ausflug der Extraklasse in Japans einzigartige Naturlandschaft. Der wunderschöne Ort Hiraizumi, umgeben von Wäldern und traumhaften Schluchten, war einst die Domäne des Fujiwara-Clans. Über viele Jahrhunderte hinweg lenkte diese einflussreiche Aristokratenfamilie durch Regenten die Politik des Landes anstelle unmündiger Kaiser. Die Stadt war mit dem Fujiwara-Clan reich geworden und gelangte im 12. Jh. zu einer ungeahnte Blüte, denn es war das Zentrum des japanischen Goldhandels.

Tempel in Gold

Vom Glanz dieser Tage zeugt heute noch einer der Haustempel der Fujiwara-Familie, der Chusonji-Tempel. Wir erreichen die Anlage, die der buddhistischen Tendai-Schule angehört auf idyllischen Waldwegen. Obwohl viele der Gebäude in der Vergangenheit durch Feuer beschädigt oder gar zerstört wurden, ist eines der wichtigsten Gebäude im Original erhalten. Die 1124 erbaute goldene Halle – Konjikido – erstrahlt noch immer im alten Glanz.

Machtkampf im Kriegeradel Japans

Der Fujiwara-Clan verriet den Bruder des damaligen Shoguns und besiegelte damit sein Todesurteil, denn der Shogun ließ ihn hinrichten. Dem Bruder des Shoguns, der durch Verleumdung das Leben verlor, ist hier eine Gedenkstätte errichtet worden, in der sich eine hölzerne Statue des Helden befindet. Die Anhöhe, auf der sich das Denkmal befindet, bietet uns einen beeindruckenden Panoramablick über die Landschaft von Hiraizumi. Auf dem nahegelegenen Satetsu Fluss geht es zum Abschluss des Tages auf eine Bootsfahrt durch die Geibiki Schlucht, die sich malerisch in die Felsen schneidet.

Tag 19: Matsushima – Verträumte Pinieninseln

Von Sendai aus fahren wir heute zu einer der drei schönsten Landschaften Japans, nach Matsushima. Über 200 kleine Inseln liegen hier malerisch über die ganze Bucht verteilt und laden uns zu einer Bootsfahrt ein, um die Schönheit der Bucht aus nächster Nähe sehen zu können.

Heilige Orte Nordjapans

Das nächste Highlight ist die Anlage des Zuiganji Zen-Tempels. Der Weg zur Haupthalle ist gesäumt von altehrwürdigen Zedern, durch die man die Meditationshöhlen des Tempels in einer Felswand sehen kann. Der Tempel war erst 1606 von Fürst Date Masamune zum Zen-Tempel umgestaltet worden und bietet eine angenehm entspannte Atmosphäre.

Grüner Tee und gegrillte Leckereien

Ebenso entspannt machen wir dann einen kurzen Spaziergang zum Kanran-tei Teehaus, von dem man nochmal einen schönen Blick in die Bucht hat. Genießen Sie hier eine Tasse grünen Matcha Tees, bevor es zurück nach Sendai geht. Wie wäre es hier am Abend mit einer kulinarischen Spezialität aus der Region? Gyutan ist dünn geschnittene, gegrillte Rinderzunge. Eine wahre Gaumenfreude, die man genießen sollte.

Tag 20: Eine Szenerie wie aus dem Bilderbuch

Mit einem Reisebus geht es heute tief in Japans Berge. In der Präfektur Yamagata gelegen besuchen wir zunächst den Bergtempel Yamadera. Mehrere in traditioneller Architektur errichtete Tempelgebäude verteilen sich hier auf dem Berg und fügen sich malerisch in die Landschaft ein.

Mumifizierte Bergasketen

Im Anschluss geht es zum Berg Yudono-san, der mit dem Haguro-san und Gas-san die drei heiligen Dewa Berge bildet. Yudono-san steht symbolisch für die Wiedergeburt, während Haguro-san für Geburt und Gas-san für den Tod steht. Zu Fuß erkunden Sie den mystischen Berg und besuchen auch einen der beiden nahegelegenen Tempel. Diese beherbergen die mumifizierten Überreste von Mönchen die hier gewirkt und sich durch Meditation und asketische Lebensweise selbst konserviert haben, um die Erleuchtung zu erlangen. Später geht es weiter mit dem Bus in den Bandai Nationalpark. Hier verbringen Sie die kommenden zwei Nächte.

Tag 21: Urabandai – In schönster Natur die Seele baumeln lassen

Auch der Norden Japans ist vulkanisch Aktiv und heute wollen wir uns den beeindruckenden Feuerbergen widmen. Wir machen zunächst eine leichte Wanderung auf dem Bandai-Plateau, einer ganz besonderen Naturlandschaft, denn die gesamte Formation ist vulkanischen Ursprungs. 1888 erwachte der Vulkan unerwartet aus seinem Jahrhunderte langen Schlaf und formte mit einem gewaltigen Ausbruch, die herrliche Landschaft, die man heute hier findet. Die Gipfel des Bandai-Plateaus, von denen der Höchste 1819 m hoch ist, sind heute beliebte Ausflugsziele und besonders beliebt bei Skifahrern. Doch nicht nur die Gipfel sind einzigartig schön, sondern auch die vielen Seen, die sich malerisch in die Landschaft fügen, und die Besucher zum Wandern einladen. Falls nach unserer kurzen Gemeinsamend Wanderung ihre Wanderlust noch nicht gestillt sein sollte, können Sie also gerne noch alleine andere Ecken des Nationalparks erkunden. Sie können es aber auch etwas ruhiger angehen lassen: Wie wäre es mit einem Besuch im lokalen Kunstmuseum? Natürlich stehen ihnen auch wieder Japans heiße Quellen zur Verfügung, in denen Sie ihren Muskeln etwas Ruhe gönnen können. Der Tag steht Ihnen zur freien Verfügung

Tag 22: Aizu-Wakamatsu – Brautradition

Auf dem Weg nach Süden machen wir heute einen Zwischenstopp in Aizu-Wakamatsu, von wo aus einst der mächtige Aizu-Clan herrschte. Unser erstes Ziel ist die Suehiro Sake-Brauerei. Sie produziert seit dem Jahr 1850 den traditionellen japanischen Reiswein und ist in ganz Japan bekannt für Sake von bester Qualität. Wir bekommen im Museum der Brauerei Einblick in den Brauprozess und auch in die Zutaten und Gerätschaften, die dazu notwendig sind. Danach haben Sie natürlich auch die Gelegenheit, das japanische Nationalgetränk zu probieren.

Garten für die Fürsten

Die Fürsten des Aizu-Clans waren vielbeschäftigte Leute und brauchten selbstverständlich auch ab und zu eine Pause von den Regierungsgeschäften und den Feldzügen. Der beste Platz zum Ausspannen war und ist der Oyakuen-Garten, der nicht nur einen herrlichen Landschaftsgarten beherbergt, sondern ebenso über einen Garten mit medizinischen Kräutern verfügt. Auch lädt hier ein Teehaus zum Verweilen ein. Hier kann man die Schönheit des Gartens ganz entspannt bei einer Tasse Grüntee und einer kleinen japanischen Süßigkeit genießen.

Die tragische Geschichte des weißen Tigers

Um ganz in die Welt der stolzen Krieger einzutauchen besuchen Sie noch Samurai Residenz. Hier können Sie mehr über das Leben des Kriegeradels lernen und hören die tragische Geschichte der „Einheit des weißen Tigers“, eine Gruppe von Jungen Samurai von denen 19 bei der Verteidigung der Stadt freiwillig Selbstmord begingen. Am Abend geht es weiter in die bevölkerungsreichste Metropolregion der Welt: Tokyo erwartet Sie.

Tag 23: Tokyo - Faszinierende Metropole nicht ohne Natur

Der heutige Tag bietet Ihnen Gelegenheit entweder auf eigene Entdeckungstour zu gehen oder sich mit Ihrem Reiseleiter gemeinsam auf einen Ausflug zu begeben. Dieser führt Sie zum Yakuoin-Tempel auf dem ehrwürdigen Tempelberg Takao-san, in dem bis heute Tengu, mythische Bergkobolde, verehrt werden.

Tag 24: Rückflug nach Deutschland

Mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck geht es heute zurück nach Deutschland. Nach einem Tagesrückflug erreichen Sie am Abend Frankfurt.