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Japan Studienreisen

Japan: Natur, Mystik & Onsen – Japan Reise 16 Tage

Reiseprogramm der 16tägigen Japanreise „ Natur, Mystik und Onsen

1.Tag: Abflug von Frankfurt

Von Frankfurt aus starten Sie zu ihrer Reise nach Japan und werden Osaka am Folgetag erreichen.

2.Tag: Osaka – Willkommen im Land des Lächelns

Dotonbori Ausgehviertel mit Neonreklamen in Osakas Innenstadt

Am heutigen Tag erwartet Sie ein leichtes Programm zum Einstieg: Um sich mit ihrem ersten Reiseziel vertraut zu machen, gehen Sie mit ihrem Reiseleiter auf einen Rundgang durch die Innenstadt von Osaka.
Ihr Spaziergang führt Sie durch das Szeneviertel Amemura, mit Modegeschäften und Bars hinunter zum Dotonbori Kanal, wo gegen Abend die Neonlichter eingeschaltet werden. Dann entwickelt sich entlang des Wassers und der gleichnamigen Speisemeile ein ganz besonderes Flair, das zum Flanieren und natürlich auch zum Probieren einlädt. Vielleicht kehren Sie ja mit Ihrem Reiseleiter in einen der unzähligen Takoyakiläden – mit Teig ummantelte Oktopusbällchen – oder Kushikatsuläden – frittierte Gemüse-, Fleisch- und Fischspieße – ein.

3.Tag: Die Burg von OsakaDie Burg von Osaka

Als eine der größten Burganlagen Japans ist die Burg von Osaka bis heute ein Wahrzeichen der Stadt geblieben. Sie erkunden die weitläufige Anlage mit den dicken Mauern und tauchen ein in die Geschichte der Kriegerfürsten Toyotomi Hideyori und Tokugawa Ieyasu.

Japans Ur-Religion – Besuch des Hokoku-jinja Schreins

Auf dem Festungsgelände steht auch der Hokoku-jinja Schrein, bei dem Sie mehr über den Shintoismus, einer der zwei großen Religionen Japans, erfahren. Shintoismus ist eine in Japan selbst entstandene Religion, die geprägt ist von Naturverehrung aber auch von einflussreichen Persönlichkeiten der japanischen Geschichte, zu denen in den Schreinen gebetet wird.

Aus der Asche der Gläubigen

Der Hokoku-jinja Schrein

Das Viertel Tenno-ji liegt im südlichen Teil von Osakas Innenstadt. Hier erkunden Sie den Shitenno-ji Tempel von dem der Stadtteil seinen Namen erhalten hat. Im sechsten Jahrhundert von Prinz Shotoku gegründet, gilt er als der erste staatliche Tempel des Landes und steht symbolisch für das Aufblühen des Buddhismus zur zweiten großen Religion Japans.
In direkter Nachbarschaft gelegen befindet sich der Isshin-ji Tempel, in dem eine interessante Praktik verfolgt wird. Die hier zu sehenden Buddhastatuen werden aus der Asche von zehntausenden verstorbenen Anhängern der hier praktizierten buddhistischen Schule geformt.

Hoch hinaus

Am späten Nachmittag geht es dann in luftige Höhen. Mit 300 Metern ist das Abeno Harukas Building das höchste Gebäude in Osaka. Genießen Sie den Panorama Blick von den obersten Etagen und vielleicht erkennen Sie ja einige der bisher besuchten Sehenswürdigkeiten von oben wieder.
Auch der letzte Punkt des Tages ist von oben zu erspähen: nicht weit entfernt liegt das Viertel Shinsekai. Übersetzt bedeutet der Name so viel wie „Neue Welt“ und ein Spaziergang durch die erleuchteten Gassen lässt sie wirklich in eine andere Welt eintauchen.

4. Tag: Nara – Wo der Buddhismus Fuß fasste

Der heutige Tagesausflug bringt Sie in die erste permanente Hauptstadt des Landes, Nara. Nachdem der Buddhismus als zweite große Religion akzeptiert wurde, bildeten sich hier in der Nähe des Hofes wichtige buddhistische Zentren, die mit der Zeit erheblichen Einfluss auf die Politik des Landes nahmen.

Zurück zum Anfang

Ihr erstes Ziel ist ein architektonisches Unikat. Die Gebäude des Horyu-ji Tempels gelten als die ältesten noch stehenden Holzkonstruktionen unseres Planeten und schauen auf eine ca. 1400 jährige Geschichte zurück. An Orten wie diesem hier fasste der Buddhismus Fuß im Inselreich und durch den Geruch des uralten Holz fühlt man sich in diese Anfangsphase zurück versetzt.
Nicht weit entfernt gelegen steht der fast genau so geschichtsträchtige Yakushi-ji Tempel. Einst von Kaiser Tenmu zur Genesung seiner erkrankten Frau errichtet, ist er dem Medizin Buddha gewidmet und repräsentiert bis heute den frühen Tempelbaustil.

Ein Palast erstrahlt in neuer Pracht

Was wäre eine Kaiserhauptstadt ohne einen Palast? Der Heijo Palast war über fast ein Jahrhundert das Zentrum des Landes, doch leider verfielen die meisten Gebäude der Anlage nachdem der Kaiser am Ende des 8. Jahrhunderts seinen Hof verlegte. Dies hinderte die stolzen Einwohner Naras jedoch nicht den Namen als ehemalige Kaiserhauptstadt hoch zu halten. Und so wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einige Gebäude in originaler Bauart erneut errichtet. Streifen Sie in der weitläufigen Anlage zwischen authentischen Nachbauten und archäologischen Ausgrabungsstätten umher und entdecken Sie alte Artefakte im Nara Palast Museum, bevor es mit dem Zug zurück nach Osaka geht.

*Zur Zeit der späten Kirchblüte Mitte April fahren Sie nicht nach Nara. Stattdessen bringt Sie ein Reisebus zu den Bergen und alten Tempeln von Yoshino, wo auf verschiedenen Höhen unterschiedliche Kirchbaumarten blühen.

5.Tag: Koya-san – Aufbruch zum heiligen Berg

Die Konpon Daito Pagode des heiligen Bergs Koya-san

Sie lassen die Großstadt Osaka erst mal hinter sich und fahren mit der Bahn hinaus aufs Land. Langsam schlängelt sich der Zug durch immer dichter werdenden Wald den Hang hinauf und die letzten zweihundert Höhenmeter bringen Sie in einer Zahnradbahn hinter sich, dann sind Sie endlich auf dem Hochplateau des heiligen Berges Koya-san angekommen.
Koya-san ist das spirituelle Zentrum des Shingon Buddhismus, einer Lehre die vor über 1200 Jahren nach Japan kam. Nachdem ihr Gründer Kobo Daishi in China unterrichtet wurde und später über mehrere Jahre durch ganz Japan gezogen war, fand er hier den perfekten Ort, um den Hauptsitz seiner Schule zu Gründen. Seitdem hat sich hier, umgeben von mächtigen Sicheltannen, eine Tempelstadt mit über 100 kleinen und großen Tempeln herausgebildet.

Der Mutter zu Ehren

Ihr erstes Ziel ist der Kongobu-ji Tempel, der einst von dem Machtvollen Samurai und Reichseiniger Toyotomi Hideyoshi zu Ehren seiner verstorbenen Mutter errichtet wurde. Besonders bekannt ist der Tempel aber für seine wunderschön gearbeiteten Schiebetüren, die Landschaftsmalereien zeigen, die fast mit der Schönheit des heiligen Bergs selbst mithalten können.

Nächtliche Stille im Tempel

Im Anschluss geht es zu Ihrer Unterkunft für die kommenden zwei Nächte. Sie werden in einer Tempelherberge übernachten, um die Ruhe und Spiritualität dieses Ortes aufsaugen zu können.
Bevor Sie ihre Zimmer beziehen wird Ihnen ein Mönch des Ordens mehr über die Geschichte Ihrer Herberge erzählen und Sie in die Verhaltensregeln einführen. Hier haben Sie auch die Möglichkeit Fragen über das Leben auf dem heiligen Berg und zum Buddhismus zu stellen, bevor Ihnen das Abendessen serviert wird. Da es in dieser buddhistischen Schule verboten ist, Leben zu nehmen, sind alle Gerichte im Tempel vegetarisch, Sie speisen also so, wie es die Mönche auch tun.
Da die Zimmer in japanischem Stil eingerichtet sind, wird das Gebäude ohne Schuhe betreten. Auf den japanischen Reisstrohmatten, Tatami genannt, läuft und sitzt es sich nicht nur angenehm, auch ihr Bett wird in Form eines Futons, also einer gut gepolsterten Schlafmatratze, auf dem Boden ausgerollt. Genießen Sie noch einen ruhigen Spaziergang entlang des Tempelareals, bevor alle Lampions erloschen sind und Sie sich in ihr warmes Futon kuscheln können.

6.Tag: Der Abt ruft zur Morgenandacht

Früh beginnt der Tag im Tempel. Noch sind die uralten Bäume und moosbewachsenen Dächer der Tempelgebäude auf dem Koya-san mit Nebel verhangen, da finden Sie sich schon in der Andachtshalle des Tempels wieder, um an den morgendlichen Zeremonien teilzunehmen. Finden Sie zu sich selbst und lauschen Sie, wie der Abt des Klosters seine Gebete spricht und die anwesenden Mönche in die Sutrengesänge mit einstimmen.

Wo der Donnerkeil landete

Nachdem Sie sich beim vegetarischen Tempelfrühstück gestärkt haben, machen Sie sich auf, um die vielen Geheimnisse des heiligen Bergs zu erkunden.
Erstes Ziel ist der Garan, der zentrale Tempelkomplex. Er stellt den Ursprung buddhistischer Praxis auf dem Koya-san dar und beeindruckt mit seiner 45 Meter hohen Pagode. Der Legende zu Folge hat der Gründer Kobo Daishi während seiner Lehrjahre in China einen Donnerkeil über das Meer nach Japan geworfen. Als er dann zurück in seinem Heimatland auf der Suche nach einem geeigneten Ort für die Gründung eines Tempels war, fand er den Ritualgegenstand hier in einer Pinie stecken.
Im Anschluss besuchen Sie das Reihokan Museum, das die künstlerischen Kostbarkeiten des Koya-san beherbergt. Buddhistische Kunst aus verschiedenen Epochen ist hier vertreten.

In ewiger Meditation

Am Nachmittag erwartet Sie der Höhepunkt eines jeden Pilgers, denn es wird gesagt, dass Kobo Daishi nicht verstorben, sondern in einen Zustand der ewigen Meditation eingegangen sein soll. Um sein Mausoleum zu erreichen durchqueren Sie jedoch zunächst den Okunoin Friedhof. Über 200.000 Gräber befinden sich hier im Wald verteilt. An manchen von ihnen nagte der Zahn der Zeit so lange, dass man unter dem drüber gewachsenen Moos kaum noch die Inschriften erkennen kann. Andere wiederrum sind erst vor kurzem errichtet worden. Ob Samurai, Geschäftsmann, Philosoph oder Literat, alle haben Sie gemeinsam, dass Sie hier in der Nähe des ewig meditierenden Kobo Daishi begraben werden wollten.
Am Ende des Weges befinden sich dann die von 10.000 Laternen erleuchtete Gebetshalle und das Mausoleum an dem Pilger aus ganz Japan buddhistische Sutren singen. Sie können sich an diesem mystischen Ort so viel Zeit nehmen wie Sie möchten und noch ein wenig durch die weite Anlage streifen, da Ihnen der Rest des Nachmittags zur freien Verfügung steht.

7.Tag: Auf den Spuren des Shintoismus

Nach der Morgenandacht und dem letzten Tempelfrühstück heißt es Abschied nehmen vom heiligen Koya-san und so geht es mit dem Bus weiter durch die Berge, um eine andere spirituelle Seite Japans zu entdecken.
Ihr Ziel ist der Kumano Hongu Taisha, einer der drei wichtigen Schreine dieser Region. Während Sie sich die letzten Tage ganz mit dem Buddhismus befasst haben, machen Sie sich hier auf die Spuren der ursprünglichen Religion Japans, dem Shintoismus. Abgelegen von großen Städten wird hier besonders deutlich, worum es in dieser Religion im Zentralen geht: Naturverehrung. Als in ihren Grundzügen animistische Religion glaubt man im Shintoismus an die Beseeltheit von Naturphänomenen.

Den Göttern so nah

Sie steigen am großen Torii von Oyunohara aus dem Bus und begeben sich auf eine Wanderung in die Welt der Götter. Das 33 Meter hohe Eingangstor ist das größte seiner Art und lässt die durchschreitenden Pilger geradezu winzig aussehen. Auch Sie folgen diesem Weg, den von nun an befinden Sie sich in der sakralen Welt in der die Kami, die Götter, zu Hause sind.
Sie wandern ca. einen Kilometer bis zum Hauptheiligtum, dem Kumano Taisha, dessen erste Erwähnung von einem Pilger im 9. Jahrhundert gemacht wurde. Bereits damals wird er als weitläufige Anlage beschrieben, was darauf schließen lässt, dass bereits lange vorher hier zu den Göttern gebetet wurde. Machen Sie es wie die Japaner und klatschen Sie zweimal in die Hände, bevor Sie den Göttern ihre Aufwartung machen.

Wandern auf den Pilgerpfaden

Im Anschluss geht es auf der Kumano Kodo Pilgerroute auf eine etwa vier Kilometer lange Wanderung. Schon vor hunderten von Jahren wurde das Netzwerk aus Waldpfaden genutzt um die großen Schreine und heiligen Berge der Region zu erreichen und auch heute hat man noch immer das Gefühl, dass die dichten Wälder von Göttern bewohnt werden.

Hinein ins heiße Nass

Am Ende ihrer Wanderung erreichen Sie den Ort Yunomine Onsen, wo Sie für die Nacht in einem Ryokan, einem traditionellen Hotel in japanischem Stil, einkehren. Nicht nur die japanischen Zimmer mit Tatami-Matten und Futon sind eine Erfahrung wert, auch das Abendessen wird Ihnen im Gedächtnis bleiben. Viele verschiedene Spezialitäten aus der japanischen Küche werden in einem reichhaltigen Menü serviert. Ein Höhepunkt für jeden Feinschmecker.
Neben dem guten Essen ist das Relaxen in einem Onsen Hauptbestandteil eines jeden Ryokan-Aufenthalts. Die von natürlichen heißen Quellen gespeisten Bäder dienen den Japanern seit Jahrhunderten als Ort der Entspannung. Lassen Sie ihre Seele baumeln, aber Vorsicht, so manch einer ist vor lauter Entspannung schon im Bad eingeschlafen.

8. Tag: In Richtung OzeanDie Burg von Kanazawa

Wie das Abendessen fällt auch das Frühstück vielfältig und japanisch aus. Stärken Sie sich für den heutigen Tag und tauchen Sie am Morgen in Ruhe nochmal ins heiße Becken, denn heute brechen Sie etwas später auf. Unser Bus bringt Sie dann in die kleine Hafenstadt Nachi Katsuura, von wo aus sie zu einer ca. 7,5 Kilometer langen Wanderung aufbrechen werden.

Wo zwei Religionen eins werden

Ihre Wanderung bringt Sie zu einem Ort, der das Verhältnis der Japaner zur Religion versinnbildlicht. In Mitten eines Zedernwalds gelegen befindet sich der Kumano Nachi Taisha Schrein, einer der drei wichtigsten Schreine der Region und Teil des lokalen UNESCO Weltkulturerbe. Hier wird unteranderem zu einer Gottheit gebetet, die sich in dem nahegelegenen Nachi no Taki Wasserfall, mit 133 Metern der höchste in ganz Japan, manifestiert.
Nicht weit entfernt etablierte sich an diesem Ort des shintoistischen Glaubens aber auch ein buddhistischer Tempel und Pilger erweisen für gewöhnlich sowohl dem Shinto-Heiligtum, als auch seinem buddhistischen Gegenbild die Ehre. Die Pagode des Saiganto-ji Tempels harmoniert mit dem Wasserfall zu einem Gesamtkunstwerk aus natürlicher Urgewalt und menschlicher Schaffenskraft.

Entspannen mit Blick aufs Meer

Nach der Wanderung bringt Sie unser Bus nach Nachi-Katsuura an die Pazifikküste, wo Sie erneut in einem Ryokan übernachten werden. Mit den Gepflogenheiten sind Sie ja bereits vertraut und können so in aller Ruhe nicht nur das reichhaltige Essen genießen, sondern auch erneut in die Welt der Onsen-Entspannung eintauchen. Was gibt es wohl Schöneres als den Blick während eines heißen Bads über den Ozean schweifen zu lassen?

9.Tag: Entlang der Küste

Wenn Sie am heutigen Morgen früh genug aus dem Bett kommen, können Sie miterleben, wo der Teile Ihres gestrigen Abendessens eingekauft wurden. Der kleine Fischmarkt von Katsuura ist bekannt für seine Thunfischauktion und nirgends gibt es frischeren Fisch als hier.

Wer lieber etwas länger schlafen möchte stößt am Frühstückstisch zur Gruppe hinzu. Noch eine letzte Stärkung, bevor es auf die Rückfahrt entlang der Pazifikküste Richtung Osaka geht.

Die Brücke am Meer

An Ihrem ersten Stopp haben Sie einen Ausblick auf eine Reihe seltsamer Felsformationen, die wie Brückenpfeiler aus dem Meer heraus ragen. Der Legende zu Folge hat hier Kobo Daishi, Gründer der Tempel auf dem Koya-san, einst eine Brücke innerhalb einer Nacht errichten wollen, um die gegenüberliegende Insel Oshima zu erreichen. Beinahe wäre er erfolgreich gewesen und so stehen diese „Brückenpfeiler“ noch heute in gerader Linie.
Nächster Halt ist die Yuasa Sojasoßenfabrik, wo Sie sich über die Produktion dieser dunklen Essenzutat informieren können. Sojasoße ist im wahrsten Sinne des Wortes für die Japaner, wie für uns Europäer das Salz in der Suppe. Das aus fermentierten Sojabohnen erzeugte Produkt ist essenzieller Bestandteil der japanischen Küche und schaut in Japan auf eine knapp 1400 Jahre alte Geschichte zurück.

Frischer Fisch kommt auf den Tisch

Nach all diesen Informationen über Sojasoße wird es Zeit für etwas Richtiges zu Essen. Ein paar Kilometer weiter wartet aus Sie eine Köstlichkeit, für die Japan auch bei uns im Westen bekannt ist. Genießen Sie ein authentisches Sushi-Menü, bei dem es zwar auch auf den frischen Fisch, aber im Besonderen auf die Zubereitung des Reises ankommt. In ihrem Restaurant blicken Sie auf einen privaten japanischen Garten, den Sie auch gerne bei einem Mittagsspaziergang erkunden können, bevor es weiter geht.

Des Kaisers ewige Ruhestätte

Sie nähern sich nun wieder Osaka, aber ein letzter Zwischenstopp in Sakai wartet auf Sie. Die Stadt ist bekannt für ihre große Ansammlung an prähistorischen Grabmälern, von denen einige enorme Ausmaße annehmen. Begeben Sie sich auf Spurensuche und umrunden Sie eines der kaiserlichen Hügelgräber, bevor Sie gegen Abend an ihrem Hotel in Osaka ankommen.

10.Tag: Hiroshima – Wo einst die Uhren still standenHeilige Insel Miyajima vor Hiroshima

Heute geht es mit dem Shinkansen, dem japanischen Schnellzug, nach Hiroshima. Sie besuchen den Friedenspark der Stadt und erfahren mehr darüber, wie es zum Abwurf der ersten Atombombe am 6. August 1945 kam und mit welchen Folgen die Stadt und ihre Bewohner zu kämpfen hatten. Der Friedenspark steht als Gesamtkomplex mit dem Atombombendom, der Friedensglocke und vielen Gedenkstätten als Mahnmal für das, was an jenem schicksalhaften Tag um 08:16 Uhr geschah, und erinnert an die Opfer. Sie besuchen auch das Friedensmuseum, in dem sowohl die große Zerstörung als auch Einzelschicksale behandelt werden.

Miyajima – Die Heilige Insel

Mit dem Schnellboot fahren Sie am Nachmittag hinaus auf die japanische Inlandssee und erreichen die heilige Insel Miyajima. Der Ausblick von der Insel auf das rote Schreintor im Wasser gilt als eine der drei schönsten Ansichten Japans. Erkunden Sie die Insel mit der Halle der 1000 Tatami und probieren Sie die vorzüglichen Austern, die in den Buchten rund um die Insel gezüchtet werden.

11.Tag: Kyoto – Wo einst der Kaiser residierteMädchen im Kimono vor dem Tor des Nanzen-ji Tempelsa

Am heutigen Tag geht es auf in die ehemalige Hauptstadt des Landes. Über 1000 Jahre war Kyoto der Sitz des Kaisers, weshalb die Stadt auch sennen no miyako genannt wird – die 1000jährige Hauptstadt. Hier schlägt das kulturelle Herz Japans.

Rote Tore

Nach dem Transfer von Osaka nach Kyoto geht es zunächst zum Fushimi Inari Taisha, einem der bekanntesten Shinto Schreine der Stadt. Besonders beliebt ist er bei Geschäftsmännern, die hier für das Gelingen eines Deals oder das Florieren der Firma beten. Als Geschenk hinterlassen Sie rote Schreintore, Torii genannt, die sich in einem langen Tunnel durch den Wald schlängeln.

Entlang des Philisophenpfades

Nächstes Ziel ist der Silberne Pavillon im Osten der Stadt. Die Gebäude dienten einst dem Shogun Ashikaga Yoshimasa als Altersresidenz, wurden aber nach dessen Ableben zu einem Tempel umfunktioniert. Die ehemalige Villa gilt als Zentrum der sogenannten „Kultur der östlichen Berge“, die bis heute in Form von Teezeremonie, Blumensteckkunst und No Theater das traditionelle Bild Japans prägt.
Im Anschluss wandern sie entlang des Philosophenweges unter hunderten von Kirchbäumen, die im Frühjahr ihre volle Pracht entfalten. Der berühmte Philosoph Nishida Kitaro soll hier auf seinem täglichen Weg zur Universität Kyoto meditiert haben.

In erleuchteten Gassen

Am Ende des Weges wartet der Nanzen-ji Tempel auf Sie. Hier wandeln Sie nicht nur zwischen alten Holzgebäuden und malerischen Gartenanlage, auch ein etwas unerwarteter Anblick wird sich Ihnen bieten. Ein steinernes Aquädukt nach westlichem Vorbild bringt Wasser vom 20 Kilometer entfernt gelegenen Biwa See nach Kyoto und verläuft entlang des Tempelgeländes.
Wenn es am Abend dämmert geht es dann in das von Lampions erleuchtete Geisha-Viertel Gion. Geishas werden in Kyoto Geikos genannt und sind immer noch Bestandteil der abendlichen Altstadt. Mit Glück haben Sie vielleicht später am Abend die Möglichkeit, einen Blick auf die Schönheiten zu erhaschen.

12.Tag: Die Macht der Samurai

Da das kulturelle Angebot Kyotos nahezu unerschöpflich ist, verbringen Sie auch diesen Tag in der alten Hauptstadt. Erstes Ziel ist die Residenz der Tokugawa Shogune. Als mächtigste Fürsten im Land hatten sie zur Feudalzeit Japans de facto die Macht inne und regierten das Land zwar streng, aber stabil. Das Nijo Schloss beeindruckt mit seinen aufwendigen Schnitzereien und den detaillierten Wandbemalungen, die von der Macht dieses Samurai-Clans erzählen. Wandeln Sie über den zwitschernden Nachtigallenboden und erfahren Sie mehr über alte Kriegerfürsten und Samurai.


Adlige Hohepriester und Goldener PavillonKinkaku-ji – Der Goldene Pavillon

Als nächstes besuchen Sie zwei der über 1600 Tempel Kyotos und erfahren mehr über das spirituelle Leben in Japan. Zunächst wartet der malerische Ninna-ji Tempel auf Sie, der wie viele andere kulturelle Stätten in Kyoto als UNESCO Weltkulturerbe kategorisiert ist. Der Tempel war über lange Zeit eng mit dem japanischen Kaiserhaus verbunden, da sein Hauptpriester für gewöhnlich Mitglied der kaiserlichen Familie war.
Im Anschluss wartet das wohl meist fotografierte Gebäude Kyotos auf Sie: der Goldene Pavillon des Rokuon-ji Tempels. Nahezu komplett mit Blattgold überzogen spiegelt er sich im Wasser des ihn umgebenden Sees. Nachdem er 1950 von einem Mönch niedergebrannt wurde, weil er des Tempels Schönheit nicht ertragen konnte, strahlt er seit den 80er Jahren wieder in goldenem Glanz und ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes der Stadt.

Ein typisch japanischer Markt

Am späten Nachmittag besuchen Sie noch den Nishiki Markt. In dieser engen Marktstraße kommen mutige Feinschmecker auf ihre Kosten: ob Fisch, Alge, Oktopus oder Seegurke, in Japan isst man nun mal alles was aus dem Meer kommt. Aber auch Kyotos eingelegtes Gemüse ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie aber natürlich auch einfach bei einem Fruchtsaft zuschlagen oder sich mit ein paar Snacks für die Fahrt nach Tokyo eindecken. Am Abend erfolgt der Transfer von Kyoto in die Hauptstadt mit dem Shinkansen Schnellzug.

13 Tag: Tokyo – Die größte Metropolregion der Welt

Die Metropolregion Tokyo gilt mit seinen knapp 33 Millionen Einwohnern als die Bevölkerungsreichste der Welt, was sich auch in der Architektur widerspiegelt. Eng drängen sich hier die Hochhäuser und Architekten holen das Beste aus dem begrenzten Raum heraus. Eine Stadt die ihres Gleichen sucht.

Der Schritt in die ModerneMausoleum des dritten Tokugawa in Nikko

Zwischen all diesem Gedränge findet man aber auch Ruheoasen mitten im Herzen der Großstadt. In einem Waldstück gelegen, befindet sich der Meiji-Schrein. Dieses Heiligtum ist dem Meiji-Kaiser und seiner Frau gewidmet, der das japanische Volk in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die Moderne geführt hat. Noch immer wird der Meiji-Kaiser von den Japanern sehr geschätzt, was diesen Schrein zu einem der bedeutendsten des Landes macht.

Schrill, Schriller, Harajuku und Shibuya

Großstadtgewimmel auf der großen Kreuzung von Shibuya

Aber was wäre ein Tokyo-Aufenthalt ohne ein bisschen „Action“? Gleich neben dem ruhigen Schreingelände wartet die ausgefallene Takeshita-Straße im Viertel Harajuku mit regenbogenfarbener Zuckerwatte, unzähligen Crêpe-ständen und Gothicläden auf Sie: Reizüberflutung vorprogrammiert.
Wer es etwas gediegener mag, kann später auf der Nobeleinkaufsmeile Omotesando die neusten Modelle internationaler Topmarken und kleinerer Boutiquen begutachten, bevor es wieder etwas ausgeflippter wird.
In Shibuya sammelt sich vor allem die Jugend und das hat seine Auswirkungen auf die ansässigen Läden. Von überall her schallt die Popmusik und wer Ausgefallenes sucht, wird hier sicher fündig. Sie müssen nur einmal über die meistfrequentierte Kreuzung Japans und schon kann der Shopping-Wahnsinn los gehen.

Die 47 herrenlosen Samurai

Ihr nächstes Ziel war Schauplatz einer der beliebtesten Geschichten der japanischen Feudalzeit. Als Fürst Asano nach einem Streit mit Fürst Kira unrechtmäßiger Weise dazu gezwungen wird, rituellen Selbstmord zu begehen, werden seine untergebenen Krieger zu sogenannten Ronin, herrenlose Samurai. Die Loyalität zu ihrem toten Fürsten war allerdings ungebrochen und so entschieden sich die 47 Ronin Rache zu üben. Nach über einjähriger Planung töteten sie Fürst Kira und brachten seinen Kopf zum Sengaku-ji Tempel, den Sie besuchen. Der Fakt, dass alle 47 Ronin im Anschluss ebenfalls Selbstmord begehen mussten, beweist ihre unbeugsame Loyalität und machte sie zur vorbildhaften, tragischen Helden.

Über den Wolken…

Der letzte Programmpunkt des Tages hat es in sich, denn es geht hoch, hoch hinaus. Mit 634 Metern gilt der Tokyo Skytree als höchster Turm der Welt und stellt seit seiner Öffnung im Jahre 2012 das neue Wahrzeichen der Stadt dar. Von seiner Aussichtsplattform aus haben Sie einen einzigartigen Blick auf das nicht enden wollende Häusermeer und mit etwas Glück können Sie in der Ferne sogar den heiligen Berg Fuji sehen.

14. Tag: Kochende Täler und Kraterseen mit Blick auf den FujiDampfende Schwefelquellen von Owakudani

Japan liegt auf dem pazifischen Feuerring, einer der vulkanisch aktivsten Regionen unseres Planeten. Dies macht sich auch bei Ihrem heutigen Ausflugsziel bemerkbar. Mit dem Bus geht es zunächst in die Berge, wo Sie das „große, kochende Tal“ Owakudani besuchen. Dieser Ort macht seinem Namen alle Ehre, denn hier treten schwefelhaltige Gase und kochendes Wasser an die Oberfläche und färben die Steine in Grün-Gelb. Die Japaner benutzen das mit Mineralien versetzte, heiße Wasser übrigens für die heißen Bäder, die sie über alles schätzen.
Nicht mehr aktiv hingegen ist der Ashi-Kratersee, auf dem Sie danach eine kurze Schiffsfahrt unternehmen. Lassen Sie die wunderschöne Kulisse des ehemaligen Vulkans auf sich wirken und mit etwas Glück erhaschen Sie vielleicht einen Blick auf den wohl bekanntesten Vulkan des Landes: den majestätischen Fuji.

Kamakura - Der Sitz des ersten Shogunats

Nach diesem Abstecher in die Natur tauchen sie erneut in die Geschichte des Landes ein. Sie besuchen das Küstenstädtchen Kamakura. Heute ein beliebtes Ausflugsziel für gestresste Tokyoter, machte die erste Shogunats-Dynastie des Landes diesen Ort zu ihrer Hauptstadt. Noch immer sind hier alte Tempel angesiedelt und so besuchen Sie zunächst den Hase-dera, von dessen Terrasse Sie einen guten Ausblick über die Bucht haben. Schauen Sie von oben den Fischerbooten und Surfern zu, bevor es weiter zum großen Buddha von Kamakura geht. Seit Jahrhunderten meditiert die meterhohe Bronzestatue auf ihrem Sockel und begrüßt jeden mit einem beruhigenden Lächeln.

15.Tag: Nikko – Jahrhunderte altes PilgerzentrumWächterfigur des Taiyuin Mausoleums

Der letzte Programmtag auf Ihrer Reise führt Sie nach Nikko, dem „Sonnenstrahl“ in den Bergen. Vor etwa 1200 Jahren kam der Mönch Shodo Shonin in diese Region, wurde von zwei Schlangen über einen reißenden Fluss geleitet und identifizierte drei heilige Berge. Dies veranlasste ihn dazu, einen Tempel zu errichten. Mit den Jahrhunderten kamen immer mehr Heiligtümer hinzu und der kleine Ort entwickelte sich zu einem Pilgerzentrum.

Auch Ihr Weg führt Sie zunächst zu einem Tempel: Der Rinno-ji gehört zur Tendai-Schule des esoterischen Buddhismus und stellt den ersten Tempel des Ortes dar.

Auch nach dem Tod wacht der Shogun über das Land

Weiter geht es dann zum Toshogu Schrein, in dem der Shogun Tokugawa Ieyasu seine Asche einschreinen ließ. Er wollte auch nach seinem Tod als Gottheit über das Land wachen und das ihm zu Ehren errichtete Heiligtum zeugt noch heute von seiner einzigartigen Rolle in der japanischen Geschichte. An den zahlreichen Gebäuden mit den unzähligen Schnitzereien sollen 455.000 Arbeiter mitgewirkt haben und nach den Renovierungsarbeiten der letzten Jahre erstrahlen sie wieder in neuem goldenem Glanz. Die berühmteste Schnitzerei der drei Affen (Nichts Böses hören, sehen und sagen) ist heute sogar bei uns im Westen bekannt
Der letzte Punkt auf unserer heutigen Strecke ist das Taiyuin-Mausoleum, errichtet zu Ehren von Tokugawa Ieyasus Enkel. Tokugawa Iemitsu verehrte seinen Großvater so sehr, dass er ein ähnliches Grabmal in dessen Nähe errichten ließ. Dieses fiel allerdings etwas schlichter aus. Nichts sollte an die Herrlichkeit seines Großvaters, den Begründer der 250jährigen Friedensphase des Landes, heranreichen.

16.Tag: Bis bald Japan

Heute heißt es Abschied nehmen von diesem so faszinierenden und spannenden Land. Mit einem Tagesrückflug geht es wieder in die Heimat. Aber wer weiß, vielleicht kommen sie irgendwann mal wieder. Anstatt „sayonara“ sagen wir deshalb lieber „matta ne nihon“ – bis bald Japan.